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Was ist Schöpfung, ihr Ursprung, ihr Beginn?

Madras (Chennai) - 4 January 1986

Public Talk 3



1:26 Macht es Ihnen etwas aus,
wenn wir 5 Minuten früher anfangen?
  
1:57 Ich nehme an,
dass wir reden müssen.
  
2:04 Bitte nehmen Sie Anteil an dem,
was er sagen wird.
  
2:12 Werden Sie das tun?
 
2:16 Folgen Sie bitte dem,
was er zu sagen hat.
  
2:24 Folgen Sie nicht nur,
sondern nehmen Sie gemeinsam Anteil.
  
2:34 Teilnehmen heißt, nicht nur
 
2:39 darüber nachzudenken
oder beiläufig zuzuhören,
  
2:43 sondern gemeinsam das zu untersuchen,
 
2:51 worüber der Sprecher gleich reden wird.
 
2:54 Einige Punkte müssen
unbedingt klargestellt werden:
  
2:58 Dies ist kein Personenkult.
 
3:04 Richtig?
 
3:08 Der Sprecher verabscheut all das,
 
3:15 jemanden anzubeten,
 
3:20 denn alles, was er sagt,
ist widersprüchlich,
  
3:26 wenn Sie eine Person anbeten,
 
3:32 oder aus etwas
eine Gottheit machen ...
  
3:38 All der Unsinn,
der in der Welt geschieht.
  
3:44 Was wichtig ist, ist dem zuzuhören,
was er zu sagen hat,
  
3:50 teilen Sie es, hören Sie nicht nur zu,
 
3:54 sondern wirken Sie an dem,
was er sagt, tatsächlich mit.
  
4:02 Sie können zustimmen oder ablehnen,
 
4:05 das ist Ihr vollkommenes Recht,
 
4:09 aber da Sie und der Sprecher hier sind,
 
4:14 erörtern wir es gemeinsam.
 
4:19 Wir haben über ...
 
4:24 Ich habe es vergessen.
 
4:27 Wir haben über das Leben gesprochen,
 
4:31 die außerordentliche Vielschichtigkeit
des Lebens,
  
4:36 den Beginn des Lebens.
 
4:41 Wir werden gemeinsam untersuchen,
 
4:45 was das Leben ist.
 
4:49 Was ist der Ursprung all dessen?
 
4:55 Die Erde, die wundervolle Erde,
 
4:59 der wunderschöne Abend
und die Sonne am frühen Morgen,
  
5:06 die Flüsse, die Täler, die Berge,
 
5:12 und die Herrlichkeit des Landes,
 
5:14 das aufgeteilt und verdorben wird.
 
5:20 Also, was ist der Ursprung all dessen?
 
5:27 Wenn Sie sagen: "Gott",
ist es beendet,
  
5:31 dann können Sie ganz unbekümmert sein,
 
5:35 denn Sie haben das Problem gelöst.
 
5:39 Doch wenn Sie anfangen zu hinterfragen,
anzuzweifen,
  
5:45 was nötig ist:
Alle Götter, alle Gurus
  
5:53 - ich gehöre nicht zu dieser Sippschaft -
 
5:58 wenn Sie anfangen, alles zu hinterfragen,
was der Mensch geschaffen hat,
  
6:06 im Laufe einer langen Evolution
von zwei Millionen Jahren,
  
6:12 angefangen bei den Sumerern, usw,
 
6:16 den Hebräern,
den alten Ägyptern,
  
6:24 die ganze Geschichte hindurch
 
6:33 wurde immer diese Frage gestellt:
 
6:36 Was ist der Beginn?
Was ist der Ursprung?
  
6:41 Wie ist das alles entstanden?
 
6:44 Ich hoffe, Sie fragen sich das.
 
6:47 Hören Sie mir nicht nur zu,
dem Sprecher, mit großen Augen,
  
6:54 oder mit Argwohn,
oder wie auch immer,
  
7:01 sondern beteiigen Sie sich,
nehmen Sie es auseinander.
  
7:08 Akzeptieren Sie bitte nichts was er sagt.
 
7:16 Er ist Gott sei Dank nicht Ihr Guru.
 
7:21 Er ist nicht Ihr Führer.
 
7:25 Er hilft Ihnen nicht.
 
7:31 Richtig?
 
7:33 Das ist also der Ausgangspunkt,
der Beginn dieser Rede.
  
7:40 Dies sind sehr ernste Dinge,
auf die wir hier eingehen,
  
7:45 und wenn Ihr Gehirn nicht aktiv ist,
 
7:49 Sie einfach nur dasitzen
und vor sich hinstarren,
  
7:53 wenn es nicht wirklich aktiv ist,
 
7:56 besteht die Befürchtung,
dass Sie nicht folgen können.
  
8:01 Das würde dem Sprecher nichts nützen,
 
8:05 und Ihnen auch nicht, dazusitzen
und einer Menge von Worten zuzuhören.
  
8:11 Aber wenn wir gemeinsam
eine lange Reise unternehmen könnten,
  
8:19 eine sehr lange Reise,
nicht in Form der Zeit,
  
8:26 nicht im Raum von Glaubensvorstellungen
oder Schlussfolgerungen oder Theorien.
  
8:34 Doch da wir sehr eingehend
untersucht haben,
  
8:41 auf welche Weise wir Leben:
Angst, Ungewissheit, Unsicherheit,
  
8:51 und alles, was der Mensch
erfunden hat,
  
8:56 die außergewöhnlichen Computer
eingeschlossen, usw.
  
