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Aufmerksamkeit ist wie das Feuer

Ojai - 26 May 1984

Public Talk 3



1:01 Was für eine Menge Leute!
 
1:09 Ich glaube wir sind wirklich…
 
1:14 …an dem interessiert, worüber wir sprechen.
 
1:17 Und deshalb sind Sie hier.
 
1:20 Wie wir schon oft gesagt haben,
ist dies keine Unterhaltung.
  
1:28 Weder…
 
1:30 …intellektuell,…
 
1:33 …ohne Wortverdrehungen und…
 
1:37 …versteckten Andeutungen,…
 
1:41 …noch romantische…
 
1:44 …Theorien und Spekulationen…
 
1:47 …und sentimentaler…
 
1:51 …Unsinn.
 
1:55 Wir befassen uns mit Tatsachen.
 
2:03 Wie gesagt,
Tatsachen sind, was geschehen ist…
  
2:09 …und das, was jetzt geschieht.
 
2:15 Das sind Tatsachen.
 
2:19 Was Morgen passiert ist keine Tatsache
oder in weiter Zukunft.
  
2:23 Wir befassen uns nur mit Tatsachen.
 
2:28 Und wenn wir diese Tatsachen
verstehen,…
  
2:32 …in der Tiefe,…
 
2:36 …nicht von einem bestimmten
Standpunkt aus,…
  
2:42 …oder mit einem Vorurteil
oder einer Blickrichtung,…
  
2:47 …dann vielleicht…
 
2:50 …können wir die Tatsachen
genauer untersuchen,…
  
2:53 …sorgfältig…
 
2:57 …und nicht nur oberflächlich,…
 
3:02 …sondern in seiner ganzen Tiefe.
 
3:10 Wie wir in diesen Gesprächen
gesagt haben…
  
3:15 …unternehmen wir gemeinsam eine Reise,
Sie und der Sprecher…
  
3:23 …eine sehr lange,…
 
3:26 …ausgedehnte…
 
3:27 …Reise.
 
3:30 Nicht in die Zukunft,
sondern in die Gegenwart.
  
3:37 Die Gegenwart,
wie schon erwähnt…
  
3:41 …enthält alle Zeit.
 
3:50 Die Gegenwart…
 
3:53 …ist nicht nur die Vergangenheit,…
 
3:58 …alle Erinnerungen,
alle Ereignisse,…
  
4:03 …gespeichert im Gehirn,
aufgezeichnet.
  
4:07 Diese Vergangenheit
ist auch jetzt.
  
4:12 Das ist völlig klar.
 
4:14 Und die Zukunft…
 
4:18 …ist, was jetzt ist.
 
4:25 Die Zukunft…
 
4:28 …wird genau so sein,…
 
4:30 …vielleicht etwas abgewandelt,…
 
4:40 …wie es in der Gegenwart ist,…
 
4:44 …im Jetzt.
 
4:47 Also was man jetzt ist…
 
4:52 …wird man morgen sein,
und in ferner Zukunft.
  
4:58 Und wenn es keine…
 
5:09 …grundlegende radikale
psychische Revolution gibt,…
  
5:12 …keine Evolution,…
 
5:15 …eine Revolution, eine Umwandlung,
eine tiefe grundlegende Veränderung…
  
5:23 …wird morgen ebenso sein,
wie wir jetzt sind.
  
5:27 Also alle Zeit,…
 
5:30 …Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,
enthält das Jetzt.
  
5:34 Das ist keine Theorie,…
 
5:40 …keine spekulative
philosophische Idee,…
  
5:45 …sondern Wirklichkeit.
 
5:53 Wenn man sich selbst
sehr genau ansieht…
  
5:58 …so ist das, was geschieht,…
 
6:03 …was jetzt geschieht,…
 
6:08 …dasselbe, was wir jahrtausendelang
getan haben.
  
6:11 Psychisch,…
 
6:14 …und ebenso biologisch.
 
6:20 Und…
 
6:25 …die Last des Vergangenen mit allen
Erinnerungen, Erfahrungen, Wissen…
  
6:29 …ist jetzt,
ist was wir jetzt sind.
  
6:36 Auch morgen sind wir,
was wir jetzt sind.
  
6:41 Also bitte,…
 
6:43 …das Jetzt enthält alle Zeit.
 
6:50 Und…
 
7:03 …in diesem Zusammenhang,
was ist Handeln?
  
7:10 Da es eine Tatsache ist,
dass alle Zeit…
  
7:14 …im Jetzt ist, in der Gegenwart,
was ist dann Handeln?
  
7:19 Verstehen Sie?
Können wir damit eine Weile weitermachen?
  
7:27 Bitte,
wir untersuchen zusammen.
  
7:34 Der Sprecher
instruiert oder belehrt nicht.
  
7:44 Wir sind gemeinsam,
Sie und der Sprecher,…
  
7:50 …am erforschen, erkunden, untersuchen.
Wir analysieren nicht.
  
7:56 Es gibt einen Unterschied zwischen Analyse
und Wahrnehmen.
  
8:05 Analyse beinhaltet
einen Analysierenden.
  
8:10 Der Analysierende
ist die Vergangenheit.
  
8:19 Er untersucht die Gegenwart,
was jetzt geschieht.
  
8:25 Was jetzt geschieht, oder…
 
8:28 …was…
 
8:31 …psychisch stattfindet,…
 
8:36 …ist das,
was der Beobachter war,…
  
8:40 …oder ist.
 
8:43 Sind wir uns darin einig?
 
8:48 Der Beobachter, der Analysierende…
 
8:52 …ist das Ergebnis
der enormen Anhäufung von…
  
8:56 …Information,
Wissen, Vorfällen, Erfahrungen.
  
9:02 Also untersucht der Analysierende
das, was jetzt geschieht…
  
9:09 …oder das, was geschehen ist.
 
9:15 Also ist der Analysierende
das Analysierte,…
  
9:21 …das die Gegenwart ist.
 
9:24 Führe ich Selbstgespräche…
 
9:28 …oder sind wir beieinander
in dieser Sache?
  
9:33 Das zu verstehen,
halte ich für wichtig,…
  
9:37 …denn…
 
9:43 …wenn wir den Analysierenden
von der Analyse abtrennen,…
  
9:47 …dann führt dieser Trennungsvorgang…
 
9:51 …zu Widerspruch, zu Konflikt.
 
9:56 Entweder wird verdrängt
oder…
  
9:59 …man untersucht,
als wäre es außerhalb.
  
10:06 Dabei ist der Analysierende
das Analysierte.
  
10:15 Wenn man gewalttätig ist,
wenn Gewalt herrscht…
  
10:22 …und Sie analysieren Gewalt,…
 
10:25 …man kann Gewalt
sehr gut analysieren.
  
10:31 Von den entfernten Verwandten,
den Affen…
  
10:36 …bis jetzt.
 
10:40 Wir haben die ganze Gewalt geerbt
aus all den Jahrtausenden…
  
10:43 …mit dem Fortführen der Gewalt…
 
10:51 …usw. Es ist leicht, Gewalt
zu untersuchen und zu analysieren.
  
10:57 Ist Gewalt etwas anderes als der,
der untersucht, analysiert?
  
11:05 Ist nicht der Analysierende
auch Teil der Gewalt?
  
11:11 Richtig?
 
