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Können Gedanken das Ganze erfassen?

Brockwood Park - 2 September 1976

Public Discussion 2



0:08 Können Gedanken das Ganze erfassen?
 
0:22 Was sollen wir heute morgen besprechen?
 
0:28 Fragender: Sir, eine schriftliche Frage
wurde Ihnen eingereicht,
  
0:31 die kurzgefasst sagt, wenn unsere Energie
nicht durch Gedanken verbraucht wird,
  
0:39 wenn wir frei von Gedanken sind,
was steuert dann unsere Handlungen?
  
0:43 Auf welcher Basis leben wir?
 
0:51 K: Die Frage lautet, wenn wir
unsere Energie nicht verschwenden,
  
0:58 durch den Konflikt von Gedanken,
 
1:02 durch gegensätzliche Begierden
und Selbst-Widersprüche,
  
1:09 wie wird die Energie genutzt?
 
1:14 Wie lebt man mit dieser Energie
im alltäglichen Leben?
  
1:19 Das ist eine der Fragen.
 
1:25 F: Was ist, wenn die Angst so groß ist,
 
1:28 dass sie die Fähigkeit
zu beobachten zerstört?
  
1:33 K: Wenn die Angst so groß ist, dass es...
 
1:39 man ist gelähmt oder
es fehlt die Fähigkeit
  
1:43 und man verliert Beobachtung.
 
1:48 F: Ich wollte fragen, ob wir
Beobachtung besprechen könnten,
  
1:52 einschließlich der Kunst des Zuhörens,
und warum uns das so schwer fällt?
  
1:57 K: Warum fällt es uns so schwer zuzuhören
 
2:01 - die Kunst des Zuhörens und Beobachten.
 
2:10 F: Können wir mit dem weitermachen,
was wir das letzte Mal besprochen haben?
  
2:17 K: Was war das, Sir?
 
2:20 F: Wir sind weitergegangen
zu besprechen...
  
2:30 K: Ich hab's auch vergessen!
 
2:41 F: Können wir auf das Thema
Träumen eingehen?
  
2:48 K: Könnten wir das Thema Schlaf
und Träumen besprechen.
  
2:53 F: Sir, könnten wir die Rolle
von Beweggrund und Anstrengung
  
2:58 im Zusammenhang mit diesen
Gesprächen besprechen.
  
3:11 K: Im Zusammenhang mit Gedanken?
 
3:15 F: Nein, mit diesen Gesprächen.
Den Gesprächen, die Sie halten.
  
3:42 K: Ich verstehe die Frage nicht ganz.
 
3:47 K: Was ist Ihr Beweggrund hierher zu
kommen und diesen Gesprächen zuzuhören?
  
3:58 F: Beweggrund und Anstrengung.
 
4:00 K: Beweggrund und Anstrengung verbunden
damit zu diesen Gesprächen zu kommen.
  
4:05 Ich denke, dass Sie besser in der
Lage sind das zu beantworten als ich.
  
4:15 F: Sir, ethnische Gruppen sehen der grau-
samen Gefahr des Überlebens entgegen...
  
4:33 K: Was soll man in einer Welt machen
 
4:36 - warum die Minderheiten Gruppe
in diesem Land,
  
4:41 oder in anderen Teilen der Welt,
wie sie überleben sollen,
  
4:46 und was Sie darüber sagen?
 
4:51 F: Können Sie etwas über
Erleuchtung sagen?
  
4:56 K: Was ist Erleuchtung und
welche Bedeutung hat es für Sie?
  
5:09 F: Was meinen Sie mit Gemeinschaft?
 
5:14 Können Sie etwas zu Kommunikation
und Gemeinschaft sagen?
  
5:23 F: Was meinen Sie mit Gemeinschaft?
 
5:25 In welcher Beziehung stehen Kommunikation
und Gemeinschaft zueinander?
  
5:30 Bitte, das ist genug.
 
5:39 Können wir die erste Frage nehmen?
 
5:44 Die da war, würden Sie bitte
diese Frage wiederholen?
  
5:48 F: Wenn man durch Achtsamkeit über die
Tätigkeit von Gedanken hinausgeht,
  
5:55 was bestimmt dann unser tägliches Leben?
 
5:59 K: Können wir diese Frage nehmen?
 
6:02 Das heißt, wenn man das Wesen und
die Struktur von Gedanken versteht,
  
6:09 und die Dinge, die Gedanken
in der Welt zustande gebracht haben,
  
6:14 - wie ethnische Minderheit,
Unterschiede in der Hautfarbe,
  
6:20 nationale Trennungen und so weiter -
 
6:23 wenn Gedanken ihre Grenzen erkennen
und innerhalb dieser Grenzen bleiben,
  
6:35 und so Freiheit von Gedanken ist,
 
6:38 was passiert dann?
 
6:41 Und was ist dann das daraus resultierende
Handeln in unserem täglichen Leben?
  
6:47 F: Ich glaube der Fragende
hat auch gesagt,
  
6:50 dass innerhalb normaler Gedanken
ein Muster entstanden ist.
  
6:55 Wenn wir von diesem Muster befreit sind...
 
6:58 K: Ja, ja.
Sollen wir uns dieser Frage widmen?
  
7:01 Vielleicht bringen wir alle anderen
Fragen darin unter.
  
7:11 Können wir mit dieser Frage weitermachen?
 
7:20 Ich frage mich, ob man für sich selbst er-
kennt, wie sehr beschränkt Gedanken sind,
  
7:34 obwohl sie so tun,
als wären sie nicht beschränkt.
  
7:40 Zunächst einmal frage ich mich,
ob man das erkennt,
  
7:44 dass all unser Denken -
politisch, religiös, gesellschaftlich,
  
7:51 in allen Richtungen, auf jeder
Ebene unserer menschlichen Existenz,
  
7:57 erkennen wir als Menschen,
dass Gedanken sehr beschränkt sind
  
8:04 - beschränkt in dem Sinne,
dass sie das Ergebnis von,
  
8:10 oder die Reaktion auf Wissen,
Erfahrung und Gedächtnis ist,
  
8:17 und deswegen ist es zeitbindend,
und deshalb beschränkt?
  
8:25 Sehen wir das?
 
8:30 Gedanken sind ein Bruchstück.
 
8:39 Sie sind ein Bruchstück,
denn sie sind das Ergebnis von
  
8:45 oder die Reaktion auf vergangenes Wissen,
- deshalb sind sie beschränkt.
  
8:53 Finden wir uns da wieder?
Wollen wir das besprechen?
  
8:57 Sollen wir zuerst darauf eingehen?
 
9:05 Können Gedanken das Ganze wahrnehmen?
 
9:12 Das Ganze im Sinne von
der Gesamtheit menschlicher Existenz,
  
9:20 sowohl das Bewusste,
als auch das Unbewusste,
  
9:24 die verschiedenen Trennungen,
die Gedanken herbeigeführt haben,
  
9:31 verschiedene Spaltungen in Religion,
in politische Gedanken und so weiter.
  
9:39 Also, Gedanken sind ein Bruchstück,
weil sie auf Wissen basieren,
  
9:48 und Wissen ist Erfahrung, die als
Erinnerung im Gehirn gespeichert ist.
  
9:57 Ich denke, die meisten würden dem zustim-
men, dass Gedanken sehr beschränkt sind.
  
10:06 Könnten wir - von dort?
 
10:10 Und Gedanken, was immer sie tun,
was immer ihre Wirkungen sind,
  
10:15 ihre Fähigkeiten, ihre Erfindungen,
sind immer noch beschränkt, trennend.
  
10:23 Das heißt, es hat die Welt
in Nationalitäten getrennt,
  
10:27 in Minderheiten, in Vorurteile zu
Hautfarben, Sie wissen schon, all das,
  
10:32 die Aufteilungen zwischen Katholik,
Protestant, Hindu,
  
10:35 es ist das Ergebnis von Gedanken.
Nicht wahr?
  
10:41 Ich denke, das ist recht offensichtlich,
für diejenigen,
  
10:44 die zumindest darüber nachdenken.
 
10:47 Die nächste Frage ist,
sehen wir das als eine Realität?
  
10:57 Denn wir müssen unterscheiden
zwischen Realität und Wahrheit,
  
11:04 was wir jetzt untersuchen werden.
 
11:09 Sehen wir die Realität - Realität
im Sinne von, was wirklich ist,
  
11:15 nicht, 'was sein sollte',
oder 'gewesen sein könnte',
  
11:20 sondern was tatsächlich ist
 
11:22 - erkennen wir tatsächlich, was
Gedanken in der Welt getan haben,
  
11:29 sowohl technologisch mit all ihrer
enormen außergewöhnlichen Entwicklung
  
11:36 und was Gedanken auch angerichtet haben
 
11:38 - Kriege, Feindseligkeit -
der ganze Rest.
  
11:43 Das ist Realität, einschließlich der
Illusionen, die Gedanken geschaffen haben.
  
11:48  
 
11:58 Ich frage mich, ob wir das sehen?
Verstehen Sie meine Frage?
  
12:05 Sehen wir die Realität von Gedanken
und deren Wirkung?
  
12:20 Die Realität, die Gedanken geschaffen
haben wie Krieg - das ist Realität.
  
12:30 Die Realität, die Gedanken
geschaffen haben wie Glaube
  
12:35 - 'Ich glaube an Gott'
oder 'Ich glaube nicht an Gott'.
  
12:41 Gedanken, die die Trennungen
zwischen Menschen geschaffen haben,
  
12:48 das ist Realität.
 
12:50 Also, die Dinge, die Gedanken
erschaffen haben sind Realität,
  
12:58 einschließlich der Dinge, die Gedanken
erschaffen haben, die Illusionen sind,
  
13:04 die neurotisch sind.
 
13:06 Also, all das ist Realität. Nicht wahr?
 