9:05 Wenn Sie eine lange Reise
in all das unternehmen,
  
9:11 wo stehen wir am Ende
von zwei Millionen Jahren?
  
9:20 Wohin gehen wir?
 
9:25 Nicht irgend eine Theorie,
 
9:28 nicht was in irgend einem erbärmlichen
Buch steht, sei es noch so heilig.
  
9:35 Wohin gehen wir alle?
 
9:38 Und wo haben wir begonnen?
 
9:45 Beides ist miteinander verknüpft:
 
9:50 Wo wir hingehen,
und wo wir anfingen.
  
9:58 Das Beginnen könnte das Enden sein.
 
10:03 Verstehen Sie?
 
10:06 Ich weiß nicht, ob Sie verstehen,
wovon ich spreche.
  
10:11 Stimmen Sie nicht zu.
Finden Sie es heraus.
  
10:16 Vielleicht gibt es kein Beginnen
und kein Enden.
  
10:21 Und wir werden das gemeinsam untersuchen.
 
10:26 Ist das in Ordnung?
Stimmen Sie all dem zu?
  
10:33 Es macht nichts, ob Sie zustimmen
oder nicht, denn ich gehe.
  
10:41 Vom Anbeginn der Zeit
 
10:44 hat der Mensch immer
im Sinne einer Religion gedacht.
  
10:53 Richtig?
 
10:55 Die alten Ägypter hatten ihre Isis,
Osiris und all die Götter,
  
11:03 die alten Hebräer auch,
 
11:07 und so weiter,
bis auf den heutigen Tag.
  
11:12 Was ist Religion?
 
11:15 Verstehen Sie meine Frage?
 
11:17 Was ist Religion?
 
11:20 Warum sind wir so geneigt,
zu sagen:
  
11:24 "Ich glaube an nichts".
 
11:27 Dabei haben die Menschen immer etwas
jenseits dieser Welt gesucht.
  
11:36 Sie haben die Sterne, die Sonne,
den Mond angebetet,
  
11:40 und ihre eigenen Kreationen.
Es war eine gewaltige Anstrengung,
  
11:46 Mühe und Energie,
die in alte Tempel investiert wurde,
  
11:54 in die Moscheen,
 
11:58 und selbstverständlich in die Kirchen.
 
12:03 Ungeheuer viel Energie
ist dafür verbraucht worden.
  
12:06 Manche sind von
außergewöhnlicher Schönheit,
  
12:11 andere sind scheußlich,
hier in der Nähe gibt es einige.
  
12:23 Und wir fragen:
Wie ist der menschliche Geist beschaffen,
  
12:30 der etwas jenseits
der Welt gesucht hat.
  
12:36 Jenseits des derzeitigen Leids,
der Mühe, der Arbeit,
  
12:42 in die zu Fabrik gehen,
ins Büro,
  
12:47 die Erfolgsleiter zu erklimmen,
Geld zu machen,
  
12:51 versuchen, andere Leute zu beeindrucken,
versuchen, Befehle zu erteilen,
  
12:56 von oben nach unten.
Richtig?
  
12:59 Stimmen Sie dem zu?
 
13:01 Es ist eine Tatsache,
ob es Ihnen gefällt oder nicht.
  
13:04 Sie alle streben irgendwie nach Macht.
 
13:09 Sie möchten mitten im Geschehen sein,
 
13:12 in Delhi, hier, oder anderswo.
 
13:15 Sie möchten dort sein.
 
13:21 Aber wir fragen:
Was ist Religion?
  
13:26 Was hat den Menschen veranlasst,
riesige Schätze
  
13:34 einem Tempel zu vermachen, usw.
 
13:40 Was hat ihn zu all dem veranlasst?
 
13:44 Sprechen wir miteinander?
 
13:46 Ja?
 
13:50 Ja?
 
13:52 Kann mir das jemand sagen?
 
13:56 Bei Ihnen muss man sehr bohren,
nicht wahr?
  
14:03 Was hat ihn zu all dem veranlasst?
 
14:07 Welche Energie ist
in all das hineingeflossen?
  
14:16 War es die Angst?
 
14:21 War es das Streben nach einer Belohnung
vom Himmel oder von der Hölle,
  
14:29 wie immer Sie das nennen möchten?
Das Streben nach einer Belohnung.
  
14:35 War das der Ursprung?
 
14:40 Denn der Mensch, so wie Sie,
 
14:43 Sie möchten eine Belohnung,
Sie möchten eine Gegenleistung.
  
14:48 Sie beten drei- oder fünfmal am Tag,
 
14:54 und hoffen, dass Ihnen irgendein
Wesen etwas dafür geben wird,
  
15:01 angefangen bei einem Kühlschrank bis zu
einem Auto oder einer besseren Ehefrau
  
15:09 oder einem besseren Ehemann,
 
15:14 oder Sie warten auf eine Gnade,
 
15:19 auf etwas, worauf Sie hoffen,
an das Sie sich klammern können. Richtig?
  
15:25 Das ist allen
organisierten Religionen gemein.
  
15:31 Sie kennen den Tempel Tirupati
hier in der Nähe.
  
15:39 Ich bin sicher, dass Sie ihn besuchen,
es spielt keine Rolle.
  
15:44 Ich glaube, sie verdienen alle drei Tage
eine Million Dollar.
  
15:50 Richtig?
 