11:14 Also ist der Analysierende
das Analysierte.
  
11:19 Es ist nichts vom Analysierenden
Unabhängiges.
  
11:26 Deshalb gibt es keine Trennung
zwischen der Analyse…
  
11:28 …und dem Analysierenden.
Sie sind eins.
  
11:39 Wenn wir das verstehen,…
 
11:42 …gibt es Konflikt…
 
11:45 …nur, wenn Trennung herrscht.
 
11:52 Trennung zwischen Ihren Wünschen
und denen eines anderen.
  
12:00 Zwischen Ihnen und Ihrer Frau, Ihrem Mann,
Ihrem Nachbarn usw.
  
12:03 Trennung hervorgerufen durch
Nationalitäten, Religionen usw.
  
12:06 Nicht nur psychisch,
sondern auch sprachlich,…
  
12:10 …usw.
 
12:18 Der Analysierende
ist also das Analysierte.
  
12:24 Daher sagten wir,
wir analysieren nicht.
  
12:27 Wir nehmen direkt wahr.
 
12:34 Ist das halbwegs klar,
können wir von hier aus weitergehen?
  
12:44 Ich hoffe wir können…
 
12:49 …zusammen ganz einfach
darüber sprechen.
  
12:53 Nicht als säßen Sie dort
und der Sprecher hier oben.
  
13:00 Sondern zwei Freunde…
 
13:05 …betrachten das gesamte
Problem der Existenz.
  
13:11 Freundschaftlich,…
 
13:13 …mit einem Gefühl der Zuneigung
und Fürsorge.
  
13:20 Sie betrachten
die ganze Mühsal des Menschen,…
  
13:25 …die Mühsal jedes Einzelnen.
 
13:30 Es wäre sehr einfach, das zu tun,
ein gutes Gespräch zu führen.
  
13:38 Aber mit so vielen Menschen hier,
ist das nicht möglich,…
  
13:42 …leider.
 
13:48 Aber…
 
13:49 …Sie persönlich und der Sprecher…
 
13:57 …können gemeinsam denken.
 
14:01 Nicht in einer speziellen Richtung…
 
14:05 …oder mit einem Standpunkt…
 
14:08 …oder die eigene Meinung stärken,
was zu Starrsinn führt.
  
14:16 Sondern vielmehr…
 
14:19 …wie zwei Freunde,
die sich einige Zeit kennen,…
  
14:21 …nicht nur den wörtlichen Sinn verstehen,
sondern über die Worte hinausgehen.
  
14:25 Wenn wir das
zusammen tun könnten…
  
14:34 …dann…
 
14:40 …wird die Wahrnehmung sehr leicht.
Wahrnehmen.
  
14:45 Nicht, ich nehme wahr
und der Sprecher…
  
14:53 …überredet Sie, auf bestimmte Weise
wahrzunehmen. – Wahrnehmen.
  
14:59 In diesem Wahrnehmen…
 
15:03 …verschwinden Sie und der Sprecher,…
 
15:07 …weil wir nur wahrnehmen.
 
15:10 Gibt es aber ein Motiv
für die Wahrnehmung, eine Richtung,…
  
15:16 …eine Engstirnigkeit,…
 
15:19 …Starrsinn,…
 
15:21 …dann ist die Wahrnehmung verzerrt.
 
15:26 Daher nehmen Sie anders wahr
als ein Anderer.
  
15:32 Ich hoffe, das ist klar.
 
15:36 Daher fragen wir,…
 
15:40 …wenn alle Zeit…
 
15:43 …in der Gegenwart ist,
jetzt, was eine Tatsache ist,…
  
15:50 …nichts Abstraktes,
keine Ideologie oder ein Ideal.
  
15:54 Es ist eine Tatsache.
 
15:59 Und wenn das Tatsache ist,
was ist dann Handeln?
  
16:05 Verstehen Sie?
 
16:08 Das zu verstehen ist wichtig.
 
16:13 Wir werden zusammen
nicht nur darüber sprechen,…
  
16:20 …sondern auch…
 
16:23 …über das ganze Problem des Werdens.
 
16:30 Psychisch gesehen.
 
16:34 Und was ist Handeln,
in Bezug auf dieses Werden?
  
16:41 Und wenn noch Zeit ist,
werden wir über das Leiden sprechen…
  
16:51 …und vielleicht,…
 
16:54 …was Teil des Lebens ist,
des täglichen Lebens – den Tod.
  
17:02 Tod nicht als trübseliges Ereignis,…
 
17:06 …sondern als außergewöhnlich
wichtiges Problem im Leben.
  
17:14 Also sprechen wir gemeinsam über…
 
17:18 …Handeln,…
 
17:21 …tägliches Handeln…
 
17:25 …und über die Frage des Werdens.
 
17:32 In diesem Werden
wollen wir alle sicher sein.
  
17:38 Sicherheit ist sehr wesentlich
für uns alle.
  
17:44 Das Gehirn kann nicht voll arbeiten…
 
17:48 …mit ganzer Leistung,
Energie und Tatkraft,…
  
17:53 …wenn es nicht
vollkommen sicher ist.
  
17:59 Richtig?
 
18:03 Nein?
 
18:08 Wenn man verwirrt ist,…
 
18:11 …unsicher,…
 
18:15 …mit tausend Problemen,…
 
18:18 …wie kann da das Gehirn sicher sein?
 
18:23 Wenn Sie sehr viele Illusionen haben,
wie die meisten Leute,…
  
18:31 …dann wird das Gehirn
irritiert, unsicher, verwirrt.
  
18:39 Also, damit das Gehirn
gut funktioniert,…
  
18:45 …nicht nur technisch, sondern,…
 
18:48 …was viel ernster ist,
auch psychisch,…
  
18:54 …braucht das Gehirn
außerordentliche Stabilität.
  
19:01 Das Gehirn muss
vollkommen…
  
19:06 …klar sein,…
 
19:11 …standhaft, unerschütterlich.
 
19:17 Wir werden all das behandeln,
wenn Sie Geduld haben.
  
19:23 Wenn Sie kein Interesse haben,…
 
19:26 …weil andere Dinge Sie interessieren,
Boot- oder Autofahren, ein Buch lesen.
  
19:28  
 
19:34 Aber…
 
19:38 …aufmerksam sein,
das ist etwas ganz Anderes als Interesse.
  
19:51 Die meisten,…
 
19:53 …vielleicht fast alle von uns,…
 
19:59 …versuchen psychisch etwas zu werden.
 
20:06 In der Außenwelt,…
 
20:09 …im Äußeren…
 
20:12 …kann man verstehen,…
 
20:16 …dass ein Student ein Ingenieur wird.
 
20:22 Er wird Ingenieur,
hat sein Einkommen…
  
20:25 …und wird immer mehr
zum Experten im Ingenieurwesen.
  
20:32 Und psychisch
haben wir das gleiche Konzept.
  
20:38 Dass ich jetzt dies bin…
 
20:41 …ich aber zu jenem werde.
 
20:45 Ja?
 
20:49 Jemand, zu dem ich spreche, klar?
 
20:52 Stimmen Sie dem Sprecher nicht zu,…
 
20:56 …hinterfragen Sie es, zweifeln Sie.
 
21:01 Folgen Sie niemandem.
 
21:08 Psychisch.
 