13:12 Gedanken haben nicht die Natur erschaffen,
die Bäume, die Berge, die Flüsse.
  
13:19 Also, Gedanken haben die Realität ge-
schaffen, einen Bereich, in dem wir leben
  
13:29 - Eifersucht, Sorge,
Ängste, Vergnügungen -
  
13:33 all das ist Realität
in unserem täglichen Leben.
  
13:39 Nicht wahr?
 
13:41 Wenn man das erkennt
und darüber hinausgeht,
  
13:49 ist das möglich?
Verstehen Sie meine Frage?
  
13:57 Man erkennt, dass Gedanken
all das Durcheinander geschaffen haben,
  
14:01 all das Leid, die Verwirrung
 
14:05 die außerordentlichen Konflikte,
die überall auf der Welt stattfinden,
  
14:09 die Realität sind,
 
14:12 die Illusionen denen der Geist
anhängt, die Realität sind,
  
14:16 die neurotischen Handlungen,
denen man sich hingibt, sind Realität.
  
14:23 Wenn man an diesen Punkt kommt
und das äußerst tiefgehend erkennt,
  
14:31 was passiert dann?
Verstehen Sie meine Frage?
  
14:43 Was passiert, wenn ich sehe,
wenn man tatsächlich beobachtet,
  
14:51 dass Gedanken die Menschheit
gespalten haben?
  
14:58 Nicht wahr? Ist es nicht so?
 
15:02 - dass Gedanken Mensch gegen
Mensch getrennt haben,
  
15:08 aus unterschiedlichen Gründen,
wegen Sicherheit, Vergnügung,
  
15:13 eines Gefühls von getrenntem Dasein,
 
15:17 in der Hoffnung dadurch
etc., etc. zu finden.
  
15:21 Also, wenn Sie das erkennen, ein
Einsehen darin haben, in diese Realität,
  
15:30 was geschieht dann?
Haben Sie meine Frage verstanden?
  
15:34 Na los, ich bitte Sie, jemand,
das ist ein Dialog.
  
15:37 Es ist nicht nur
ein Gespräch von mir allein.
  
15:43 F: (Unverständlich)
 
15:52 K: Sir, bitte beantworten Sie meine Frage,
 
15:55 wenn es Ihnen nichts ausmacht,
lassen Sie uns bei einer Sache bleiben.
  
15:59 Erkennen wir das Wesen von Gedanken?
 
16:04 F: Ich wollte die Frage beantworten.
 
16:10 K: Was ist... beantworten Sie die Frage.
 
16:13 F: Nun, ich denke dass, wenn man
sich dieser Realität bewusst wird,
  
16:19 dann wird sie unnötig.
K: Nein, nein. Wird sie?
  
16:23 F: (Unverständlich)
 
16:24 K: Nein, bitte.
 
16:27 Wenn man erkennt -
was meinen wir mit dem Wort 'erkennen'?
  
16:38 Was bedeutet Sie sehen
wirklich die Tatsache,
  
16:42 oder Sie haben ein Einsehen in die
Tatsache der Bewegung der Gedanken,
  
16:48 was Gedanken in der Welt
angerichtet haben.
  
16:53 Nicht wahr? Die schönen Dinge, die
entsetzlichen Dinge, die technologischen
  
16:56 - was Gedanken in der Welt getan haben.
 
16:58 Wenn Sie darin ein Einsehen haben,
 
17:01 was passiert dann mit Ihrem Bewusstsein?
 
17:08 Verstehen Sie meine Frage?
 
17:10 Was passiert eigentlich,
wenn Sie etwas erkennen?
  
17:15 Und wie erkennen Sie das.
 
17:27 Ich erkenne, sehe, beobachte,
habe Erfahrung damit,
  
17:35 von einer Schlange
gebissen zu werden.
  
17:38 Das ist ein Fakt.
Also, was ist dann passiert?
  
17:46 Erfahrung, Schmerz, das Leiden
 
17:53 und so kommt Intelligenz auf und sagt,
'Nimm Dich in Acht vor der Schlange'.
  
18:02 Nicht wahr? Intelligenz kommt auf, oder?
 
18:06 Das Erwachen der Intelligenz
ist die Erkenntnis, dass Gedanken,
  
18:12 was immer sie erschaffen haben,
Realität ist.
  
18:16 Also, die Erkenntnis der Realität oder
ein Einsehen in die Realität haben
  
18:22 ist das Erwachen von Intelligenz.
Verstehen Sie's? Haben Sie's? Nicht ich.
  
18:24  
 
18:38 Also, erkennen Sie
die Beschränktheit von Gedanken.
  
18:44 Und diese Beschränktheit
mit all den Auswirkungen zu erkennen
  
18:49 ist eine Intelligenz, oder?
 
18:56 Ich frage mich, ob Sie das sehen?
 
18:59 Nicht wahr?
Können wir von da weitermachen?
  
19:01 Also, in welchem Verhältnis stehen Reali-
tät, Intelligenz und Wahrheit zueinander?
  
19:14 Verstehen Sie?
Interessiert Sie das alles?
  
19:20 Nicht verbal oder sie wissen schon
- Teil Ihrer selbst.
  
19:29 F: Sir, wie kann man erkennen,
dass alle Gedanken beschränkt sind?
  
19:34 Es gibt Teile, wo Gedanken notwendig sind.
 
19:39 K: Das haben wir gesagt.
 
19:41 F: (unverständlich)
 
19:52 K: Wie erkennt man,
dass Gedanken beschränkt sind?
  
19:55 Das war zunächst die Frage.
Er hat die Frage gestellt.
  
20:00 Wir haben gesagt Gedanken sind beschränkt,
weil sie unvollständig sind,
  
20:07 sie sind unvollständig,
denn sie basieren...
  
20:10 sie sind eine Reaktion auf Erinnnerung,
und Erinnerung ist sehr beschränkt.
  
20:22 Das Gedächtnis, obwohl es beschränkt ist,
muss geordnet sein.
  
20:27 Ich frage mich, ob sie das alles erkennen.
 
20:34 Gedanken müssen gesund, rational
funktionieren, in der Welt des Wissens,
  
20:46 was die technologische Welt ist.
 
20:48 Aber wenn diese Gedanken in Beziehungen
wirken, in menschlichen Beziehungen,
  
20:57 dann besteht Unordnung, was Realität ist.
 
21:02 Ich frage mich, ob Sie das sehen.
 
21:04 Denn Gedanken erschaffen
das Bild von Ihnen
  
21:11 und Sie erschaffen ein Bild
von jemand anderem.
  
21:13 Gedanken sind der Prozess
des Erschaffens dieser Bilder, nicht wahr?
  
21:21 Gedanken erzeugen Unordnung
in Beziehungen.
  
21:30 Oder?
 
21:34 Also, Unordnung weist darauf hin, dass
Gedanken in Beziehungen wirken. Oder?
  
21:44 Und wenn Gedanken im Bereich des Wissens
wirken, dann sind sie geordnet.
  
21:54 Die technologische Welt,
sie muss vollkommen geordnet sein.
  
22:04 Also, erkennen wir, erkennen Sie
 
22:09 oder haben Sie ein Einsehen in das Wirken
der gesamten Bewegung von Gedanken?
  
22:22 - ihres Wesens, ihrer Struktur,
ihrer Auswirkungen,
  
22:26 sowohl auf der bewussten Ebene,
als auch auf der tieferen Ebene,
  
22:31 die ganze Bewegung der Gedanken,
 
22:35 was Teil von Meditation ist
- nicht die Kontrolle von Gedanken,
  
22:40 sondern die Bewusstheit über
diese Bewegung der Gedanken,
  
22:46 und ihre Beschränkung sehen.
 
22:56 Können wir von da weitergehen?
 
22:59 Ich weiß, dass Sie erpicht sind
auf etwas zuzugehen,
  
23:02 wenn Sie es noch gar nicht gemacht haben.
 
23:05 Ich bleibe bei diesem einen Fakt,
das heißt, wenn das nicht so ist,
  
23:11 dann können Sie nicht viel weiter gehen.
 
23:17 F: Sir, ich denke wir sollten
diesen Punkt weiter besprechen,
  
23:20 bis es sehr klar ist,
wie diese Wahrnehmung
  
23:24 der gesamten Bewegung der Gedanken
stattfinden kann.
  
23:28 K: Okay. Wie sehen Sie die gesamte
Bewegung der Gedanken?
  
23:41 Wie sehen Sie die Gesamtheit von etwas?
 
23:46 Wie sehen Sie die Gesamtheit
von sich selbst?
  
23:51 Lassen Sie uns damit beginnnen
- viel besser.
  
23:56 Wie sehen Sie die Gesamtheit,
die Träume,
  
24:02 die Trennung zwischen
Bewusstem und dem Unbewussten,
  
24:06 die unzähligen Vorurteile,
Ängste, Sorgen,
  
24:16 Trauer, Leid, Neigung,
Eifersucht, Feindseligkeit,
  
24:22 Glaube in etwas, das nicht existiert,
aber Sie glauben,
  
24:28 und besonders die Christen haben
dieses Ding, Glaube
  
24:36 - sehen Sie das Gesamte von all dem,
 
24:42 nicht bruchstückhaft,
nicht jedes Fragment?
  
24:51 Verstehen Sie, was ich sage?
Nein?
  
24:57 Also, ist es möglich die Gesamtheit
von all dem zu sehen?
  
25:06 Was hält uns davon ab,
die gesamte Bewegung davon zu sehen?
  
25:14 - meine Anhaftungen, meine Vorurteile,
meine Überzeugungen, meine Erfahrung,
  
25:22 meine Begierden, widersprüchlich,
Konflikt, Elend, Verwirrung
  
25:28 - verstehen Sie? - das Ganze.
 
25:32 Was hält uns davon ab,
die Gesamtheit davon zu sehen?
  