15:52 Richtig?
Nicht wahr?
  
15:57 Also gehören Gott und Geld
immer zusammen.
  
16:04 So wurde die katholische Kirche gegründet,
 
16:08 es gibt dort ungeheure Schätze,
 
16:11 außergewöhnlich wertvolle Juwelen
und dergleichen.
  
16:17 Hier gibt es das auch,
 
16:20 in den verschiedenen Tempeln,
 
16:23 mit all den Pujas und Anbetungen
und Belanglosigkeiten.
  
16:30 All dieser fürchterliche Unsinn.
 
16:34 Also versuchen wir, herauszufinden,
 
16:37 ganz tief zu erforschen, was Religion ist,
 
16:41 abgesehen von all dem Geldverdienen.
 
16:46 Nicht wahr?
 
16:50 Folgen Sie all dem,
wenigstens für eine Stunde?
  
16:57 Nachher können Sie
zu Ihren Tempeln zurückgehen,
  
17:01 zu Ihren Gebeten, Ihren ...
 
17:06 im Sanskrit gibt es einen Ausdruck dafür,
ich habe ihn vergessen,
  
17:10 macht nichts.
 
17:13 Also fragen wir,
was das ist, das namenlos ist,
  
17:22 die höchste Intelligenz,
 
17:28 die in keiner Beziehung
zu all Ihren Gebeten steht,
  
17:33 zu all unseren Tempeln, Moscheen, Kirchen,
 
17:37 die natürlich alle
von Menschenhand geschaffen sind.
  
17:42 Alle Götter, alle Tempel, Moscheen, usw.,
 
17:46 sogar das ist von Menschenhand geschaffen.
 
17:50 Nicht wahr?
 
17:54 Wir haben die Kirchen gebaut
- nicht Sie,
  
17:57 Sie sind in Ihren Büros, oder anderswo,
 
18:01 doch die Erbauer
der alten Monumente,
  
18:06 der alten Tempel,
all die Rituale,
  
18:11 all die seltsame Kleidung,
die sie tragen,
  
18:15 mittelalterliche Kleidung,
um die Menschen zu beeindrucken.
  
18:23 Doch wenn Sie all das beiseite schieben,
 
18:27 jeder intelligente Mensch
muss das alles beiseite schieben,
  
18:35 die Gebete, die Gottesdienste,
 
18:39 die Puja, die Girlanden
für irgendein Idol, nicht wahr?
  
18:47 Und der Priester, der irgendwelche
Worte auf Sanskrit murmelt,
  
18:51 die er vieleicht selbst nicht versteht,
 
18:55 aus seiner Tradition heraus,
 
18:58 und der damit
viel Geld verdient, usw.
  
19:03 Wenn Sie all das beiseite lassen könnten.
 
19:09 Sie müssen nicht zynisch werden,
 
19:13 auch nicht misstrauisch,
 
19:17 doch Ihr Gehirn sollte
das wirklich hinterfragen.
  
19:25 Ein Gehirn, das hinterfragt.
 
19:35 Haben Sie ein solches Gehirn?
 
19:43 Ein Gehirn, das hinterfragt,
das aktiv ist,
  
19:50 ein Gehirn, das allem
auf den Grund geht,
  
19:54 nicht nur äußerlich,
was die Wissenschaftler tun,
  
19:58 auf ihre Weise, in der Welt,
der äußeren Welt.
  
20:04 Aber haben Sie ein Gehirn,
das hinterfragt,
  
20:12 den eigenen Gedanken,
dem eigenen Bewusstsein,
  
20:18 den Schmerzen, dem Leid,
und allem anderen auf den Grund geht?
  
20:25 Haben wir ein solches Gehirn?
 
20:29 Hierbei müssen wir das Gehirn
vom Geist unterscheiden.
  
20:35 In Ordnung?
 
20:39 Das Gehirn ist der Mittelpunkt
all unsere Nerven.
  
20:46 Unser gesamtes Wissen,
all unsere Theorien,
  
20:53 Meinungen, Vorurteile,
 
20:57 das Wissen der Schulen und Universitäten,
all dieses Wissen
  
21:01 befindet sich im Kopf.
 
21:05 Es ist dort.
 
21:10 Alle Gedanken,
alle Ängste, usw.
  
21:17 Unterscheidet sich das Gehirn
vom Geist?
  
21:25 Sehen Sie mich nicht an,
ich stelle Ihnen eine Frage.
  
21:33 Hören Sie der Frage des Sprechers
aufmerksam zu:
  
21:40 Gibt es einen Unterschied
zwischen Ihrem Gehirn - Ihr Gehirn,
  
21:47 das sich im Kopf befindet,
 
21:51 mit all dem Wissen,
das Sie angesammelt haben,
  
21:55 nicht nur Sie, sondern auch
Ihre Vorfahren,
  
22:00 über zweihundert Millionen Jahre.
 
22:01 Alles ist dort enthalten.
 
22:06 Dieses Gehirn wird
immer begrenzt sein.
  
22:13 Nicht wahr?
 
22:15 Stimmen Sie nicht zu,
es ist viel zu schwerwiegend.
  
22:23 Und unterscheidet sich
der Geist von all dem,
  
22:30 von meinem Bewusstsein,
von meinem täglichen Tun,
  
22:35 von meinen Ängsten, Befürchtungen,
Ungewissheiten, meinem Leid, Schmerz,
  
22:40 und all den Theorien,
die der Mensch angesammelt hat,
  
22:44 von allem,
es ist dort.
  