21:10 Natürlich befolgen Sie die Anweisung
des Arztes, wenn Sie krank sind.
  
21:17 Aber psychisch, innerlich…
 
21:21 …jeder Form von Autorität zu folgen,…
 
21:29 …jeder Art von Experten, Fachleuten,
zerstört die Echtheit…
  
21:33  
 
21:39 …der eigenen Wahrnehmung.
 
21:46 Psychisch versuchen wir alle
etwas zu werden.
  
21:51 Das ist eine klare Tatsache.
 
21:54 Man ist gierig oder brutal
und man versucht es nicht zu sein,…
  
21:58 …das ist 'werden'.
 
22:09 Es gibt Kriege…
 
22:13 …und durch die UNO
und andere Organisationen…
  
22:18 …versuchen wir, die Welt zu einen,…
 
22:22 …um in der Zukunft etwas zu werden.
 
22:27 Ich sage nichts zur Widersprüchlichkeit
der Staatengemeinschaften,…
  
22:30  
 
22:35 …was unmöglich ist. Aber das ist
die Politik jener, deren Anliegen…
  
22:38  
 
22:41 …der eigene Ehrgeiz ist,
der Fortbestand spezieller Systeme.
  
22:47 Aber man kann sehen,
dass…
  
22:55 …es immer einen Versuch gibt,
bei jedem von uns,…
  
22:58 …dass…
 
23:02 …wir uns ändern wollen,
von diesem zu jenem.
  
23:10 Das 'Jene', die Zukunft,…
 
23:13 …ist zeitlich weit weg oder sehr nah,
aber es bleibt ein Vorgang mit…
  
23:17 …Werden,…
 
23:24 …Gewinnen,…
 
23:25 …Verlieren,…
 
23:31 …Belohnung erhalten oder Strafe.
 
23:37 Dieser gesamte Prozess des Werdens,…
 
23:39 …immer mit der Absicht, mit dem Motiv,
je besser, desto größer…
  
23:45 …der Gewinn.
Und die Angst vor Verlust.
  
23:50 Das ist klar.
 
23:53 Nun, ist es eine Tatsache,…
 
24:00 …dass…
 
24:01 …etwas zu werden…
 
24:08 …Zeit beinhaltet?
 
24:09 Richtig? Ich bin jetzt das,
aber gib mir…
  
24:15 …ein Jahr oder zwei Tage,
dann werde ich anders sein.
  
24:19 Das heißt, Zeit ist beteiligt.
 
24:24 Aber diese Zeit ist jetzt.
Verstehen Sie?
  
24:28 Die Zukunft ist jetzt.
 
24:33 Ist das ein Rätsel?
 
24:37 – Ja.
– Ja? Ich bin froh!
  
24:38 Dann können wir langsamer
darauf eingehen.
  
24:47 Wie schon gesagt, mein Herr,…
 
24:51 …wir sind die Vergangenheit.
 
24:58 All unsere Erinnerungen,
die im Gehirn aufgezeichnet sind,…
  
25:04 …alles, was wir getan haben,…
 
25:08 …nicht nur vor fünfzig Jahren,
sondern auch gestern.
  
25:15 Also die Vergangenheit…
 
25:18 …ist jetzt.
 
25:22 Richtig?
 
25:23 Und…
 
25:28 …was jetzt ist,…
 
25:32 …wenn es keine radikale Änderung gibt,
wird morgen sein, und das ist Zeit.
  
25:37 Die Zukunft steckt daher im Jetzt.
 
25:42 Richtig?
 
25:45 Also wo ist…
 
25:48 …dann das Werden?
 
25:51 Folgen Sie?
 
25:54 Bitte, das ist wirklich…
 
25:57 …faszinierend,…
 
26:01 …sehr ernst.
 
26:04 Wir sind die Idee
der Evolution gewohnt.
  
26:12 D.h., der Mensch hat den jetzigen Stand
nach vierzig-, fünfzigtausend Jahren erreicht.
  
26:17  
 
26:24 Unser Gehirn hat sich entwickelt, vom Affen,
bis wir jetzt sog. zivilisierte Leute sind,…
  
26:29  
 
26:33 …was ich bezweifle,
aber das macht nichts.
  
26:38 Und das hat ungeheuer viel
Zeit gebraucht.
  
26:45 Diese Zeit…
 
26:47 …von vierzigtausend Jahren
ist jetzt,…
  
26:52 …denn das sind Sie jetzt.
 
26:55 Und…
 
27:01 …die Zukunft ist, was Sie jetzt sind,
evtl. etwas verändert…
  
27:03 …aber die Zukunft ist auch
im Jetzt.
  
27:09 Wenn jetzt keine radikale Änderung erfolgt,
wird die Zukunft…
  
27:13 …das sein, was Sie waren.
Ganz einfach.
  
27:18 Nun, verschwenden wir keine Zeit.
 
27:20 Es ist klar.
 
27:27 Wenn nicht, überdenken Sie es,
wenn es Ihnen passt,…
  
27:32 …oder lassen Sie es.
 
27:35 Wahrscheinlich tun Sie das.
 
27:44 Das ist am bequemsten
und einfach.
  
27:46 Aber wenn Sie interessiert sind,
wirklich selbst entdecken wollen…
  
27:52 …eine radikale, psychische,…
 
27:56 …tiefe Veränderung.
 
28:04 Diese Veränderung
darf keine Zeit brauchen.
  
28:08 Sie muss jetzt erfolgen.
 
28:12 Klar?
 
28:17 Wenn Sie Zahnweh haben,
Schmerzen,…
  
28:22 …sagen Sie nicht: "Ich warte eine Woche,
das gehört zur Evolution"…
  
28:28 …und so weiter.
Es wird sofort gehandelt.
  
28:35 Wenn wir also nicht…
 
28:39 …die Gefahr sehen…
 
28:43 …und zulassen, dass sich Zeit
in das Handeln einmischt…
  
28:54 …dann…
 
28:59 …führt Handeln zu allen möglichen
Komplikationen – offensichtlich.
  
29:05 Also lautet unsere Frage,…
 
29:08 …das Gehirn,…
 
29:11 …um gut zu funktionieren,…
 
29:17 …glasklar,…
 
29:19 …ohne jede Form von Verwirrung,…
 
29:23 …muss verstehen,…
 
29:25 …was Sicherheit ist,…
 
29:29 …was Stabilität ist.
 
29:33 Ein Gefühl der…
 
29:36 …Stabilität, damit es nicht…
 
29:37 …lasch ist, überall herumeiert…
 
29:45 …wie die meisten Gehirne.
Richtig?
  
29:51 Also müssen wir untersuchen,
ob es überhaupt Sicherheit gibt…
  
29:57 …psychisch.
 
29:59 Natürlich ist Sicherheit nötig,
physisch…
  
30:03 …was immer schwieriger wird,…
 
30:07 …aus wirtschaftlichen Gründen.
 
30:11 Und diese Gründe sind:
 
30:16 Jedes Land denkt,
meine Wirtschaft zuerst.…
  
30:20 …wie jeder Mensch denkt,
ich zuerst.
  
30:21  
 
30:29 Die ökonomische Weltlage…
 
30:33 …ist sehr ernst,
jeden Tag berichten sie…
  
30:36 …im Fernsehen
oder in den Zeitungen.
  