25:37 Nur, wenn wir die Gesamtheit davon sehen,
besteht eine vollkommene Handlung,
  
25:43 ansonsten ist es eine
fragmentierte Handlung.
  
25:47 Kommen wir hier jetzt zusammen?
 
25:52 Unser Leben ist fragmentiert
- ich gehe in's Büro.
  
25:56 Dort bin ich eine andere Person,
Kampf, Ehrgeiz, der ganze Rest,
  
26:00 ich komme nach Hause
und dort bin ich eine andere Person,
  
26:05 und ich gehe in die Kirche
- wenn ich überhaupt in die Kirche gehe -
  
26:07 und dort bin ich eine andere Person,
und so weiter,
  
26:10 ich bin fragmentiert, aufgeteilt.
 
26:13 Unsere Handlungen sind also aufgeteilt
und deshalb widersprüchlich,
  
26:21 und daher bringt jede Handlung
ihre eigene Sorge mit sich,
  
26:27 ihr eigenes Bedauern,
ihre eigene Verwirrung.
  
26:33 Also, um all das zu beenden,
muss ich die Gesamtheit davon sehen.
  
26:40 Nicht wahr? Gesamtheit meines Lebens
- meine Handlungen, meine Begierden,
  
26:50 meine Beziehungen, meine Sehnsüchte,
meine Angst und der ganze Rest.
  
26:56 Nun, was verhindert es?
 
27:02 F: Gedanken.
 
27:03 K: Gedanken haben
all das geschaffen, oder?
  
27:09 F: Wenn ich Eifersucht betrachte,
 
27:11 dann betrachte ich Eifersucht
aus dem Blickwinkel von Eifersucht.
  
27:13 Ich denke, dass beide Sachen
verschieden sind.
  
27:15 K: Ja, das ist ein Punkt.
 
27:17 Das heißt der Beobachter ist das
Beobachtete, worauf wir eingegangen sind.
  
27:20 Ich möchte auf diese Sache nicht immer
und immer und immer wieder eingehen.
  
27:24 Das wird recht langweilig.
 
27:26 F: Sir, ich denke die Empfindung von Angst
könnte uns daran hindern es zu sehen.
  
27:32 K: Ja, Sir. Angst.
 
27:35 Hindert Angst Sie daran die Gesamtheit
des Lebens zu sehen, Ihres Lebens?
  
27:49 F: Das Bild von 'mir',
das Gedanken erzeugt haben.
  
27:57 K: 'Ich', das Gedanken erzeugt haben.
 
27:59 Aber das 'Ich' ist die Gesamtheit
von all dem, oder?
  
28:05 - meine Ängste, meine Sorgen,
mein sexuelles Verlangen, dies und jenes,
  
28:09 zehn, zig verschiedene Dinge sind 'Ich'.
 
28:13 Was verhindert...?
Sie antworten nicht auf meine Frage.
  
28:20 F: Wir haben die Energie nicht.
 
28:26 K: Wenn Sie die Energie haben.
Haben Sie die Energie nicht?
  
28:32 Haben Sie nicht die Energie zu kommen und
diesen unseligen Gesprächen zuzuhören?
  
28:40 Sie haben die Mühe auf sich genommen,
Geld, all das, um zu kommen.
  
28:45 Sie haben reichlich Energie,
wenn Sie etwas tun wollen.
  
28:51 F: (Unverständlich)
 
28:54 K: Ich stelle Ihnen eine Frage,
bitte antworten Sie.
  
28:57 Was hindert Sie daran das gesamte
Dasein Ihres Lebens zu betrachten,
  
29:03 Ihres täglichen Lebens?
 
29:06 F: (unverständlich)
 
29:18 K: Sie antworten nicht auf meine Frage.
F: Weil man nicht will.
  
29:24 K: Ich will gar nichts, Sir.
 
29:26 Ich stelle Ihnen eine sehr einfache Frage.
 
29:31 Ich frage Sie, was ist es,
dass Sie daran hindert
  
29:36 die Gesamtheit Ihres Lebens zu sehen?
 
29:40 Sie sagen es ist ein Mangel an Energie.
 
29:42 Sie haben reichlich Energie,
wenn Sie etwas tun wollen.
  
29:49 Wenn Sie Geld verdienen wollen, verbringen
Sie den Rest Ihres Lebens damit.
  
29:59 F: Wir wollen uns selbst nicht sehen.
 
30:00 K: Ist es, dass die dessen Gesamtheit
nicht sehen wollen
  
30:04 oder ist es, dass Sie nicht
die Fähigkeit haben zu sehen?
  
30:09 Und Fähigkeit bedeutet Herausbildung,
kultivieren, nicht wahr?
  
30:15 Also, werden Sie sich Zeit nehmen
die Gesamtheit Ihres Lebens zu betrachten,
  
30:19 sich ein weiteres Jahr
Zeit nehmen, um herauszufinden.
  
30:24 F: Nichts könnte furchtbarer sein,
als sich all das Elend anzusehen.
  
30:27 K: Sie antworten nicht. Ist es Angst?
 
30:31 Ist es, dass Sie es nicht sehen wollen?
 
30:38 Ist es Ihre Gewohnheit, Ihre Tradition,
Ihre Konditionierung?
  
30:43 F: Das Bruchstück versucht
das Ganze zu betrachten.
  
30:47 K: Ich frage Sie.
 
30:49 Sagen Sie, das Bruchstück
kann das Ganze nicht sehen?
  
30:52 Sie benutzen also Gedanken,
um das Ganze zu sehen.
  
30:57 Ist es so?
 
31:01 Und gleichzeitig wissen Sie, dass
Gedanken eine bruchstückhafte Sache sind,
  
31:07 also durch das Bruchstück versuchen Sie
das Ganze zu sehen - ist es das?
  
31:15 Also erkennen Sie nicht wirklich,
dass Gedanken ein Bruchstück sind.
  
31:23 Indem sie mehrere Bruchstücke
zusammenfügen, was Gedanken tun,
  
31:27 was sie 'Vervollständigung' nennen,
 
31:29 und dadurch hoffen, das Ganze zu sehen.
Sie können es nicht.
  
31:33 Also, erkennen wir, dass Gedanken
nicht das Ganze sehen können?
  
31:54 F: Ist es, wir verstehen es,
das heißt, ich verstehe es,
  
31:59 aber ich erkenne es nicht.
Erkennen ist etwas, dass...
  
32:04 K: Er sagt, 'Ich verstehe es,
aber ich erkenne es nicht'.
  
32:07 Wenn Sie das Wort 'verstehen' verwenden,
was meinen Sie dann mit dem Wort?
  
32:12 Intellektuell, wörtlich verstehen.
 
32:16 F: Ich sehe die Wahrheit
in dem, was Sie sagen.
  
32:18 K: Wenn Sie die Wahrheit sehen,
ist es das Ganze.
  
32:25 Nein, bitte antworten Sie mir nicht.
 
32:28 Würden Sie es sich bitte
für eine Minute anschauen?
  
32:32 Antworten Sie nicht auf meine Frage.
Bitten, finden Sie es heraus.
  
32:36 Bitte, hören Sie zu was ich sage.
Hören Sie zu, verstehen Sie, zuhören,
  
32:42 nicht was ich sage in Ihre eigene
Terminologie übersetzen,
  
32:49 interpretieren Sie es nicht,
hören Sie einfach zu,
  
32:56 wie Sie dem Wind lauschen würden, dem Wind
in den Blättern, hören sie dem einfach zu.
  
33:00 Ich frage Sie, was hindert
einen Menschen wie Sie daran,
  
33:08 die gesamte Bewegung Ihrer Handlungen
 
33:12 was Leid, Schmerz, all das Ganze
hervorruft, auf einen Blick zu sehen?
  
33:21 F: Weil wir versuchen
es in Worte zu fassen.
  
33:33 F: Ich denke, wenn man wirklich
in sich selbst verwirrt ist,
  
33:40 wie kann man es zustande bringen?
 
33:43 K: Ja. Also, Sie sagen,
Sie sagen, Sir, nicht wahr,
  
33:46 'Ich bin verwirrt, deshalb kann ich
überhaupt nicht die Gesamtheit sehen.'
  
33:51 F: Nicht bevor ich die Stille habe,
sie wirklich zu sehen.
  
33:58 K: Ja, das stimmt.
Das ist das Gleiche, Sir.
  
34:01 Sie sagen, um etwas zu beobachten
muss mein Geist still sein. Nicht wahr?
  
34:07 Ihr Geist ist also nicht still,
deshalb beobachten Sie nicht.
  
34:11 Also, Sie sagen einer der Faktoren ist,
 
34:16 um etwas in seiner Gesamtheit zu sehen,
muss mein Geist still sein.
  
34:23 Dann stellt sich die Frage,
wie bringt man den Geist zur Ruhe?
  
34:29 Indem man Worte wiederholt?
Indem man die Gedanken kontrolliert?
  
34:36 Dann kommt auf,
wer ist der Kontrollierende?
  
34:40 Und so weiter, Sirs. Verstehen Sie?
 
34:44 Sie drehen sich im Kreis.
 
34:56 F: Anstatt sich verändern zu wollen
und das Ganze beobachten zu wollen,
  
35:00 sind wir faul und warten darauf
die Technik als Geschenk zu erhalten.
  
35:05 K: Wir sind faul, anstatt sich
zu verändern, etwas dagegen zu tun,
  
35:10 wir sind wirklich sehr faule Leute.
Ist es das?
  
35:15 F: (Unverständlich)
 
35:19 K: Darf ich die Frage anders stellen?
 
35:24 Bitte antworten Sie mir nicht,
denn es ist nur...
  