22:48 Nicht wahr?
 
22:50 Und der Geist
 
22:53 hat keine Beziehung
zum Gehirn,
  
23:00 doch er kann mit dem Gehirn
in Verbindung treten;
  
23:03 Das Gehirn jedoch hat keinen
Zugang zum Geist.
  
23:08 Mache ich Ihnen etwas klar?
 
23:14 Verstehen Sie meine Frage?
 
23:17 Bitte stimmen Sie nicht zu.
 
23:19 Das ist das Letzte, was Sie tun können,
mir zuzustimmen.
  
23:25 Der Sprecher sagt,
dass das Gehirn der Bewahrer
  
23:34 unseres gesamten Bewusstseins,
unserer Gedanken,
  
23:39 unserer Ängste, usw. ist.
 
23:43 Alle Götter,
alle Theorien über Götter
  
23:47 und alle Ungläubigen,
alles ist dort enthalten.
  
23:53 Niemand kann das bestreiten,
es sei denn, Sie sind etwas sonderlich.
  
23:59 Kennen Sie das Wort sonderlich?
 
24:02 Ein klein wenig ...
 
24:08 Es ist alles da drin.
 
24:11 Ab er dieses Gehirn,
das durch Wissen, durch Erfahrung,
  
24:16 Tradition, usw. konditioniert ist,
 
24:20 es kann keine Verbindung
zu dem Geist herstellen,
  
24:24 der sich vollkommen außerhalb
der Aktivität des Gehirns befindet.
  
24:32 Ich weiß nicht,
ob Sie das akzeptieren.
  
24:34 Denken Sie einfach darüber nach.
 
24:39 Dieser Geist jedoch kann
mit dem Gehirn kommunizieren,
  
24:45 eine Kommunikation vom Gehirn
zum Geist ist aber unmöglich.
  
24:52 Weil das Gehirn sich
unendliche Dinge vorstellen kann,
  
24:57 kann sich das Gehirn das Namenlose
vorstellen; Das Gehirn kann alles.
  
25:05 Verstehen Sie?
 
25:08 Das ist zu unermesslich,
denn es gehört Ihnen nicht,
  
25:17 es ist nicht Ihr Geist, Ihr... etc.
 
25:24 Wir werden also gemeinsam untersuchen,
 
25:28 gemeinsam, bitte vergessen Sie nicht,
immer gemeinsam.
  
25:38 Wir werden nicht nur
das Wesen der Religion,
  
25:44 sondern auch den Computer
untersuchen.
  
25:53 Wissen Sie, was der Computer ist?
 
25:56 Nicht?
Ja.
  
26:01 Er ist eine Maschine.
 
26:04 Er kann sich selbst programmieren.
 
26:08 Es kann einen
eigenen Computer erschaffen.
  
26:14 Der Vater-Computer hat
seinen Computer-Sohn,
  
26:18 der besser ist als der Vater.
 
26:21 Verstehen Sie das alles?
 
26:23 Sie müssen es nicht akzeptieren.
 
26:25 Es ist allgemein bekannt,
 
26:28 es ist kein Geheimnis,
beobachten Sie es genau.
  
26:34 Dieser Computer kann fast alles,
was der Mensch kann.
  
26:43 Er kann all Ihre Götter erfinden,
 
26:48 all Ihre Theorien,
Ihre Rituale,
  
26:54 sogar besser
als Sie es jemals können werden.
  
26:59 Der Computer hält also
Einzug in der Welt,
  
27:05 nicht nur in den Fabriken,
 
27:08 sondern er wird auch Ihre Gehirne
irgendwie verändern.
  
27:16 Das heißt...
Sie haben von der Gentechnik gehört?
  
27:27 Mein Gott, hören Sie nichts
von diesen Dingen?
  
27:37 Sie versuchen,
ob es Ihnen gefällt oder nicht,
  
27:42 Ihr gesamtes Verhalten zu verändern.
 
27:46 Das ist Gentechnik.
 
27:49 Sie versuchen,
Ihre Gedankengänge zu verändern.
  
27:54 Verstehen Sie, was ich meine?
Bitte, starren Sie mich nicht an.
  
28:00 Er lacht.
 
28:02 Würden Sie sich bitte
woanders hinsetzen?
  
28:09 Setzen Sie sich bitte woanders hin?
 
28:12 Sie starren mich die ganze Zeit an.
 
28:15 - Dahin bitte.
- Es sind nur meine Augen.
  
28:18 Ich weiß, ich weiß,
das reicht schon.
  
28:20 Würden Sie sich bitte dahin setzen.
 
28:24 Gut.
 
28:26 Danke.
 
28:33 Also, die Gentechnik
und der Computer.
  
28:44 Wenn sich beide vereinen,
 
28:48 was in einigen Jahren geschieht,
was sind Sie dann?
  
28:55 Verstehen Sie meine Frage?
 
28:57 Was sind Sie dann als Mensch?
 
29:01 Ihre Gehirne werden verändert.
 
29:04 Ihr Verhalten wird sich verändern.
 
29:08 Richtig?
 
29:09 Vielleicht werden sie die Angst
vollkommen beseitigen,
  
29:17 den Schmerz beseitigen
und all Ihre Götter.
  
29:25 Sie werden das tun,
machen Sie sich nichts vor.
  
29:30 Denn alles endet
entweder im Krieg oder im Tod.
  
29:36 Richtig?
 