30:38 Man möchte die Probleme lösen,…
 
30:40 …aber bisher ohne Erfolg.
 
30:43 Man wird es nie schaffen,…
 
30:49 …denn jede Gruppe,
jede Gemeinschaft,…
  
30:55 …jedes Land denkt,
es sei unabhängig vom Rest der Welt.
  
30:57  
 
31:05 Deshalb…
 
31:09 …wird die ökonomische Lage
sehr beschränkt, klein, ineffektiv.
  
31:15 Das ist die Sorge
der übrigen Menschheit.
  
31:20 Jeder, überall auf der Welt, möchte,
will sicher sein,…
  
31:25  
 
31:28 …physisch, wirtschaftlich.
 
31:34 Das ist unmöglich
wenn es Kriege gibt…
  
31:39 …oder Krieg droht.
 
31:45 Wenn es Spaltung gibt,
wie religiöse Spaltungen…
  
31:49 …nationale Spaltungen,
ideologische Differenzen.
  
31:57 Dialektisches…
 
32:04 …Sezieren der Geschichte.
 
32:06 Schlüsse ziehen wie Marx, Engels,
Lenin, Stalin einerseits…
  
32:11 …und die andere Seite demokratisch.
Ich weiß, das langweilt Sie.
  
32:13  
 
32:18 Aber bevor wir nicht radikal
das engstirnige Muster verändern…
  
32:26 …bekommen wir immer mehr…
 
32:31 …Kriege, ökonomische Probleme.
Es wird immer gefährlicher.
  
32:35 Es liegt an Ihnen.
 
32:41 All das kann nur enden,…
 
32:46 …wenn Sie Ihre Prägung ablegen,
Amerikaner, Russe, Inder,…
  
32:51 …Franzose, Engländer zu sein.
Damit wir 'eine' Menschheit sind.
  
32:54  
 
33:00 So wie unser Bewusstsein
das, der übrigen Menschheit ist.
  
33:05 Das wurde bereits dargelegt.
 
33:11 Also…
 
33:13 …kann das Gehirn nur dann stabil sein,…
 
33:18 …vollkommene Sicherheit haben,…
 
33:22 …wenn wir den gesamten Vorgang
des Werdens verstehen.
  
33:33 Werden beinhaltet Dualität.
 
33:37 Wo Dualität herrscht,
gibt es Konflikt.
  
33:39  
 
33:42 Araber, Jude, Muslim, Hindu,
Katholik und Protestant,…
  
33:45  
 
33:48 …der ewige Konfliktzustand,
in dem der Mensch lebt.
  
33:56 Wo es also Werden gibt,…
 
33:59 …ist Dualität
und daher Konflikt.
  
34:03 Und das Gehirn…
 
34:05 …kann nicht beständig in Konflikt leben.
 
34:10 Dann wird es neurotisch,
psychotisch usw.…
  
34:14 …und sucht alle möglichen Illusionen.
 
34:20 Daher die Vermehrung der Psychologen,
Therapeuten und Psychiater.
  
34:25 Sie nehmen überall zu auf der Welt.
 
34:35 Tut mir Leid,
hier sind Psychologen!
  
34:45 Also…
 
34:52 …den Fakt zu sehen, nicht die Idee davon,
verstehen Sie den Unterschied?
  
34:54 Man sieht die Tatsache
und macht eine Abstraktion daraus.
  
35:01 Das ist die Vorstellung davon.
 
35:04 Wir gehen mit dem Bild um
und nicht mit der Tatsache.
  
35:08 Sind wir beieinander?
 
35:14 Das muss klar sein,…
 
35:18 …wir befassen uns mit Fakten,
nicht mit Gedanken, Symbolen des Faktes,…
  
35:24 …oder Bezeichnungen dafür.
 
35:29 Wenn Sie die Tatsache sehen,…
 
35:33 …dass Zeit…
 
35:35 …keine Lösung ist,…
 
35:37 …und keine radikale Änderung bewirkt,…
 
35:44 …dann…
 
35:50 …stecken Sie in der Tatsache fest.
 
35:52 Richtig?
 
35:55 Sie sind beim Fakt. Er ist nichts anderes
als Sie. – Sie sind der Fakt.
  
36:04 Sie sind der Fakt, dass Sie
gewalttätig sind, roh, gedankenlos,…
  
36:07  
 
36:11 …ängstlich und so weiter.
 
36:13 Der ganze Inhalt des Bewusstseins,…
 
36:18 …das in Aufruhr ist,
beständig im Konflikt.
  
36:26 Wie das Bewusstsein
von jedem Menschen in der Welt.
  
36:32 Wir sind im Wesentlichen…
 
36:37 …die ganze Menschheit.
Jeder von uns ist die ganze Menschheit.
  
36:43 Und wenn Sie sich ändern,
nicht morgen,…
  
36:49 …es gibt keine Zeit.
 
36:52 Zeit ist der Feind der Veränderung.
 
36:56 Ich wünschte,
Sie könnten das erkennen.
  
37:04 Bedenken Sie das ernsthaft,
wenn Sie überhaupt ernsthaft sind.
  
37:16 Was ist dann Handeln?
 
37:21 Wenn alle Zeit nur im Jetzt enthalten ist,…
 
37:27 …was ist dann Handeln im Jetzt?
Verstehen Sie meine Frage?
  
37:30  
 
37:34 Sind Sie etwas ratlos?
 
37:36 – Ja.  – Gut!
 
37:39 Dann können wir weiter forschen.
Was ist Handeln?
  
37:42  
 
37:46 Tägliches Handeln,
ins Büro, zur Fabrik gehen.
  
37:50 Mit der Frau oder dem Mann sprechen.
Rudern, gehen, springen.
  
37:52  
 
37:57 Ideen folgen oder Gurus folgen,
was dasselbe ist.
  
38:04 Sie handeln.
Leben ist Handeln.
  
38:08 So wie Beziehung Handeln ist.
 
38:13 Was ist also Handeln?
 
38:18 Unser Handeln beruht auf Belohnung
und Strafe. – Einfach gesagt.
  
38:21  
 
38:23 Ich liebe das Leben,
wenn es mir etwas gibt.
  
38:33 Und ich werde…
 
38:38 …bestraft, wenn ich nicht richtig handle,
daher will ich richtig handeln.
  
38:44 Unser Handeln beruht
auf Belohnung und Strafe.
  
38:48 Unser Handeln basiert
auf einer Utopie.
  
38:54 Auf einem Ideal.
 
38:57 Und das Handeln gemäß dem Ideal,
es anpassen,…
  
39:03 …angleichen an das Ideal,
führt zu Konflikt.
  
39:09 Alle unsere Handlungen
haben ein Motiv, eine Richtung.
  
39:13 Eigennützig normalerweise,…
 
39:20 …Eigeninteresse, Selbstbezogenheit,
das heißt Belohnung und Strafe.
  
39:23  
 
39:30 Belohnung in der Zukunft,
wenn ich dies tue, erhalte ich das.
  
39:33 Richtig? Und…
 
39:44 …wenn ich es nicht tue,
könnte ich verlieren,…
  
39:49 …daher die Angst davor.
 
39:53 Unser Handeln ist immer im Bereich
von Gewinn und Belohnung,…
  
40:00 …Strafe und Angst.
 
40:01 Richtig?
 