35:29 Sind Sie sich dessen bewusst,
wenn ich diese Frage ganz höflich,
  
35:35 ohne irgendeine Respektlosigkeit
stellen darf,
  
35:38 sind Sie sich dessen bewusst,
dass sie konditioniert sind?
  
35:45 Sind Sie?
 
35:49 Vollständig konditioniert,
nicht teilweise konditioniert.
  
35:54 Ihre Worte konditionieren Sie
- nicht wahr? -
  
35:59 Erziehung konditioniert Sie,
Kultur konditioniert Sie,
  
36:05 die Umgebung konditioniert Sie,
Propaganda von zwei Tausend Jahren
  
36:09 oder fünf Tausend Jahre von Priestern
haben Sie konditioniert.
  
36:14 Also, Sie sind
durch und durch konditioniert.
  
36:21 Wenn Sie sagen, 'Ich glaube an Gott',
ist das Teil Ihrer Konditionierung
  
36:25 - genauso wie der, der sagt,
'Ich glaube nicht an Gott'.
  
36:29 Also, erkennen wir, dass das ein Fakt ist?
 
36:39 Eine totale Konditionierung.
 
36:45 Dann, wenn Sie das erkennen,
was passiert dann?
  
36:51 Sagen Sie dann,
'Ich muss es entkonditionieren?'
  
36:56 Verstehen Sie?
Wer ist dann das 'Ich'
  
37:00 - und das 'Ich' ist Teil
Ihrer Konditionierung.
  
37:06 Also, was machen Sie?
 
37:09 Bitte bleiben Sie hier
bei einer einfachen Sache.
  
37:12 Ich erkenne, dass ich konditioniert bin,
konditioniert als Hindu,
  
37:18 ich habe mich davon losgesagt
und bin etwas anderes geworden,
  
37:21 bin dem Christentum beigetreten,
oder was auch immer,
  
37:25 ich bin konditioniert
- konditioniert von Kultur,
  
37:28 konditioniert von den Lebensmitteln,
die ich esse, konditioniert vom Klima,
  
37:33 Vererbung, von meinen Handlungen,
von der Umgebung
  
37:39 - mein ganzes Wesen ist geprägt,
konditioniert, geformt.
  
37:49 Erkenne ich das?
 
37:53 Das heißt,
sehe ich dessen tatsächlichen Fakt,
  
37:57 nicht dessen Vorstellung,
sondern dessen tatsächliche Realität?
  
38:11 Also, so ist es. Es regnet.
 
38:18 Es ist ein herrlicher Tag.
Es ist ein Fakt. Es ist ein windiger Tag.
  
38:23 Auf die gleiche Weise,
erkenne ich die absolute Realität,
  
38:27 dass mein Geist konditioniert ist?
 
38:35 Dann, wenn ich das erkenne,
 
38:37 wenn da ganz die Erkenntnis ist,
dass ich konditioniert bin,
  
38:41 welche Bewegung findet dann statt?
 
38:43 Das ist es, was ich herausfinden möchte.
Verstehen Sie jetzt meine Frage?
  
38:52 Sage ich dann, 'Ja,
ich bin konditioniert, das ist furchtbar,
  
38:57 und ich muss mich entkonditionieren'?
 
39:04 Dann beginnen Sie den Konflikt.
Nicht wahr?
  
39:07 Das 'Ich' wird dann Teil...
 
39:10 das 'Ich' denkt es ist eigenständig,
aber es ist Teil dieser Konditionierung.
  
39:15 Also, was passiert,
wenn Sie das sehen?
  
39:20 F: Keine Bewegung.
K: Keine Bewegung. Das heißt was?
  
39:28 Bitte gehen Sie langsam vor. Werfen
Sie sich nicht gegenseitig Worte zu.
  
39:32 Was passiert, wenn ich erkenne,
dass ich vollständig konditioniert bin?
  
39:44 Handeln hört auf, oder?
 
39:48 Ich gehe in's Büro, aber das Handeln meine
Konditionierung zu ändern ist nicht da.
  
39:59 F: (Unverständlich)
 
40:14 K: Also, ich sage, Sir. Bitte.
 
40:18 Sehen Sie, ich muss in's Büro gehen
oder in die Fabrik,
  
40:22 oder ein Beamter oder Sekretärin werden.
Ich muss arbeiten.
  
40:27 Ich arbeite im Garten, oder als Lehrer
oder tue etwas. Das ist so.
  
40:31 Aber ich erkenne,
dass ich konditioniert bin.
  
40:35 Mein Anliegen ist, was passiert, wenn ich
diesen Zustand vollständig erkenne?
  
40:46 In diesem Zustand höre ich auf
zu handeln, oder? Da ist kein Handeln.
  
40:52 Ich bin ein völliger Gefangener.
 
40:59 Ich rebelliere nicht dagegen,
denn wenn ich rebelliere,
  
41:03 rebelliere ich gegen meine eigene
Konditionierung - nicht wahr? -
  
41:08 die durch Gedanken zusammengesetzt wurde,
was 'ich' selbst bin.
  
41:13 Ich frage mich, ob Sie das alles sehen.
 
41:16 Also, in diesem Bereich von
Konditionierung, gibt es kein Handeln.
  
41:26 F: (Unverständlich)
 
41:27 K: Hören Sie einfach zu. Es gibt kein
Handeln, deshalb passiert was?
  
41:32 F: (Unverständlich)
 
41:43 K: Sir, machen Sie's, machen Sie's.
Finden Sie heraus was passiert.
  
41:48 F: Man wird innerlich frei.
 
42:11 F: Man wird sehr müde
und traurig und hoffnungslos.
  
42:17 K: Ja, Sir, Sie haben
die ganze Sache satt.
  
42:21 Also, was machen Sie, wenn Sie es satt
haben - warten Sie, greifen Sie es auf -
  
42:25 wenn Sie die ganze Sache satt haben,
was machen Sie?
  
42:30 F: Man gibt auf.
 
42:32 K: Sie lassen es ruhen, oder?
 
42:40 Wenn Sie etwas satt haben,
wenn Sie müde sind,
  
42:43 gehen Sie und legen sich hin,
sitzen still. Aber Sie tun es nicht.
  
42:53 Also, nur dann, wenn der Geist still ist,
sehen Sie die Gesamtheit Ihres Lebens.
  
43:02 Nicht wahr?
 
43:09 Aber unser Geist plappert,
versucht eine Antwort zu finden,
  
43:15 schlägt und schlägt und schlägt,
schlägt auf die Konditionierung ein,
  
43:18 und deshalb gibt es keine Antwort.
 
43:21 Aber wenn Sie sagen,
'Okay, ich seh es mir an.
  
43:26 Ich habe die gesamte Bewegung
der Gedanken gesehen, die mein Leben ist,
  
43:35 und jedwede Bewegung, die nicht
die Konditionierung ist, ist nicht real.
  
43:44 Verstehen Sie, was ich sage?
 
43:49 Also, der Geist bleibt bei der
Gesamtheit von seiner Konditionierung,
  
43:55 er bleibt dort, er bewegt sich nicht.
 
44:01 Kommunizieren wir etwas miteinander,
zueinander?
  
44:13 Dann geh ich also zurück und sehe,
Gedanken sind ein Bruchstück,
  
44:20 deshalb sind sie beschränkt.
 
44:22 Sie sind bruchstückhaft, weil sie auf
Wissen, Erfahrung und Erinnerung basieren,
  
44:30 was die Bewegung von Zeit ist. Nicht wahr?
 
44:34 Also, Gedanken, was immer in der Bewegung
von Zeit gefangen ist, sind beschränkt.
  
44:42 Das ist offensichtlich.
 
44:44 Was auch immer es ist,
ob es eine Maschine ist,
  
44:50 alles, das in der Bewegung von Zeit
gefangen ist, muss beschränkt sein.
  
44:57 Also, Gedanken sind bruchstückhaft
und beschränkt.
  
45:03 Und wir denken, durch Gedanken
werden wir die Gesamtheit sehen.
  
45:08 Das ist unsere Schwierigkeit.
 
45:13 Wir sagen nicht,
'Gedanken können nicht das Ganze sehen',
  
45:16 und so werden die Gedanken still.
 
45:20 Wenn ich nicht durch meine Augen sehen
kann - verstehen Sie - werde ich still.
  
45:30 Also, Gedanken werden still.
 
45:34 Dann nehme ich die Bewegung von dem wahr,
was tatsächlich vor sich geht,
  
45:41 die Gesamtheit dessen.
 
45:45 Wie wir letztens gesagt haben,
wenn Sie auf eine Karte schauen,
  
45:53 sehen Sie die Gesamtheit
der ganzen Karte - nicht wahr? -
  
45:58 verschiedene Länder, die Farben,
die Hügel, sehen die Gesamtheit.
  
46:04 Aber wenn Sie eine Richtung einschlagen,
sehen Sie die Gesamtheit nicht.
  
46:10 Das heißt, wenn Sie von hier
nach Wien fahren wollen,
  
46:13 sehen Sie die Linie, Sie sehen das
und übersehen den Rest.
  
46:19 Denn hier, solange Sie eine
Richtung haben, ein Motiv, einen Zweck,
  
46:26 dann können Sie
die Gesamtheit nicht sehen.
  
46:31 Treffen wir jetzt hier aufeinander?
 
46:34 Also, Sie haben ein Motiv hierher
zu kommen, zur Nachforschung,
  
46:46 um zu versuchen, sich selbst zu verstehen,
haben Sie ein Motiv?
  
46:50 Also, ich will mich selbst verstehen,
 
46:52 denn ich mache mir schreckliche Sorgen
um meinen Mann,
  
47:00 und ich hoffe, indem ich hierher komme,
werde ich es lösen.
  
47:04 Oder ich habe meine Frau verloren,
oder meinen Vater, oder meinen Sohn,
  
47:10 doch ich werde herausfinden, ob ich
ihn an einem anderen Ort treffen kann,
  
47:14 oder was es bedeutet zu leiden,
also habe ich ein Motiv.
  