29:39 Das geschieht gerade in der Welt.
 
29:44 Die Gentechnik auf der einen Seite,
 
29:47 der Computer auf der anderen,
und wenn sich beide vereinen,
  
29:52 was unvermeidlich ist,
 
29:59 was für ein menschliches Maschinenwesen
sind Sie dann?
  
30:05 In Wirklichkeit ist Ihr Gehirn
jetzt schon eine Maschine.
  
30:11 Sie sind in Indien geboren und sagen
"Ich bin Inder".
  
30:16 Sie sind darin gefangen.
 
30:19 Ebenso wenn Sie
in Russland geboren sind, usw.
  
30:23 Sie sind eine Maschine -
seien Sie bitte nicht beleidigt -
  
30:27 Sie sind eine Maschine,
 
30:32 die ständig wiederholt oder widerspricht,
 
30:36 eine Maschine, wie ein Computer.
 
30:43 Sie dürfen nicht glauben,
dass etwas Göttliches in Ihnen ist.
  
30:47 - Das wäre wunderbar -
 
30:51 etwas Heiliges,
das unvergänglich ist.
  
30:55 Der Computer wird Ihnen
das auch sagen.
  
31:03 Was wird also aus den Menschen?
 
31:07 Was wird aus Ihnen?
 
31:16 Und wir müssen auch untersuchen
 
31:21 - dies ist ein sehr ernstes Thema,
hören Sie zu, ohne dafür
  
31:26 oder dagegen zu sein.
 
31:28 Sie können vermutlich nicht mitmachen
- was ist Schöpfung?
  
31:34 Verstehen Sie meine Frage?
 
31:36 Verstehen Sie wenigstens meine Frage?
Schöpfung.
  
31:41 Nicht das Erzeugen eines Säuglings,
das ist sehr einfach,
  
31:47 oder das Erschaffen von
irgend etwas anderem.
  
31:53 Eine Erfindung ist etwas
völlig anderes Schöpfung.
  
32:01 Eine Erfindung beruht auf Wissen.
 
32:06 Richtig?
 
32:08 Die Ingenieure können
das Düsenflugzeug verbessern.
  
32:17 Die Verbesserung beruht auf Wissen,
 
32:22 und auch die Erfindung
beruht auf Wissen.
  
32:27 Wir müssen also zwischen Erfindung
und Schöpfung unterscheiden.
  
32:31 Werden Sie das tun?
Bitte stimmen Sie nicht zu.
  
32:39 Dies erfordert Ihre gesamte Energie,
 
32:44 Ihre Fähigkeit, einzudringen,
nicht nur ja, ja zu sagen.
  
32:54 Der Unterschied zwischen
Schöpfung und Erfindung.
  
33:03 Verstehen Sie den Unterschied?
 
33:06 Eine Erfindung beruht hauptsächlich
auf Wissen. Richtig?
  
33:12 Ich verbessere die Uhr,
und habe ein neues Spielzeug.
  
33:16 Anstatt der alten Spielzeuge
 
33:19 habe ich eine neue Idee,
und ich erfinde etwas anderes.
  
33:23 Also beruht jede Erfindung
auf Wissen,
  
33:28 auf Erfahrung.
 
33:32 Erfindungen sind zwangsläufig begrenzt,
 
33:38 da sie auf Wissen beruhen.
 
33:41 Mein Gott, wachen Sie doch bitte auf.
 
33:48 Da das Wissen immer begrenzt ist,
 
33:52 müssen Erfindungen immer begrenzt sein.
 
33:57 In der Zukunft gibt es vielleicht kein
Düsenflugzeug, dafür etwas anderes,
  
34:03 das von Delhi bis Los Angeles
zwei Stunden braucht.
  
34:11 Das ist eine Erfindung, die auf
bisheriger Erfahrung beruht,
  
34:16 die schrittweise verbessert wurde,
 
34:20 doch das ist keine Schöpfung.
 
34:29 Ich habe es ziemlich satt, in all diese
 
34:32 nichtssagenden Gesichter zu blicken.
 
34:39 Also was ist Schöpfung?
 
34:43 Was ist also Leben?
Verstehen Sie?
  
34:48 Das Leben im Baum,
das Leben im kleinen Grashalm,
  
34:55 Das Leben im Wissenschaftler,
Das Leben, d.h. nicht deren Erfindungen,
  
35:02 sondern der Beginn des Lebens.
 
35:08 Ich weiß nicht, ob Sie verstehen.
 
35:10 Das Leben, das, was lebt.
 
35:14 Sie töten es vielleicht,
aber im Anderen ist es immer noch da.
  
35:20 Also fragen wir,
ohne dass Sie zustimmen oder ablehnen,
  
35:25 nicken Sie nicht mit dem Kopf,
sondern verstehen Sie,
  
35:31 dass wir den Ursprung
des Lebens erforschen.
  
35:37 Ist das in Ordnung?
 
35:42 Folgen Sie mir?
 
35:46 Verzeihen Sie, ich höre auf.
 
35:52 Wir werden also
das Absolute erforschen,
  
35:56 etwas, das wirklich wundervoll ist.
 
36:00 Keine Belohnung.
 
36:03 Sie können es nicht mitnehmen,
um es zu benutzen.
  
36:12 Was verstehen Sie unter Meditation?
 
36:20 Sagen Sie es mir bitte.
Was verstehen Sie unter Meditation?
  
36:27 Einige von Ihnen meditieren,
nicht wahr?
  