40:07 Belohnung ist immer in der Zukunft.
 
40:14 Bestrafung könnte auch
in der Zukunft erfolgen.
  
40:20 Also gibt es kein Handeln per se.
 
40:26 Verstehen Sie?
Handeln aus sich heraus.
  
40:33 Wie ein guter Schreiner,
der einen herrlichen Schrank macht.
  
40:36 Die Freude am Tun selbst,
nicht Belohnung, Strafe, Gewinn.
  
40:39 Also…
 
40:47 …Handeln…
 
40:50 …mit Bezug zur Zeit,
gebiert Konflikt.
  
40:56 Richtig?
 
40:58 Ist das klar?
 
41:04 Und gibt es Handeln
um seiner selbst willen?
  
41:12 Ist Liebe…
 
41:17 …ein Handeln,
das sich selbst genügt?
  
41:24 Nicht die Liebe mit Eifersucht, Hass,…
 
41:31 …Freude, Spass, Aufregung
und Sex, Vergnügen.
  
41:36 Liebe ist all das sicher nicht.
 
41:40 Sehen Sie, wenn Liebe da ist,
ist Handeln konfliktlos.
  
41:47 Und Liebe ist kein…
 
41:56 …Sklave der Zeit.
 
41:58 Das ist es. Wenn Sie das begreifen,
aufklären und die tiefe Wahrheit erfassen,…
  
42:04 …dann wird das Gehirn
außergewöhnlich vital, stark,…
  
42:12 …in keiner Weise verwirrt.
 
42:16 Denn dann leben Sie völlig im Jetzt.
 
42:22 Angst vor Zukunft
und Vergangenheit verschwindet.
  
42:30 Wir sollten auch…
 
42:33 …gemeinsam über…
 
42:37 …die Frage des Leidens sprechen,…
 
42:43 …das Teil unseres Lebens ist.
 
42:50 Es gibt keinen einzigen Menschen
auf der Welt,…
  
42:56 …keinen einzigen Menschen,
ob in einem Kloster…
  
42:58  
 
43:01 …oder als Mönch im Himalaya,…
 
43:08 …der Mann auf der Straße und Sie
und jeder Mensch auf Erden leidet.
  
43:10  
 
43:17 Und wir lassen andere leiden.
 
43:20 Das ist unser Zusammenspiel.
 
43:29 Und es gibt das Leiden,
verursacht durch Krieg.
  
43:36 Kriege gibt es seit…
 
43:39 …sechs-, sieben-
oder zehntausend Jahren.
  
43:45 Und während dieser langen Zeit
des gegenseitigen Tötens…
  
43:52 …im Namen Gottes, des Friedens,
im Namen von…
  
43:57 …Gewinn und Profit und so weiter,…
 
44:02 …brachte der Mensch über sich
und andere…
  
44:07 …großes Leid,…
 
44:10 …und Tränen.
 
44:12 Es gibt niemanden,
der nicht geweint hat,…
  
44:17 …Tränen vergossen hat…
 
44:20 …und den Schmerz des Verlusts.
 
44:26 Millionen sind gelähmt,…
 
44:33 …weil wir derart konditioniert sind,…
 
44:35 …an unserem eigenen Standpunkt
festzuhalten,…
  
44:41 …an unserer eigenen Religion,…
 
44:45 …an unserer eigenen Ideologie.
 
44:49 Ich glaube etwas und halte daran fest.
 
44:55 Du glaubst das Gegenteil,…
 
44:58  
 
45:01 …deshalb möchte ich dich töten.
Das passiert.
  
45:06 Die russische Ideologie,
die demokratische Ideologie.
  
45:11 Sie wollen sich gegenseitig töten,
in tausend Stücke sprengen.
  
45:14  
 
45:18 Und das passiert schon
seit abertausenden von Jahren.
  
45:21  
 
45:27 Mein Land beschützen,
meinen Gott,…
  
45:32 …meinen …
oh, hier nicht, hier gibt es keinen König!
  
45:39 Das ist sehr ernst.
Sie mögen darüber lachen.
  
45:47 Aber wenn Ihre Frau, Ihr Mann,…
 
45:53 …Ihr Sohn im Krieg umkommt,
wissen Sie, was das bedeutet.
  
45:57 Wir wissen alle, was es bedeutet,
doch wir machen im alten Muster weiter.
  
46:01  
 
46:06 Daher gibt es das Leid
der Menschheit…
  
46:10 …das Leid der Menschen.
 
46:17 Und auch…
 
46:18 …was wir für unser eigenes
besonderes Leid halten.
  
46:24 Mein Sohn ist tot.
 
46:29 Meine Frau hat mich verlassen.
 
46:34 Es gibt das Leid…
 
46:38 …jemand anderen Leiden zu sehen.
 
46:43 Das Leid…
 
46:44 …derer, die nie lesen
oder schreiben können.
  
46:52 Derer, die überaus arm sind.
 
46:59 All das ist Leid.
 
47:04 Nicht nur das Leid der Menschheit,…
 
47:08 …sondern auch das Leid jedes Einzelnen.
 
47:15 Jeder denkt,
das ist mein Leid, nicht deins.
  
47:24 Aber Leid…
 
47:28 …ist Leid,…
 
47:35 …nicht deines oder meines,
es ist Leid.
  
47:37 Das einzusehen, braucht Freiheit
um zu beobachten, um wahrzunehmen.
  
47:41 Aber wir sind so…
 
47:46 …sind so individualistisch geworden,
so eng, so klein.
  
47:50 Wir reduzieren alles
auf unseren begrenzten Hinterhof.
  
48:01 Leid ist das Leid der ganzen Menschheit,
es ist nicht Ihres oder meines.
  
48:05  
 
48:10 Und man fragt sich,
kann dieses Leid jemals enden?
  
48:17 Oder ist es das Schicksal
der Menschen…
  
48:24 …zu töten,…
 
48:27 …die Natur, die Tiere,…
 
48:30 …sich gegenseitig zu töten?
 
48:35 Nicht nur mit Worten zu töten,…
 
48:39 …mit einer Geste zu töten.
 
48:46 Millionen zu töten mit einer…
 
48:51 …Bombe,
Abermillionen zu zerstören.
  
48:54 Das alles ist Leid.
 
48:59 Und Leid durch Krankheit,
Schmerz,…
  
49:03 …Leid erfolglos zu sein,
zu verlieren.
  
49:06 Rechne all das ein,
nicht nur das Leid, dass mein Sohn stirbt.
  
49:14 Kann dieses Leid jemals enden?
 
49:22 Leid ist nichts Sentimentales.
 
49:28 Leid ist nichts Romantisches,
es ist etwas Furchtbares.
  
49:31  
 
49:36 Es ist etwas,das so unmittelbar
jeden Menschen betrifft.
  
49:40  
 
49:43 Die Einsamkeit des Leids…
 
49:48 …der Schmerz dabei,…
 
49:54 …die Angst…
 
49:59 …und so weiter.
 
50:03 Kann das alles enden?
 
50:07 Vermutlich haben wir uns das nie gefragt.
Uns dem nie gestellt.
  
50:10 Wir wollen alle davor fliehen.
 
50:14 Nimm ein Mittel, um nicht zu leiden.
 
50:21 Betrinke dich.
 
50:27 Fliehe.
 