47:20 Nun, solange ich ein Motiv habe,
kann ich nicht richtig zuhören.
  
47:26 Verstehen Sie?
 
47:30 Solange ich eine Vorurteil habe,
kann ich nicht zuhören, was Sie sagen.
  
47:35 Oder ich habe alle Bücher gelesen,
die Sie geschrieben haben
  
47:39 und ich kann sie alle wiederholen,
und ich wiederhole
  
47:41 und das hindert mich
offensichtlich daran zuzuhören.
  
47:51 Also, man kann die Gesamtheit
seines Lebens nicht sehen,
  
47:55 weil wir nie darüber nachgedacht haben,
 
48:00 nie haben wir nicht mal eine einzige Se-
kunde verwendet das Ganze zu betrachten,
  
48:07 denn wir sind in unseren kleinen
Bruchstücken gefangen. Nicht wahr?
  
48:13 Jetzt versuchen wir gemeinsam zu erkunden,
 
48:17 dieses ganze Unglückselige,
Verwirrte, Elende zu betrachten,
  
48:23 gelegentliches Glücksgefühl, all das
versuchen wir ganzheitlich zu sehen.
  
48:30 Es ist nur möglich es ganzheitlich zu
sehen, wenn Sie keine Richtung,
  
48:42 kein Motiv haben,
was äußerst schwierig ist,
  
48:47 denn wir wollen glücklich sein,
wir wollen reich sein,
  
48:50 wir wollen gute Beziehungen
zueinander pflegen,
  
48:53 wir wollen unsere Vergnügungen
erfüllt haben. Verstehen Sie?
  
49:03 Also, was passiert dann, das ist
das Nächste, aus derselben Frage,
  
49:07 was passiert dann, wenn Sie erkennen,
 
49:11 wenn Sie tatsächlich
das gesamte Dasein sehen,
  
49:15 so wie Sie es auf einer Karte sehen,
klar skizziert,
  
49:19 alles klar,
alles an seinem Platz, geordnet?
  
49:26 Verstehen Sie?
 
49:29 Das Wort 'Kunst' bedeudet,
alles an seinen richtigen Platz stellen.
  
49:36 Das ist die wirkliche Bedeutung
des Wortes 'Kunst'.
  
49:39 Also, wenn wir alles
an seinen richtigen Platz getan haben,
  
49:43 was geschieht dann?
 
49:48 Mein Büro an den richtigen Platz stellen,
meine Beziehung an den richtigen Platz
  
49:53 - verstehen Sie? - alles in Ordnung.
 
50:08 Was passiert dann?
 
50:11 F: Man lebt intelligent.
 
50:18 K: Tun Sie das? Tun wir das?
 
50:26 F: Man muss nicht mehr darüber nachdenken,
was man dagegen tun wird.
  
50:29 K: Nein. Verstehen Sie,
Sie sind bereit zu antworten,
  
50:35 Sie haben die andere Sache nicht,
Sie sind bereit zu antworten.
  
50:45 Haben wir unser Haus in Ordnung gebracht?
 
50:50 Nicht das Haus, Sie wissen schon,
das tiefere Haus,
  
50:55 haben wir alles in Ordnung gebracht?
 
51:00 Wir sind in Unordnung - oder nicht? -
unglücklicherweise.
  
51:05 Wir sind in Unordnung.
 
51:08 Bleiben Sie jetzt bei der Unordnung,
lassen Sie uns die Unordnung verstehen.
  
51:14 Denn aus der Untersuchung
dieser Unordnung,
  
51:18 entsteht Ordnung - richtig, Sir? -
versuchen Sie nicht Ordnung zu schaffen.
  
51:23 Ich frage mich, ob Sie...
Durch Negation entsteht Ordnung.
  
51:30 Schauen Sie, politisch,
wenn Unordnung im Land ist,
  
51:38 wächst genau aus dieser Unordnung
Gewaltherrschaft. Nicht wahr?
  
51:44 Das geschieht in Indien,
das passiert überall auf der Welt.
  
51:48 Wo Unordnung ist, erschafft
genau diese Unordnung Autorität.
  
51:55 Nun, wir sind in Unordnung.
Warum?
  
52:12 Würden Sie mir sagen,
warum Sie in Unordnung sind
  
52:16 - nicht erfinden, nur sehen,
warum diese Unordnung in mir besteht -
  
52:23 warum besteht sie?
 
52:26 Weil ich widersprüchliche
Wünsche habe - nicht wahr? -
  
52:30 Ich will Frieden und ich bin gewalttätig.
 
52:36 Ich will Menschen lieben
und ich bin voller Feindseligkeit.
  
52:41 Ich möchte frei sein und
ich hänge an meiner Frau, meinen Kindern,
  
52:46 meinem Besitz, meinem Glauben.
Nicht wahr?
  
52:50 Also, es bestehen Widerspruch in mir,
 
52:54 und dieser Widerspruch
bedeutet Verwirrung. Nicht wahr?
  
53:11 Ich hänge an meiner Frau,
meinem Mann, meinen Kindern.
  
53:17 Ich hafte an,
denn ich bin einsam, ich bin verzweifelt,
  
53:22 ich kann nicht mit mir selbst leben,
ich fühle mich in mir frustriert, elend,
  
53:28 also hänge ich an Ihnen.
 
53:34 Aber tief drinnen,
besteht diese Angst vor Einsamkeit weiter.
  
53:41 Nicht wahr?
Da ist also Widerspruch in mir.
  
53:45 Also, kann es Freiheit von
Anhaftung geben, was nicht Liebe ist?
  
53:55 Also, kann es Freiheit von
Anhaftung geben,
  
54:00 nicht Stück, für Stück, für Stück
- Freiheit?
  
54:11 F: Ja, kann es.
 
54:14 K: Sie können?
Ich frage Sie nicht persönlich, Sir.
  
54:19 Natürlich kann es.
Aber ist es so, sind Sie frei?
  
54:27 Wozu dann diskutieren?
 
54:31 Dann wird es eine verbale Diskussion
- was soll das bringen?
  
54:39 Wir sind hier - ernsthafte Leute
hoffe ich - versuchen zu verstehen
  
54:45 und eine Transformation in unserem
täglichem Leben zu bewirken.
  
54:49 Transformation in unserem Geist,
in unserem Bewusstsein.
  
54:52 Und wenn es eine Sache gibt,
die ich vollständig sehe
  
54:57 - zum Beispiel, Anhaftung,
was damit verbunden ist,
  
55:03 Eifersucht, Angst, Vergnügung,
Gesellschaft, aneinander hängen,
  
55:10 Habgier, und deshalb, Verlust,
 
55:14 all das ist mit Anhaftung verbunden,
 
55:19 was einer der Gründe
für meine Verwirrung ist.
  
55:24 Also, kann ich es beenden,
sofort davon frei sein?
  
55:35 F: Wir wollen frei
von Anhaftungen sein...
  
55:40 K: Nein. Sir, Anhaftung -
Anhaftung an Dinge, die Sie mögen,
  
55:45 Anhaftung an Dinge, die Sie nicht mögen,
all das, Sir.
  
55:48 Nehmen Sie es nicht zu sehr auseinander.
 
55:51 F: (unverständlich)
 
56:00 K: Anhaftungen an Ihre Religion,
Anhaftung an Ihren Glauben,
  
56:04 Anhaftung an Ihre Götter,
Anhaftung an Ihre Kirche
  
56:07 - Anhaftung, Sir.
 
56:09 Verstehen Sie,
Sie müssen es nicht mehr erklären.
  
56:14 Das ist einer der Gründe für Verwirrung,
einer der Gründe für Unordnung.
  
56:21 Und um Ordnung zu schaffen,
durch das Untersuchen von Unordnung,
  
56:27 finde ich heraus, dass es Anhaftung ist
- einer der Faktoren.
  
56:30 Also, beende sie!
 
56:34 Weil wir Angst haben sie zu beenden,
 
56:39 denn was wird meine Frau sagen, wenn ich
ihr sage, dass ich nicht verbunden bin?
  
56:52 Denn wir interpretieren es so,
wenn es Freiheit von Anhaftung gibt,
  
56:59 versteht die Frau oder der Mann
- oder das Mädchen oder der Junge -
  
57:04 dass Sie von ihr oder ihm frei sind,
 
57:11 und deshalb hängt sie an Ihnen,
und dann haben Sie Angst sie zu verletzen,
  
57:17 und dann folgt der ganze Rest.
 
57:20 Lassen Sie mich ausreden, Sir.
 
57:23 Freiheit von Anhaftung bedeutet
enorme Verantwortung.
  
57:27 Sie sehen das nicht. Oder?
 
57:37 Schauen Sie, wir haben diesen Ort gebaut,
Brockwood, in den letzten sieben Jahren.
  
57:43 Wir haben daran gearbeitet,
mehrere von uns.
  
57:50 Sehr viel Energie, Arbeit, Gedanken
- verstehen Sie - diese Sache zu schaffen.
  
57:58 Wenn wir an dieser Sache anhaften,
dann erzeugen wir Verwirrung.
  
58:03 Verstehen Sie?
 
58:06 Also, der Redner hängt nicht daran,
überhaupt nicht - ich kann morgen gehen.
  
58:14 Und ich mein's ernst, ich habe es getan -
nicht bei Brockwood, aber anderen Orten.
  
58:22 Aber von etwas losgelöst zu sein
bedeutet viel Rücksichtnahme,
  
58:27 viel Verantwortung dafür zu sorgen,
dass es richtig funktioniert.
  
58:30 Verstehen Sie?
Nicht, dass ich davongehe.
  
58:36 Denn, wenn da Freiheit von
Anhaftung ist, besteht Liebe.
  