36:31 Nein?
 
36:33 Mein Gott, was?
 
36:37 Einige von Ihnen meditieren, nicht wahr?
 
36:40 Was ist Meditation?
 
36:43 Das Wort bedeutet im allgemeinen
laut Wörterbuch
  
36:49 etwas 'zu erwägen',
über etwas 'nachzudenken'
  
36:55 und 'sich zu konzentrieren', zu lernen,
sich auf etwas zu konzentrieren,
  
37:01 dem Gehirn
nicht zu gestatten, dass es abschweift.
  
37:05 Richtig?
 
37:07 Richtig?
 
37:09 Nennen Sie das Meditation?
 
37:13 Seien Sie offen und ehrlich.
 
37:19 Das ist was?
 
37:21 Jeden Tag für eine gewisse Zeit
 
37:25 still ein Zimmer aufzusuchen und
für 10 Minuten
  
37:29 oder eine Viertelstunde
zu meditieren. Richtig?
  
37:34 Richtig?
 
37:37 Stimmen Sie dem zu?
Nein?
  
37:41 Was bedeutet dann für Sie Meditation?
 
37:45 Konzentration?
 
37:49 Über etwas Bedeutungsvolles nachzudenken?
 
37:54 Sie können diese Fragen
nicht beantworten.
  
37:58 Deshalb werden wir erst untersuchen,
was Meditation ist.
  
38:06 Jede bewusste Anstrengung
zu meditieren
  
38:12 ist Teil Ihrer Selbstdisziplin im Büro.
 
38:19 Denn Sie meinen, dass das Meditieren
Ihren Geist beruhigt
  
38:24 oder in einen anderen Zustand
bringt,
  
38:28 und so weiter und so weiter.
 
38:31 Das Wort 'Meditation' beinhaltet
auch messen,
  
38:40 'messen', das auch 'vergleichen' bedeutet.
 
38:47 Mein Gott.
 
38:50 Dadurch wird Ihre Meditation mechanisch,
 
38:58 denn Sie benötigen Energie,
 
39:02 um sich auf ein Bild oder
eine Vorstellung zu konzentrieren,
  
39:08 und diese Konzentration
spaltet das Innere auf.
  
39:12 Richtig?
 
39:13 Verstehen Sie, was ich meine?
 
39:15 Konzentration ist immer eine Aufspaltung.
 
39:21 Nein?
 
39:24 Ich konzentriere mich,
doch die Gedanken schweifen ab,
  
39:28 und ich versuche das abzustellen.
 
39:32 Sie wiederholen das den ganzen Tag,
oder eine halbe Stunde.
  
39:37 Und dann hören Sie auf und sagen:
"Ich habe meditiert".
  
39:44 Diese Meditation empfehlen alle Gurus,
 
39:48 alle ... Sie wissen schon,
 
39:51 alle Laienjünger, usw.
 
39:54 Und die christliche Vorstellung besagt:
 
39:58 "Ich glaube an Gott,
und ich gebe mich für Gott hin".
  
40:07 Verstehen Sie, was ich sage?
 
40:10 Und deshalb bete ich,
damit ich errettet werde,
  
40:14 meine Seele errettet wird, usw.
 
40:19 Ist all das Meditation?
 
40:23 Sagen Sie es mir, ich weiß nichts
über Meditation,
  
40:28 jedenfalls nicht über diese Art.
 
40:32 Sagen Sie es mir?
 
40:36 Ist das Meditation?
 
40:45 Sagen Sie es mir,
ohne Angst.
  
40:48 Ich bin nicht Ihr Guru,
oder Ihr Vorgesetzter.
  
40:52 Sagen Sie mir, ob das Meditation ist.
 
40:55 Es ist wie eine Errungenschaft.
Richtig?
  
41:02 Ein Erfolg. Ich meditiere eine halbe
Stunde lang, und fühle mich erfrischt.
  
41:07 Oder gibt es eine völlig andere Art
der Meditation?
  
41:15 Vollkommen anders.
 
41:21 Ich frage Sie, aber da Sie nicht
antworten wollen, muss ich antworten.
  
41:34 Das Wort 'Meditation',
 
41:38 das, wie gesagt, Messen bedeutet,
 
41:44 wobei Erfolge verglichen werden,
 
41:51 das ist keine Meditation.
 
41:53 Bitte akzeptieren Sie nichts,
was der Sprecher sagt, um keinen Preis.
  
42:01 Der Sprecher sagt,
dass das überhaupt keine Meditation ist.
  
42:07 Es ist lediglich ein Weg zu einem Erfolg.
 
42:13 Sie konnten sich an einem Tag
nicht konzentrieren,
  
42:16 und nach einem Monat sagen Sie:
"Nun habe ich es erreicht".
  
42:21 Das ist wie ein Büroangestellter,
der zum Manager wird.
  
42:27 Richtig?
 
42:29 Also gibt es eine andere Art
der Meditation,
  
42:35 die keiner Anstrengung bedarf,
kein Vergleichen beinhaltet,
  
42:41 die keine Routine ist,
 
42:45 passen Sie bitte auf, was ich sage,
die nicht mechanisch ist?
  
42:51 Gibt es eine Meditation,
in der es kein Vergleichen gibt?
  
43:01 Keine Belohnung oder Strafe?
 
43:05 Verstehen Sie das alles?
 
43:09 Gibt es eine Meditation,
die nicht auf dem Denken beruht,
  
43:16 das Vergleichen, Zeit usw. beinhaltet?
 