50:30 Weil wir uns nie wirklich…
 
50:35 …dem Problem gestellt haben,
dem Ernst der Lage.
  
50:45 Das heißt, unsere völlige Aufmerksamkeit
dem Leid zu widmen.
  
50:54 Es nicht durch Worte zu verschleiern,
durch spekulative Hoffnung usw.,…
  
51:00  
 
51:04 …sondern tatsächlich damit zu leben,…
 
51:11 …ohne trübselig zu werden.
 
51:15 Das heißt, dem seine ganze
Aufmerksamkeit zuzuwenden.
  
51:24 Aufmerksamkeit ist wie ein Feuer.
 
51:31 Wenn die Aufmerksamkeit da ist,…
 
51:35 …beim Leid, der Einsamkeit,
dem Schmerz, der Angst, den Tränen,…
  
51:38  
 
51:42 …wenn völlige Aufmerksamkeit da ist,
verschwindet das alles.
  
51:48 Aufmerksamkeit ist eine Flamme.
 
51:52 Leid – dieses Wort
enthält auch Leidenschaft.
  
52:01 Das Ende des Leids ist Leidenschaft,
nicht Lust.
  
52:10 Und wir sind nie leidenschaftlich…
 
52:14 …wir wollen…
 
52:17 …Vergnügen.
 
52:20 Leidenschaft ist etwas
vollkommen anderes.
  
52:29 Wenn Leiden aufhört,
ist Leidenschaft da.
  
52:33 Es ist weder Ihre Leidenschaft noch meine,
es ist Leidenschaft.
  
52:41 Und die gehört zur Liebe.
 
52:53 Wo Liebe da ist,
gibt es Mitgefühl.
  
52:59 Wo die außergewöhnliche Leidenschaft
des Mitgefühls ist, da ist Intelligenz.
  
53:04  
 
53:07 Und diese Intelligenz handelt.
 
53:10 Diese Intelligenz gehört weder Ihnen,
noch mir, noch X, Y, Z.
  
53:21 Und wenn wir Zeit haben…
 
53:31 …sollten wir zusammen über…
 
53:37 …ein sehr ernstes Problem sprechen,
das ist der Tod.
  
53:45 An einem so schönen Morgen
wie diesem…
  
53:50 …über den Tod zu sprechen,
scheint absurd.
  
53:57 Vielleicht können wir zuerst…
 
54:01 …über Schönheit sprechen.
 
54:06 Was ist Schönheit?
 
54:11 Mein Freund sagt:
"Das interessiert mich nicht,…
  
54:19 …Schönheit spielt keine große Rolle."
 
54:28 Wo es Liebe gibt,
gibt es Schönheit.
  
54:35 Freiheit, Güte,…
 
54:38 …das war eins der Probleme
des Menschen,…
  
54:42 …Freiheit, Gerechtigkeit, Güte.
 
54:48 Wo Liebe da ist,…
 
55:01 …tu, was du willst,
es wird richtig sein.
  
55:08 Lassen wir Schönheit bis morgen,
es ist zu komplex.
  
55:11 Wir sollten zusammen über
das riesige Problem des Todes sprechen.
  
55:17 Eine Sache ist absolut sicher,
unwiderruflich,…
  
55:23 …dass wir alle eines Tages sterben werden.
Das ist eine Tatsache.
  
55:32 Und…
 
55:34 …wir haben uns nie gefragt,…
 
55:38 …weil die meisten Menschen
davor Angst haben,…
  
55:42 …was ist der Tod?
 
55:47 Was bedeutet es zu sterben?
 
55:56 Und warum haben wir…
 
56:01 …den Tod zu etwas gemacht,
das fern vom Leben ist?
  
56:07 Verstehen Sie meine Frage?
 
56:12 Wir leben jetzt.
 
56:17 Und wir könnten sterben,…
 
56:22 …wenn wir Neunzig, Hundert sind
oder noch später – was ich für Sie hoffe.
  
56:29 Es ist also eine lange Zeit
zwischen dem Jetzt,…
  
56:36 …verstehen Sie das?
 
56:38 Zwischen dem Jetzt und der Zukunft.
 
56:43 Wenn man weiß,…
 
56:50 …das Jetzt enthält die Zukunft,
dann ist Tod das Jetzt.
  
56:53 Ob Sie wohl all das verstehen?
Ich weiß, Sie tun es nicht.
  
57:02 Gehen wir langsam vor.
 
57:07 Ich habe eben etwas gesehen,
was ich noch nie gesehen habe.
  
57:18 Was ist das und warum ist es so,
dass wir den Tod fürchten?
  
57:26 Wir fürchten uns vor dem Leben,
ganz offensichtlich.
  
57:33 Was wir Leben nennen,
ist ein furchtbarer Aufruhr.
  
57:38 Konflikt, Kampf, Schmerz, Angst,…
 
57:41 …wirtschaftlicher…
 
57:46 …Mangel.
 
57:50 Andauernder Streit untereinander.
 
57:56 Eine Meinung im Gegensatz
zu einer anderen.
  
58:01 Das endlose, das ständige…
 
58:08 …aufwachen am Morgen, herrichten
und ins Büro hetzen…
  
58:10 …oder ins Labor
oder in die…
  
58:15 …Fabrik.
 
58:19 Sehen Sie denn,…
 
58:22 …wie wir unsere Tage,
unser Leben zubringen.
  
58:28 Man nennt das: "Ein tolles Leben."
Wenn Sie erfolgreich sind,…
  
58:34 …genug Geld haben und viel Unterhaltung,
ist das für Sie ein tolles Leben.
  
58:38  
 
58:41  
 
58:43 Die Meisten tun was sie wollen,
wenn sie Geld, Macht, Rang haben.
  
58:48 Aber davon gibt es sehr wenige
auf der Welt, zum Glück.
  
58:56 Aber die große Mehrheit,…
 
58:58 …wir alle…
 
59:02 …hetzen sonntags zur Kirche…
 
59:07 …nur um zu zeigen,
dass wir da sind und Gott uns sieht.
  
59:14 Und…
 
59:17 …man geht ins Büro…
 
59:21 …vom zwanzigsten Lebensjahr an,
bis man stirbt.
  
59:25 Arbeit, Arbeit, Arbeit.
 
59:30 Verantwortungen, Pflichten, Schmerz,
Angst, Sorgen, Einsamkeit.
  
59:33  
 
59:40 Ist man sich all dessen bewusst?
 
59:45 Auch als erfolgreicher Schauspieler…
 
59:51 …mit viel Geld, aber das Ende des Ganzen
ist auch da – der Tod.
  
59:58 Was wir also Leben nennen,…
 
1:00:08 …ist ein sehr schmerzliches,
verwirrtes, ängstliches Leben.
  
1:00:15 Das nennen wir Leben.
 
1:00:19 Und wir klammern uns daran,
weil wir nur das kennen.
  
1:00:28 Und…
 
1:00:31 …wir wollen davor fliehen.
 
1:00:37 Deshalb haben wir eine gewaltige
Unterhaltungsindustrie.
  
1:00:45 Sport,…
 
1:00:48 …Unterhaltung,…
 
1:00:51 …Fußball,
die Unterhaltungsindustrie.
  
1:00:54 Und auch…
 
1:00:59 …religiöse Unterhaltung.
 