58:42 Verstehen Sie? Nein, tun Sie nicht.
 
58:47 Das bedeutet Verantwortung,
also bedeutet das Ordnung.
  
58:57 Also, können Sie
 
59:01 - erkennend, dass einer der Faktoren
für Verwirrung in Ihrem Leben,
  
59:08 für unsere Unordnung und unser Elend,
 
59:12 diese Anhaftung an Vorstellungen ist,
 
59:17 an Glauben, an Ideale, an sein Land
undsoweiter, an die Frau, all das -
  
59:27 kann man von diesen Anhaftungen frei sein?
Nicht morgen, jetzt.
  
59:35 Denn das bedeutet, sie erkennen deren
Realität, was es im Leben macht.
  
59:45 Ich hänge an meinem Land
 
59:46 und deshalb bin ich bereit
jeden anderen Menschen zu töten,
  
59:51 für die Liebe zu meinem Land.
 
59:56 F: Wollen Sie damit sagen, man soll
für sein Land verantwortlich sein,
  
59:59 aber man soll nicht anhaften.
Ist das ihr Argument?
  
1:00:04 K: Nein, das ist nicht mein Argument.
 
1:00:07 Das Argument, das wir bringen, Sir
- nicht das Land, lassen Sie das Land.
  
1:00:11 Sehen Sie wie schnell wir
zu etwas anderem übergehen.
  
1:00:15 Ich spreche von Anhaftung
an Ihre Frau, an Ihren Mann,
  
1:00:21 an einen Glauben,
an eine Religion, an ein Ideal,
  
1:00:27 für das Sie bereit sind
Menschen zu töten.
  
1:00:34 Da ist also Unordnung.
 
1:00:36 Aus dieser Unordnung
entsteht Verwirrung
  
1:00:41 und deshalb ist
Verwirrung in Ihnen.
  
1:00:45 Und einer der Faktoren ist Anhaftung.
Kann man sie abstellen, davon wegkommen?
  
1:00:55 F: Sir, ich denke ein Teil
des Problems kommt auf,
  
1:01:02 wenn Sie sagen, 'Können Sie es abstellen',
das bedeutet, nunja, wir...
  
1:01:06 K: Ich verstehe. Natürlich, Sir.
Das ist eine schnelle Art auszudrücken,
  
1:01:10 nachdem wir sagen,
'Der Beobachter ist das Beobachtete'.
  
1:01:14 Wir sind das alles durchgegangen.
 
1:01:18 Kann Anhaftung ein Ende haben?
 
1:01:20 Lassen Sie es uns so sagen,
wenn Sie es bevorzugen.
  
1:01:24 F: Herr Redner, ich nehme an
jeder von uns, denke ich,
  
1:01:27 würde sich als Individuum betrachten...
 
1:01:30 K: Ich stelle in Frage,
ob Sie Individuen sind.
  
1:01:33 F: Ja.
K: Nein, sagen Sie nicht 'Ja'.
  
1:01:37 F: Ich sage, ich möchte meinen,
dass ich ein Individuum bin.
  
1:01:39 K: Sie möchten meinen.
 
1:01:41 F: Dass ich nicht Kollektiv bin.
K: Sehen Sie, Sir, bitte!
  
1:01:46 Das Wort 'individuell' bedeutet
unteilbar, unfragmentiert.
  
1:01:55 Das heißt, ein Mensch,
der fragmentiert ist, ist kein Individuum.
  
1:02:02 Aber 'Individuum' bedeutet jemand,
der in sich unteilbar ist.
  
1:02:11 Bitte, Sir, das ist, was es ist.
 
1:02:15 Nun, nehmen Sie nur das, Anhaftung.
 
1:02:19 Wenn Sie die ganze Bewegung
von Anhaftung sehen:
  
1:02:23 Eifersucht, Unruhe, Hass, Trennung,
Habgier, Beherrschung
  
1:02:29 - verstehen Sie? - all das ist in dem Wort
'Anhaftung' enthalten -
  
1:02:35 das Ganze zu sehen ist Intelligenz, oder?
 
1:02:43 Das Ganze zu sehen.
 
1:02:45 Also, die Intelligenz sagt,
'Sei davon frei',
  
1:02:48 nicht Sie sagen,
'Ich muss davon frei sein'.
  
1:02:58 Also, dann bestimmt Intelligenz,
sagt Ihnen was richtiges Handeln ist,
  
1:03:04 wo auch immer Sie sind.
Verstehen Sie?
  
1:03:07 Was auch immer Ihr Leben ist,
ob im Büro oder zu Hause oder irgendwo,
  
1:03:15 wenn da diese Intelligenz am Werk ist,
dann gibt es kein Problem,
  
1:03:22 denn diese Intelligenz
ist höchste Ordnung,
  
1:03:27 die emporgekommen ist, weil Sie sich die
Unordnung in Ihrem Leben angesehen haben.
  
1:03:35 Aus dieser Untersuchung der Unordnung,
 
1:03:38 nämlich einer der Faktoren ist Anhaftung,
 
1:03:42 in der Beobachtung dieser Unordnung,
entsteht das Erwachen von Intelligenz.
  
1:03:49 Verstehen Sie?
Intelligenz ist erwacht.
  
1:03:55 Und Intelligenz ist nicht Ihre oder meine,
es ist die Intelligenz.
  
1:04:03 Deshalb ist es nicht meine individuelle
Intelligenz, die mir sagt was zu tun ist
  
1:04:10 - dann ist es nicht Intelligenz.
 
1:04:13 Aber wenn wir unsere Unordnung
in unserem täglichen Leben gesehen haben,
  
1:04:20 wie sie entsteht, sie beobachten,
sie untersuchen
  
1:04:24 ganz unbefangen, objektiv,
ohne irgendein Motiv,
  
1:04:28 aus dieser Untersuchung heraus
 
1:04:31 ist das Erwachen
dieser wunderbaren Intelligenz,
  
1:04:36 die auch Liebe ist.
Verstehen Sie?
  
1:04:44 F: Sir, das wird Zeit brauchen, denn...
 
1:04:49 K: Braucht es Zeit?
 
1:04:54 F: Es braucht keine Zeit,
denn Zeit ist das Erzeugnis von Gedanken.
  
1:05:05 K: Braucht es Zeit,
um Liebe zu kultivieren?
  
1:05:15 Kultivieren Sie Liebe?
 
1:05:19 Sagen 'Ich muss freundlich sein,
ich muss großzügig sein,
  
1:05:22 ich muss fürsorglich sein,
ich muss rücksichtsvoll sein,
  
1:05:24 ich muss geben'
- und all diese Dinge tun,
  
1:05:27 verstehen Sie, tagein tagaus,
tagein tagaus,
  
1:05:30 und am Ende davon, werden Sie diese
wundervolle Blüte namens 'Liebe' haben?
  
1:05:39 F: Aber wie kann man alles
an einem Tag erkennen?
  
1:05:45 K: Genau das ist es, Sir.
Es ist nicht an einem Tag - jetzt.
  
1:05:51 F: (unverständlich)
 
1:05:54 K: Sir, wenn Sie sagen, dass es schwierig
ist, haben sie es schon schwierig gemacht.
  
1:06:04 Es könnte die einfachste Sache
der Welt sein, Sie wissen es nicht,
  
1:06:08 aber Sie sind schon darangegangen
und sagen 'Es ist schwierig,
  
1:06:12 es ist anstrengend,
ich brauche enorm viel Energie',
  
1:06:14 aber Sie sagen nicht
'Ich weiß es wirklich nicht',
  
1:06:19 dann sind sie frei hinzusehen.
Verstehen Sie?
  
1:06:22 Aber Sie sind schon mit einer
Schlussfolgerung darangegangen.
  
1:06:27 Und die Schlussfolgerung
ist die Unfreiheit, ist die Barriere,
  
1:06:34 die Sie davon abhält
tatsächlich zu sehen, augenblicklich.
  
1:06:40 F: Ist Intelligenz frei von Gedanken,
wenn es keine Emotionen gibt?
  
1:06:49 F: Sir, anders gesagt,
ist diese höchste Intelligenz Einsicht?
  
1:07:41 F: Ist höchste Intelligenz Wahrnehmung?
 
1:07:45 K: Ist das die Frage, Sir?
 
1:07:53 Wenn Sie sie stellen möchten.
 
1:07:55 Was macht es schon, wenn Sie es verstanden
haben? Worte sind egal.
  
1:08:00 Sehen Sie,
Ihr Leute arbeitet nicht daran.
  
1:08:06 F: Könnten wir darauf zurückkommen,
was Sie über Unfreiheit gesagt haben?
  
1:08:11 K: Ja, Sir.
Sehen Sie, ich möchte weitergehen.
  
1:08:17 Sie wissen nicht,
was die Schönheit von all dem ist.
  
1:08:20 Na gut, Sir. Es liegt ganz bei Ihnen.
 
1:08:24 Lassen Sie uns nochmal anfangen.
 
1:08:27 Gedanken haben diese Unordnung
geschaffen, nicht wahr?
  
1:08:32 - mein Haus, mein Eigentum,
meine Frau, mein Land, mein Gott,
  
1:08:36 mein Glauben, mein Kummer,
meine Vergnügung - Gedanken.
  
1:08:42 Gedanken haben auch
das Zentrum geschaffen,
  
1:08:46 das all diese Aktivitäten
zusammenhält, das 'Ich'.
  
1:08:52 Gedanken haben das 'Ich' geschaffen, in
dem sich all diese Aktivitäten abspielen.
  
1:09:00 Nicht wahr?
 
1:09:03 Gedanken haben das geschaffen.
 
1:09:06 Und Gedanken haben
die Probleme geschaffen,
  
1:09:10 und Gedanken sagen,
'Ich werde diese Probleme lösen'.
  
1:09:15 Und Gedanken haben es nie getan.
Nicht wahr?
  