43:19 Verstehen Sie meine Frage?
 
43:26 Wie kann man eine Meditation erklären,
die kein Messen kennt,
  
43:34 die nichts erreicht,
wo es nicht heißt, ich werde anders,
  
43:42 ich bin so,
will aber etwas anderes werden.
  
43:47 'Etwas anderes' heißt
Gott oder ein Superengel.
  
43:53 Das erfordert also...
nur ein Hinweis,
  
43:59 nicht damit Sie ablehnen
oder zustimmen.
  
44:05 Gibt es eine Meditation,
die nichts mit dem Willen zu tun hat,
  
44:12 nichts mit unserer Energie, die meint,
meditieren zu müssen,
  
44:17 eine Meditation,
die keinerlei Anstrengung bedarf?
  
44:25 Der Sprecher sagt, dass es das gibt.
Sie müssen es nicht akzeptieren.
  
44:35 Er könnte verrückt sein.
 
44:39 Er könnte Unsinn reden,
 
44:44 doch logischerweise sieht er, dass die
gängige Meditation Selbsthypnose ist,
  
44:53 eine Selbsttäuschung,
 
44:57 und wenn Sie damit aufhören,
diesen mechanischen Prozess aufgeben,
  
45:04 gibt es dann eine andere
Art von Meditation?
  
45:10 Glücklicherweise sagt der Sprecher,
dass es sie gibt.
  
45:16 Es ist nutzlos, wenn Sie sagen:
 
45:18 "Ja, ich werde meditieren".
 
45:23 Sie können es nicht
durch Bemühen erreichen.
  
45:30 Auch nicht durch den Einsatz
Ihrer gesamten Energie.
  
45:33 Sie können das nicht,
verstehen Sie?
  
45:37 Es ist etwas,
das vollkommen still sein muss.
  
45:45 Gehen Sie jetzt nicht in die Stille.
Sitzen Sie nicht in Meditation.
  
45:53 Bitte tun Sie das nicht.
Sie können es nicht.
  
45:59 Beginnen Sie zunächst ganz bescheiden,
 
46:04 äußerst bescheiden,
und daher sehr sanft,
  
46:12 ohne Druck oder Antreiben,
ohne zu sagen, "ich muss".
  
46:18 Das erfordert nicht nur
ein gewaltiges Gefühl des Alleinseins,
  
46:27 sondern ein Gefühl des ...
ich sollte es nicht beschreiben,
  
46:30 ich sollte es nicht beschreiben,
 
46:33 denn dann werden Sie sich
an die Beschreibungen halten.
  
46:38 Wenn ich es beschreibe, ist die
Beschreibung nicht das Tatsächliche.
  
46:43 Richtig?
 
46:44 Die Beschreibung des Mondes
oder ein Bild des Himalaya
  
46:51 ist nicht der Himalaya.
 
46:56 Schluss also mit den Beschreibungen.
 
47:00 Sie können damit experimentieren,
 
47:05 Ihren eigenen Weg gehen,
mit Ihren eigenen seltsamen
  
47:10 Meditationserfolgen, usw,
 
47:12 Belohnungen und dergleichen.
 
47:18 Wenn eine Meditation
vollkommen mühelos ist,
  
47:31 ohne Ergebnis, ohne Gedanken,
 
47:38 dann ist das Gehirn still.
 
47:43 Verstehen Sie?
 
47:44 Nicht ruhiggestellt durch den Willen,
durch eine Absicht, einen Entschluss
  
47:50 und all diesen Unsinn.
Es ist still!
  
47:56 Und da es still ist,
hat es unendlichen Raum.
  
48:09 Warten Sie darauf,
dass ich es erforsche,
  
48:13 und Sie übernehmen können,
was ich erforsche?
  
48:17 Gott, wie sind Sie gestrickt?
 
48:22 Ist Ihr Gehirn jemals still?
 
48:31 Ich frage Sie.
 
48:34 Ihr Gehirn, das denkt, das Angst hat,
Ihre Büroarbeit,
  
48:43 Ihre Gedanken an Ihre Familie,
 
48:46 Ihre Söhne und Töchter,
was sie tun werden.
  
48:51 Das ist Zeit und Denken.
 
48:55 Ist Ihr Gehirn jemals still?
 
49:06 Würden Sie mir das bitte sagen?
 
49:10 (unhörbar)
 
49:13 Wie bitte?
 
49:18 Seien Sie bitte nicht nervös.
 
49:21 Sagen Sie, was Sie sagen möchten,
wenn nicht, vergessen Sie es.
  
49:28 Ist Ihr Gehirn jemals still?
 
49:31 Nicht ruhiggestellt mithilfe von Drogen
oder anderen Hilfsmitteln,
  
49:36 Whisky oder anderen Arten
von Betäubungsmitteln.
  
49:44 Sie betäuben sich,
wenn Sie an etwas glauben.
  
49:50 Sie betäuben sich und sagen,
"Ja, das ist vollkommen richtig,
  
49:54 Buddha hat es auch gesagt,
deshab muss es stimmen".
  
50:00 Sie betäuben sich immerzu,
 
50:02 deshalb haben Sie keine Energie
 
50:06 der Art, die erforderlich ist,
 
50:10 um etwas zu ergründen,
das unermesslich ist.
  
50:21 Nun kommen wir noch einmal
zu der Frage zurück, was Schöpfung ist.
  