1:01:03 Sagen Sie nicht,
es sei keine Unterhaltung, eher heilig.
  
1:01:05 Es ist dennoch Unterhaltung.
 
1:01:08 Es ist eine Darbietung.
 
1:01:13 Halten Sie das nicht für blasphemisch.
Wir stellen uns nur den Tatsachen.
  
1:01:17 Also das Ganze,
vom Moment Ihrer Geburt…
  
1:01:23 …bis Sie sterben,…
 
1:01:34 …ein Problem ums andere…
 
1:01:40 …und die Lösung des Problems,…
 
1:01:42 …und im Lösen des Problems
haben Sie zehn weitere.
  
1:01:47 Wenn ein Gehirn
von Kindheit an gelernt hat,…
  
1:01:51 …Probleme zu lösen,…
 
1:01:55 …mathematische Probleme,
geographische Probleme,…
  
1:01:59 …technische und industrielle Probleme.
 
1:02:05 Unsere Gehirne sind von Kindheit an
konditioniert, Probleme zu lösen,…
  
1:02:08 …nicht Probleme zu verstehen.
 
1:02:13 Nicht sehen, was das Problem ist,
aber Lösungen finden.
  
1:02:18 Und im Lösen des Problems
umorganisieren,…
  
1:02:22 …auf andere Weise.
 
1:02:29 Eine Organisation nach der anderen.
 
1:02:35 Das ist unser Leben.
 
1:02:36 Politisch, wirtschaftlich, sozial.
 
1:02:46 Und wir sind nie
einen Moment lang frei.
  
1:02:58 Besonders hierzulande
spricht man ständig über Freiheit.
  
1:03:00  
 
1:03:06 Freiheit zu wählen.
 
1:03:10 Freiheit von diesem Ort
woandershin zu gehen.
  
1:03:15 Die Arbeit zu wechseln.
 
1:03:18 Frauen zu wechseln.
 
1:03:22 So meinen wir, wählen ist Freiheit.
Was nicht stimmt, oder?
  
1:03:28 Wählen…
 
1:03:29 …existiert nur, wenn das Gehirn
unsicher ist.
  
1:03:35 Wenn etwas klar ist,
gibt es gar keine Wahl.
  
1:03:44 Und daher…
 
1:03:49 …diese große tiefe Verwirrung…
 
1:03:53 …Unsicherheit, Einsamkeit, Verzweiflung,
Depression, unser ganzes Leben lang.
  
1:04:02 Und…
 
1:04:04 …wenn der Tod kommt,
werden wir weggefegt, es gibt nichts weiter.
  
1:04:11 Und deshalb erfinden wir…
 
1:04:15 …Reinkarnation.
 
1:04:19 Glauben Sie an Reinkarnation?
Wenn ja, dann lebe richtig.
  
1:04:28 Lebe jetzt richtig,
denn tust du es nicht,…
  
1:04:33 …ist das nächste Leben genauso wie jetzt.
 
1:04:39 Natürlich,…
 
1:04:41 …denn Zeit, egal ob…
 
1:04:48 …tausend Jahre oder jetzt,…
 
1:04:50 …kennt kein richtiges Handeln,
außer die Qualität, der Duft,…
  
1:04:53 …die außergewöhnliche Sache ist da,
genannt Liebe.
  
1:05:01 Fehlt sie,
sind Sie im nächsten Leben dasselbe,…
  
1:05:05  
 
1:05:08 …nur leicht gewandelt,
evtl. ein größeres Haus.
  
1:05:11 Das ist alles was Sie wollen,
ein größeres Auto,…
  
1:05:17 …mehr Vergnügen,
aber es ist weiterhin dasselbe.
  
1:05:23 Also…
 
1:05:26 …was ist Tod?
 
1:05:28 Wir verstehen, was Leben ist,
zumindest was wir dafür halten.
  
1:05:33 Eine gewaltige Knechtschaft
durch Zeit.
  
1:05:42 Und was ist Tod?
 
1:05:55 Es gibt den leiblichen Tod.
 
1:05:59 Wir werden alle jeden Tag älter.
 
1:06:04 Vom Augenblick der Geburt an…
 
1:06:08 …werden wir älter und älter
und sterben.
  
1:06:14 Und…
 
1:06:18 …wir haben nie gefragt,
was der Tod bedeutet.
  
1:06:22 Zu Lebzeiten,
nicht wenn unser…
  
1:06:26 …Ende naht.
 
1:06:28 Zu Lebzeiten fragen wir nie…
 
1:06:32 …nach Bedeutung, Sinn,
Tiefe des Todes.
  
1:06:35 Wir fragen nie
nach dem tiefen Sinn des Lebens.
  
1:06:43 Es muss etwas ungemein
Bedeutsames haben, das Leben.
  
1:06:49 Aber wir reduzieren es auf eine
verrückte, kleine Sache.
  
1:06:57 Wir haben da nie gefragt…
 
1:07:00 …und wir fragen bestimmt nie
was Tod ist.
  
1:07:07 Und…
 
1:07:09 …als zwei Freunde
wollen wir uns das anschauen.
  
1:07:14 Ohne Angst…
 
1:07:20 …denn dann verstehen Sie es nie.
 
1:07:27 So wie wir die Frage der Angst
letzte Woche untersucht haben…
  
1:07:35 …und das Ende der Angst.
 
1:07:39 Das Ende der Angst ist nötig, um Natur,
Qualität und Wesen des Todes zu verstehen.
  
1:07:43 Wie schon gesagt, biologisch,…
 
1:07:49 …organisch…
 
1:07:55 …schwächen wir,…
 
1:07:57 …Tag für Tag,…
 
1:08:00 …den Körper.
 
1:08:02 Wir leben falsch,
der ganze Stress, die…
  
1:08:08 …Qual, das Elend, die Verwirrung,
die Lust, der Schmerz,…
  
1:08:12 …gewaltige Energieverschwendung.
 
1:08:19 Und…
 
1:08:21 …das endet,…
 
1:08:23 …das gehört zum Tod.
 
1:08:26 Und außerdem,…
 
1:08:34 …was ist das, was stirbt,…
 
1:08:38 …außer der physischen,
biologischen Existenz, was stirbt?
  
1:08:44 Was ist das 'Ich',…
 
1:08:46 …das heißt, das 'Ich', das Ego,
der Mensch, die Person,…
  
1:08:53 …das Selbst.
 
1:08:58 Bleiben wir bei diesem Wort.
 
1:09:03 Was ist dieses Selbst, das 'Ich'…
 
1:09:07 …das sterben wird?
 
1:09:10 Und davor fürchten wir uns,
nicht vor dem Tod.
  
1:09:17 Das 'Ich''…
 
1:09:22 …das angesammelt wurde…
 
1:09:25 …in diesem Leben…
 
1:09:28 …als Erinnerung,…
 
1:09:31 …Wissen, Erfahrung, das 'Ich'.
 
1:09:35 Meine Selbstsucht, meine Gier,
mein Ehrgeiz, mein…
  
1:09:40 …alle Aufzeichnungen,…
 
1:09:44 …die im Gehirn gespeichert sind,
das 'Ich'.
  
1:09:52 Und wir fürchten,
das Ich endet.
  
1:09:56 Also müssen wir genau prüfen,
was das 'Ich' ist.
  