1:09:19 Politiker überall auf der Welt sagen,
 
1:09:23 'Wir werden all diese Probleme mit
sorgfältigem Nachdenken lösen'
  
1:09:29 Parteienpolitik, Gewerkschaftsräte,
das ganze Spiel.
  
1:09:34 Und sie werden sie nicht lösen, denn die
Probleme werden schlimmer und schlimmer.
  
1:09:40 Also, Gedanken haben all diese
Probleme geschaffen.
  
1:09:44 Gedanken sind 'ich',
Gedanken sind mein Problem.
  
1:09:47 Gedanken sind die Unordnung,
in der ich lebe. Nicht wahr?
  
1:09:54 Ich sehe also,
Gedanken können das Problem nicht lösen.
  
1:09:59 Nicht wahr? Sehen Sie das, Sir?
 
1:10:03 Gedanken können nicht mein Problem
zwischen mir und meiner Frau lösen.
  
1:10:07 Nicht wahr? Richtig, Sir?
 
1:10:11 Das Problem
zwischen mir und meiner Frau ist,
  
1:10:13 das ich denke ich bin von ihr verschieden,
ich habe ein Bild von ihr - nicht wahr? -
  
1:10:23 dieses Bild wurde durch Gedanken
über zehn Jahre zusammengesetzt,
  
1:10:27 oder zwei Tag oder 50 Jahre.
Nicht wahr?
  
1:10:31 Und sie hat ein Bild von mir.
Nicht wahr?
  
1:10:36 Ich beherrsche sie, ich schikaniere sie,
oder ich mache dies und jenes
  
1:10:39 - all das, sexuelles Vergnügen,
Feindseligkeit,
  
1:10:42 dies sind alles Bilder
zwischen ihr und mir. Nicht wahr? Richtig?
  
1:10:48 Also, diese Bilder erzeugen Unordnung.
Nicht wahr?
  
1:10:57 Ich kann also nie meine Frau, meine Freun-
din oder meinen Freund, vollständig sehen,
  
1:11:04 ganz, was er ist.
Verstehen Sie? Nicht wahr?
  
1:11:08 Also, kann es Freiheit
vom Bild-Erschaffen geben?
  
1:11:16 Verstehen Sie?
 
1:11:19 Ich sehe, ich habe ein Bild
von meiner Frau, von den Politikern,
  
1:11:25 von meinem Nachbar, von meinen Kindern,
was auch immer es ist,
  
1:11:28 ich habe ein Bild von ihnen,
oder von ihr.
  
1:11:33 Das Bild hat sich zusammengesetzt,
wenn sie zu mir sagt, 'Du bist ein Esel',
  
1:11:41 oder sie schikaniert mich, oder sie will
etwas von mir, etc. ... all das.
  
1:11:47 All diese Handlungen schaffen in mir
ein Bild über sie, nicht wahr?
  
1:11:55 Das ist einfach.
Ich will weitermachen.
  
1:12:01 Und Sie hat ein Bild von mir.
 
1:12:04 Also, unsere Beziehung besteht
zwischen diesen zwei Bildern.
  
1:12:11 Richtig?
 
1:12:13 Die was sind? Die Bilder von Gedanken.
 
1:12:19 Gedanken haben sie erschaffen.
 
1:12:21 Gedanken haben diese Bilder erschaffen
und Gedanken, die bruchstückhaft sind,
  
1:12:29 was destruktiv ist,
weil sie bruchstückhaft sind,
  
1:12:36 versuchen dieses Problem zu lösen.
 
1:12:40 Sie können es nur lösen,
wenn es kein Bild-Erschaffen gibt,
  
1:12:44 dann kann ich meine Frau betrachten und
sie kann mich betrachten, wie wir sind.
  
1:12:49 Nicht wahr? Verstehen Sie?
 
1:12:53 Also, ist es möglich
kein Bild zu erschaffen,
  
1:12:59 wenn sie mich dies oder jenes schimpft,
wenn sie an mir herumnörgelt,
  
1:13:03 wenn sie sagt, 'Tu dies',
aus Verärgerung.
  
1:13:06 Verstehen Sie, all das.
Sie kennen das alles sehr gut,
  
1:13:09 Sie sind alle verheiratete Leute,
also muss ich Ihnen das alles nicht sagen.
  
1:13:13 Vielleicht sind Sie nicht verheiratet
- Sie haben Ihre Freundin oder -
  
1:13:15 es ist egal, Sir.
Kümmern Sie sich nicht drum.
  
1:13:19 Und ich frage Sie, können Sie von dem
Bild, das Sie von ihr haben frei sein?
  
1:13:30 Denn wenn Sie eine aufrichtige
Beziehung haben wollen,
  
1:13:33 dann darf es kein Bild
zwischen Ihnen und ihr geben,
  
1:13:38 und sie über Sie, natürlich.
 
1:13:42 Also, wie nun das Bild-Erschaffen
beenden? Verstehen Sie meine Frage?
  
1:13:48 Das Bild-Erschaffen ist mechanisch.
 
1:13:52 Bitte hören Sie dem aufmerksam zu.
 
1:13:56 Es ist mechanisch, denn wenn meine Frau
etwas Hässliches zu mir sagt,
  
1:14:01 ist es registriert.
 
1:14:05 Oder wenn sie etwas sagt,
 
1:14:06 sagen wir, 'Du bist ein toller Mann',
ist es registriert.
  
1:14:11 Nicht wahr? Verstehen Sie?
 
1:14:15 Die Registrierung ist das Bild-Erschaffen.
 
1:14:21 Nicht wahr?
 
1:14:29 Wenn Sie mir etwas Schmeichelhaftes
sagen, oder Beleidigendes,
  
1:14:35 ist es im Gehirn registriert,
 
1:14:38 durch Hören
und das ganze Nervensystem,
  
1:14:41 und es ist im Gehirn registriert.
 
1:14:44 Und so erschafft das Gehirn
durch Gedanken ein Bild.
  
1:14:49 Nun, ist es möglich
 
1:14:51 - bitte, hören Sie aufmerksam zu,
wenn Sie interessiert sind -
  
1:14:54 ist es möglich, nicht zu registrieren?
 
1:15:00 Verstehen Sie meine Frage?
 
1:15:05 Wenn Ihnen jemand sagt,
dass Sie wunderschön aussehen,
  
1:15:11 oder Sie ein großartiger Mensch sind,
es nicht zu registrieren.
  
1:15:17 In dem Moment, in dem Sie
registriert haben, fängt das Bild an.
  
1:15:21 F: (unverständlich)
 
1:15:23 K: Lassen Sie es mich zu Ende führen, Sir.
 
1:15:26 Und wenn Sie Ihnen sagt,
oder wenn Sie ihr
  
1:15:29 dies oder jenes Beleidigendes sagen,
ist es registriert.
  
1:15:32 Also frage ich,
 
1:15:35 ist es möglich die Beleidigung
oder Schmeichelei nicht zu registrieren?
  
1:15:45 F: Ja, durch aufmerksames Zuhören.
 
1:15:49 K: Sie haben mich das vorhin sagen hören,
er wiederholt demnach.
  
1:15:53 Wiederholen Sie nicht, was ich gesagt
habe. Finden Sie es selbst heraus, Sir.
  
1:16:03 Ich persönlich
lese all diese Sachen nicht.
  
1:16:06 Sehen Sie, Sie können all das für ...
 
1:16:09 Die ganze Geschichte der Menschheit
ist in Ihnen. Verstehen Sie?
  
1:16:14 Sie sind das Archiv
von tausend und mehr Jahren,
  
1:16:19 eine Millionen Jahre
menschliches Bestreben. Sie sind das.
  
1:16:23 Alles ist in Ihnen,
wenn Sie es auszulesen wissen.
  
1:16:30 Also bitte, lesen Sie diese Sache aus.
 
1:16:35 Das heißt, kann dieses
Bild-Erschaffen aufhören?
  
1:16:42 Finden Sie es heraus.
 
1:16:44 Zuerst, sehen Sie, wie wichtig es ist,
dass es aufhören sollte,
  
1:16:51 sehen Sie die immense Notwendigkeit,
sowohl sozial, als auch in jeder Hinsicht,
  
1:16:58 wie wichtig es für Menschen ist,
kein Bild zu haben,
  
1:17:03 - zu sagen er ist Inder,
er ist Russe, er ist Amerikaner,
  
1:17:05 er ist ein abscheulicher dies oder jenes.
Nicht ein einziges Bild zu haben.
  
1:17:12 Folglich gibt es keine
Minderheit oder Mehrheit.
  
1:17:15 Ich frage mich, ob Sie all das sehen.
 
1:17:18 F: (unverständlich)
 
1:17:24 K: Ist das möglich?
Nicht zu registrieren.
  
1:17:30 Das ist sehr wichtig. Bitte hören Sie zu,
wenn es Ihnen nichts ausmacht.
  
1:17:33 Sie müssen registrieren,
wenn Sie technologische Dinge tun
  
1:17:37 - nicht wahr? -
 
1:17:39 wenn Sie eine Sprache lernen,
ist es enorm wichtig sie zu registrieren,
  
1:17:43 die Worte, die Verben, die unregelmäßigen
Verben und der ganze Rest,
  
1:17:48 Sie müssen sie registrieren.
 
1:17:49 Es ist sehr wichtig, wenn sie etwas lernen
 
1:17:54 - wie man Auto fährt und der ganze Rest.
 
1:17:56 Und genauso ist es sehr wichtig
etwas sehr schnell zu lernen
  
1:18:03 und es zu behalten.
 
1:18:08 Aber nicht zu registrieren,
wenn es darum geht
  
1:18:15 - in Beziehungen zwischen Menschen.
 
1:18:21 Da ist es viel wichtiger
als das andere.
  
1:18:24 Das andere ist eher einfach.
 