50:30 Verstehen Sie?
Was ist Schöpfung?
  
50:34 Denn sie hat nichts
mit Erfindungen zu tun.
  
50:37 Das ist vorbei.
 
50:39 Also, was ist Schöpfung,
der Ursprung, der Anfang?
  
50:42 Was ist Leben?
 
50:51 Was meinen Sie?
Sagen Sie es mir.
  
50:56 Was ist das Leben?
 
50:58 Nicht die Büroarbeit,
und all das,
  
51:01 Sex und Kinder, oder keine Kinder,
aber Sex, usw.
  
51:09 Was ist Leben?
 
51:13 Was verleiht dem Grashalm Leben,
der im Zement wächst?
  
51:19 Verstehen Sie?
 
51:25 Was ist das Leben in uns?
 
51:29 Nicht die Dinge, die wir durchleben:
 
51:32 Macht, Rang, Ansehen,
Ruhm oder auch Schande.
  
51:44 Das ist nicht Leben,
das ist das, was wir daraus machen.
  
51:53 Aber was ist Leben?
 
51:57 Verstehen Sie meine Frage?
 
52:00 Verstehen Sie?
 
52:05 Weshalb hören Sie mir zu?
 
52:09 Weshalb hören Sie dem Mann zu,
wenn überhaupt?
  
52:17 Welches Motiv steht hinter Ihrem Zuhören?
 
52:21 Was wollen Sie?
 
52:24 Was wünschen Sie?
 
52:28 Hinter Ihrem Verlangen steckt ein Motiv.
Richtig?
  
52:36 Was also ist Verlangen?
 
52:38 Lassen Sie uns das schnell untersuchen.
 
52:41 Das Verlangen kommt durch einen
Sinneseindruck, nicht wahr?
  
52:48 Ich sehe diese schöne oder hässliche Uhr,
das ist ein Sinneseindruck.
  
52:54 Aus diesem Sehen entsteht eine Empfindung.
 
52:59 All das ist ganz normal.
 
53:03 Aus dieser Empfindung erzeugt
das Denken eine Vorstellung.
  
53:11 D.h., ich sehe diese Uhr, sie ist
recht schön, und ich möchte sie haben.
  
53:18 Erst der Sinneseindruck,
 
53:21 dann kommt das Denken
und macht daraus eine Vorstellung.
  
53:26 In diesem Moment entsteht das Verlangen.
 
53:29 Das ist ganz einfach.
Richtig?
  
53:43 Gibt es also ein Gehirn,
Ihr Gehirn,
  
53:47 das nicht verwirrt ist,
nicht benebelt
  
53:56 durch die Umgebung, durch Tradition,
Gesellschaft und dergleichen?
  
54:01 Also, was ist der Ursprung des Lebens?
 
54:09 Warten Sie auf eine Antwort von mir?
 
54:14 Warten Sie darauf, dass der Sprecher
die Frage beantwortet?
  
54:19 Warten Sie?
 
54:21 Sagen Sie es mir bitte.
 
54:26 Ich warte.
 
54:31 Wenn Sie es mir sagen,
werde ich fortfahren.
  
54:36 Die Angelegenheit ist viel zu ernst,
um damit herumzuspielen,
  
54:43 denn wir versuchen,
in etwas einzudrigen
  
54:46 und etwas zu untersuchen,
das keinen Namen hat und kein Ende.
  
54:57 Wenn ich diesen Vogel töte,
gibt es einen anderen.
  
55:02 Ich kann nicht alle Vögel töten,
 
55:05 davon gibt es zu viele auf der Welt.
 
55:09 Wir untersuchen also,
was einen Vogel hervorbringt.
  
55:15 und was für eine Schöpfung
hinter dem Ganzen ist.
  
55:26 Richtig?
 
55:27 Warten Sie darauf,
dass ich das untersuche?
  
55:35 Ja?
 
55:37 Weshalb wollen Sie,
dass ich das untersuche?
  
55:40 Um zu verstehen.
Was verstehen Sie?
  
55:45 (unhörbar)
 
55:50 Mit Ihrem Gehirn?
 
55:57 (unhörbar)
Weshalb fragen Sie das?
  
56:02 Weil ich gefragt habe?
 
56:06 Sie sehen,
sorry,
  
56:12 nichts kann jemals
den Ursprung beschreiben.
  
56:24 Der Ursprung ist namenlos.
 
56:28 Der Ursprung ist vollkommen still.
 
56:33 Er macht keine Geräusche.
 
56:40 Die Schöpfung ist das Heiligste,
 
56:48 das Heiligste im Leben.
 
56:52 Und wenn Sie Ihr Leben
verpfuscht haben, ändern Sie es!
  
57:00 Ändern Sie es heute, nicht morgen.
 
57:05 Wenn Sie unsicher sind, finden Sie
heraus warum, seien Sie sicher.
  
57:16 Ist Ihr Denken nicht aufrichtig, ändern
Sie das, denken Sie klar und logisch.
  
57:23 Solange diese Vorbereitungen
nicht getroffen sind,
  
57:28 können Sie diese Welt nicht betreten,
 
57:31 diese Welt der Schöpfung.
 
57:35 Es ist zu Ende.
 
57:57 Dies ist die letzte Rede.
 
58:09 Möchten Sie noch ein wenig
still beisammen sitzen?
  
58:16 In Ordnung,
bleiben Sie noch ein wenig sitzen.
  
59:18 Dürfen wir nun aufstehen und gehen?