1:18:25 Hier wird es enorm wichtig,
 
1:18:28 denn Konflikt zwischen Menschen hört auf
 
1:18:35 - zwischen Ehefrau und Ehemann,
Mann-Frau, zwischen Nationalitäten,
  
1:18:39 zwischen Gruppen von Menschen
- verstehen Sie? -
  
1:18:41 dieser andauernde Konflikt
zwischen Menschen.
  
1:18:45 Das zu beenden, da Sie das gesamte Archiv
allen menschlichen Bestrebens sind,
  
1:18:53 wenn Sie das Bild-Erschaffen beiseite tun
können, sind Sie ein vollständiger Mensch.
  
1:18:59 Verstehen Sie?
 
1:19:01 Also, ist es Ihnen möglich,
das Bild-Erschaffen zu beenden?
  
1:19:09 F: Ich registriere oft etwas,
das ich nicht registrieren will.
  
1:19:19 Sehr oft will ich etwas
nicht registrieren.
  
1:19:21 K: Dann registrieren Sie es nicht.
 
1:19:23 F: Aber es geschieht so schnell,
ich kann es nicht aufhalten.
  
1:19:31 K: Einen Augenblick.
Sehen Sie, was vor sich geht.
  
1:19:33 Registrierung ist ein mechanischer Prozess
- nicht wahr? -
  
1:19:41 denn unser Geist wurde...
 
1:19:42 unsere Gehirne, zumindest ein Teil
von ihnen, wurden mechanisch.
  
1:19:49 Wir führen ein mechanisches Leben, oder?
 
1:19:54 Wiederholen die gleiche sexuelle
Vergnügung oder die gleiche alte Tradition
  
1:20:00 - wenn Sie katholisch sind, gehen Sie
in die Kirche - verstehen Sie? -
  
1:20:03 die gleiche Sache
- wiederholen, wiederholen, wiederholen.
  
1:20:06 Das heißt, wir haben unser Leben
zu einem mechanischen Prozess gemacht,
  
1:20:11 denn darin liegt große Sicherheit.
Nicht wahr?
  
1:20:16 Sehen Sie das? Mechanisch sein
bietet eine große Gewissheit.
  
1:20:23 Also, wir fragen,
kann dieser mechanische Prozess
  
1:20:30 - in bestimmten Bereichen
ist er völlig wichtig -
  
1:20:34 aber in menschlichen Beziehungen
ist er ganz und gar gefährlich,
  
1:20:39 ganz und gar gefährlich,
absolut gefährlich,
  
1:20:42 nicht relativ, absolut gefährlich.
 
1:20:47 Also, können Sie die Gefahr beenden?
Sehen Sie die Gefahr?
  
1:20:56 Wenn Sie die Gefahr sehen, ist es vorbei.
 
1:21:02 Wenn Sie die Gefahr eines Abgrunds sehen,
gehen Sie nicht nah heran.
  
1:21:09 Wenn Sie die Gefahr eines wilden Tieres
sehen, gehen Sie ihm aus dem Weg.
  
1:21:14 Aber wir sehen die Gefahr nicht.
 
1:21:21 Wir sehen nicht die Gefahr durch Nation-
alitäten, weil sie Krieg verursachen.
  
1:21:30 Der Verkauf von Rüstungsgütern - sehen
Sie was hier vor sich geht, herrgott,
  
1:21:34 für Ihre Welt, was wir aus ihr machen.
 
1:21:38 F: Ich denke wir sehen die Gefahr,
aber wir sind von ihr losgelöst.
  
1:21:46 Sie sagen, wir können das Bewusstsein
der ganzen Welt beeinflussen,
  
1:21:48 das ist, was Sie sagen...
 
1:21:50 K: Nicht, was ich sage, Sir.
 
1:21:52 F: Das ist, was sie
gelegentlich gesagt haben,
  
1:21:54 'Sie sind das Bewusstsein der Welt'.
 
1:21:55 K: Das habe ich gesagt,
aber sehen Sie das nicht?
  
1:21:59 F: Doch, aber schauen Sie,
wir sind nur ein sehr kleiner Teil,
  
1:22:03 wir sind ein sehr begrenzter Teil.
 
1:22:05 K: Nein, Sir, schauen Sie.
 
1:22:10 Oh, ich möchte nicht auf all das eingehen,
es ist ziemlich simpel, oder nicht?
  
1:22:14 Sie sind Engländer, denn seit Ihrer
Kindheit wurden Sie konditioniert
  
1:22:20 zu denken, dass Sie ein Engländer sind,
 
1:22:22 Sie sind katholisch, denn seit Ihrer
Kindheit wurden Sie erzogen
  
1:22:26 zu denken, dass Sie Katholik sind,
mit all den Glauben,
  
1:22:29 all den Aberglauben,
dem Unsinn der vor sich geht.
  
1:22:32 Und Sie sind Hindu
- das Gleiche, konditioniert.
  
1:22:37 Jeder Mensch überall auf der Welt
ist konditioniert.
  
1:22:39 Das ist der gemeinsame Faktor,
deshalb sind Sie die Welt.
  
1:22:48 Also, ist es möglich
nicht zu registrieren?
  
1:22:56 Das heißt einen vollkommen
unschuldigen Geist zu haben.
  
1:23:01 Verstehen Sie?
 
1:23:05 Der nie jemals verletzt sein kann,
noch je geschmeichelt.
  
1:23:11 Also, ist es möglich?
 
1:23:14 Um das herauszufinden, um zu sehen, was es
in menschlichen Beziehungen anrichtet,
  
1:23:21 wenn Sie ein Bild von jemandem haben.
 
1:23:25 Sie haben ein Bild von mir, nicht wahr?
 
1:23:37 Das ist es daher, was Sie daran hindert,
den armen Kerl zu verstehen?
  
1:23:47 Also, wir sagen, ist es möglich? Ich sage,
'Ja'. Nicht aufgrund einer Vorstellung.
  
1:23:55 In meinem Leben, als Redner, ist es so.
 
1:23:58 Ich würde nicht über Dinge sprechen,
wenn Sie nicht Wirklichkeit sind,
  
1:24:03 Ich wäre kein Scheinheiliger.
Ich verabscheue all diese Art Dinge.
  
1:24:09 Also, ich sage, 'Es ist möglich.
Es ist so, es kann getan werden'.
  
1:24:14 Dann werden Sie mir sagen,
'Bitte sagen Sie mir, wie es geht.'
  
1:24:17 Warten Sie, hören Sie gut zu.
'Bitte sagen Sie mir, wie es geht.'
  
1:24:21 In dem Moment, wo Sie sagen 'wie',
wollen Sie ein System.
  
1:24:26 Genau dieses System bedeutet
mechanischer Prozess. Nicht wahr?
  
1:24:31 Also, Sie fragen jemanden,
der mechanische Prozesse ablehnt,
  
1:24:37 fragen ihn, 'Sage mir einen
mechanischen Prozess'. Verstehen Sie?
  
1:24:41 Also verlieren wir unsere Kommunikation.
 
1:24:47 Also sage ich, bitte fragen Sie nicht wie.
 
1:24:52 Sehen Sie all die Konsequenzen
des Wortes 'wie'
  
1:24:55 - mechanisch, Methode, System,
Übung, die Sie machen,
  
1:25:02 die Sie tun,
wenn Sie über Meditation sprechen,
  
1:25:07 was alles Unsinn ist,
wir werden darauf eingehen.
  
1:25:10 Also, fragen Sie nie 'wie',
sondern sehen Sie hin.
  
1:25:14 Verstehen Sie?
Sehen Sie sich Ihr Bild an,
  
1:25:21 werden Sie sich dessen bewusst,
gewahr, betrachten Sie was es macht.
  
1:25:34 Wenn Sie sehen, was es macht,
betrachten Sie es von außen,
  
1:25:38 oder sagen Sie 'Das bin ich, ich bin das.
Ich bin das Bild.
  
1:25:45 Das Bild ist nicht von mir verschieden'.
Nicht wahr?
  
1:25:48 Sehen Sie das?
 
1:25:55 Also, der Beobachter ist das Beobachtete?
 
1:25:59 Und was passiert dann?
 
1:26:04 Dann gibt es keine Bewegung,
weitere Bilder zu erschaffen.
  
1:26:10 Sehen Sie das?
 
1:26:13 Wenn Sie das sehen,
ist die Sache vorbei.
  
1:26:34 Also, wenn wir verwirrt sind, das Licht
heraus aus der Verwirrung zu suchen,
  
1:26:40 verstärkt die Verwirrung. Nicht wahr?
Ich frage mich, ob Sie das sehen.
  
1:26:47 Ich bin verwirrt, was auch immer ich
aus dieser Verwirrung heraus tue,
  
1:26:51 wird weiterhin verwirrt sein.
 
1:26:56 Was auch immer meine Entscheidung ist,
wird weiterhin verwirrt sein.
  
1:27:01 Also, zunächst, ist es möglich
diese Verwirrung in mir selbst aufzulösen?
  
1:27:08 Es ist möglich wenn es
- ich nehme diese beiden Beispiele:
  
1:27:13 Anhaftung und Bild-Erschaffung.
 
1:27:17 Wenn man von diesen beiden frei ist,
besteht Klarheit,
  
1:27:21 absolute, vollständige Klarheit.
 
1:27:26 Darum besteht keine Entscheidung.
 
1:27:32 Also, aus dem Verständnis was
Unordnung ist, entsteht Ordnung.
  
1:27:40 Aber Ordnung zu suchen,
wenn ich verwirrt bin,
  
1:27:44 wie es die Politiker
und all die Leute tun,
  
1:27:47 wird zu weiterer Verwirrung führen.
 
1:27:52 Nicht wahr?
 
1:27:56 Ich denke es ist genug
für heute Morgen, oder?