1:10:01 Wer Sie sind,…
 
1:10:03 …abgesehen vom Namen,
vom Bankkonto,…
  
1:10:07 …wo Sie leben und solchen Sachen.
 
1:10:12 Abgesehen vom physischen Ich,
dem physischen…
  
1:10:16 …Körper, Sie sind groß, klein,
abgesehen von all dem, was sind Sie?
  
1:10:27 Haben Sie das je angeschaut?
 
1:10:30 Tun wir es jetzt,
haben Sie keine Angst.
  
1:10:35 Was sind Sie?
 
1:10:40 Sind Sie nicht
all die angesammelten Erinnerungen.
  
1:10:46 Erinnerungen,…
 
1:10:47 …angenehm, schmerzlich,…
 
1:10:51 …fünfzig oder dreißig Jahre
oder zehn Tage der Erinnerung.
  
1:10:57 Sind Sie nicht all das?
 
1:11:02 Erinnerungen an Ihr Vergnügen.
 
1:11:05 Der Kummer und…
 
1:11:07 …die Sorge um Ihre Wünsche.
 
1:11:13 Die Einsamkeit.
 
1:11:18 Die Niedergeschlagenheit.
 
1:11:21 Der Kampf. – Sind Sie nicht all das?
 
1:11:24 Das ist alles Erinnerung.
 
1:11:29 Richtig?
 
1:11:33 Sehen Sie, was jetzt ist.
Nicht sagen: "Ist da noch etwas anderes?"
  
1:11:36  
 
1:11:40 Ich kenne das Spiel!
 
1:11:44 Sie können etwas Höheres erfinden.
 
1:11:48 Dass es eine Seele gibt.
 
1:11:50 Die Hindus nennen es Atman.
 
1:11:54 Höheres Bewusstsein, etwas Göttliches,
etwas ganz, ganz Reines.
  
1:11:58  
 
1:12:02 Das sind alles Theorien, Unsinn.
Wirklichkeit ist, was Sie sind.
  
1:12:05  
 
1:12:17 Das immense Ansammeln
der Menschheit,…
  
1:12:21 …der Erinnerungen der Menschen.
 
1:12:28 Wenn Sie ein großer Techniker sind,
der die Atombombe baut,…
  
1:12:31  
 
1:12:34 …die Neutronenbombe…
 
1:12:36 …müssen Sie viel Wissen sammeln.
 
1:12:40 Und der Tod kommt und Sie sagen:
"Warte, lass es mich beenden."
  
1:12:42  
 
1:12:47 Das alles ist der Vorgang des…
 
1:12:53 …Ansammelns, Verteilens, Ansammelns.
 
1:12:59 Sie sind das.
 
1:13:01 Das ist eine Tatsache.
 
1:13:04 Aber wir möchten die Tatsache
nicht sehen.
  
1:13:09 Wir sagen:
"Ich bin weit mehr."
  
1:13:13 Das 'weit mehr' ist das Verlangen,…
 
1:13:19 …ist Denken, das sagt: "Das ist zu wenig,
ich bin etwas Bedeutenderes."
  
1:13:21  
 
1:13:26 Auch das ist die Erfindung des Denkens.
 
1:13:30 Also sind Sie die Ansammlung von
Erinnerungen, die das Denken erzeugt.
  
1:13:40 Sehen Sie dem ins Auge!
 
1:13:43 Und der Tod kommt und sagt:
"Mein Freund, das ist das Ende."
  
1:13:53 Und Sie sagen: "Warte bitte,
lass mich etwas länger leben."
  
1:14:03 Also…
 
1:14:05 …bitte folgen Sie genau,
dann sehen Sie es selbst.
  
1:14:09 Zeit ist jetzt.
 
1:14:13 Zeit ist enthalten,…
 
1:14:20 …Vergangenheit, Zukunft ist jetzt.
 
1:14:26 Somit ist der Tod jetzt.
 
1:14:29 Das heißt, wenn ich an meiner Frau hänge,
an irgendetwas, an meinen Möbeln.
  
1:14:33  
 
1:14:35 Hängen Sie nicht an etwas?
 
1:14:39 Und der Tod kommt und sagt:
"Das ist das Ende."
  
1:14:44 Unterbricht es.
 
1:14:46 Also können Sie…
 
1:14:53 …von der Bindung frei sein?
 
1:14:56 Dann leben Sie mit
dem Leben und Sterben zur gleichen Zeit.
  
1:15:01 Verstehen Sie das?
Oh, nein!
  
1:15:09 Tun Sie es und Sie werden sehen,
wie außergewöhnlich das ist.
  
1:15:17 Wenn Sie an Erinnerungen hängen,
Erfahrungen,…
  
1:15:20 …Fehlschlägen, Ehrgeiz,…
 
1:15:26 …all das wird zu Ende gehen.
 
1:15:31 Können Sie also leben…
 
1:15:34 …mit dem Tod
und den Ehrgeiz beenden, jetzt?
  
1:15:39 Ohne Ehrgeiz zu leben,
bedeutet enorme Energie…
  
1:15:45 …und kein Unheil mehr anrichten.
 
1:15:52 So sind Tod und Leben…
 
1:15:56 …immer zusammen.
 
1:16:04 Wenn das eintrifft,…
 
1:16:08 …wirklich – nicht theoretisch,
eingebildet, gewünscht,…
  
1:16:11 …sondern das wirklich getan wird…
 
1:16:19 …woran Sie auch immer hängen.
 
1:16:23 Ich weiß, es ist schwer,…
 
1:16:28 …wenn ein Mann seiner Frau sagt:
"Liebling, ich hänge nicht mehr an dir."
  
1:16:35 Er bekommt viel Ärger.
 
1:16:43 Das schafft ein anderes Problem,
ein großes Problem.
  
1:16:49 Sie mögen frei von Bindung sein
und sie nicht.
  
1:16:54  
 
1:16:57 Oder sie ist es und Sie nicht.
Was ist dann Beziehung?
  
1:17:08 Ist Beziehung nur die Ansammlung
von Erinnerung als Vergnügen, Schmerz?
  
1:17:12  
 
1:17:19 Ist Beziehung dann nur eine Empfindung?
 
1:17:31 Das Bild vom anderen,
ist das Beziehung?
  
1:17:36 Und wenn es also …
 
1:17:42  
 
1:17:45 …die separaten Bilder gibt,
herrscht Konflikt, Schmerz, Angst.
  
1:17:50 Und wo Schmerz, Sorge, Angst da sind,
gibt es keine Liebe.
  
1:18:00 Tod…
 
1:18:02 …und Leben
marschieren immer gemeinsam.
  
1:18:12 Dann ist dieses Gefühl da
der absoluten Freiheit…
  
1:18:19 …von den kleinen Mühen
um mich selbst.
  
1:18:29 Und das ist notwendig,…
 
1:18:35 …um das zu verstehen, was zeitlos ist…
 
1:18:40 …wenn es so etwas gibt
wie Ewigkeit.
  
1:18:44 Wir sprechen ein anderes Mal darüber.
Aber…
  
1:18:47 …all das als einen Vorgang
des Lebens zu sehen,…
  
1:18:53 …Sterben und Leben.
 
1:18:58 Daher werden Sie
nie einen anderen töten,…
  
1:19:08 …nie absichtlich
einen anderen verletzen.
  
1:19:16 Alles klar? Fertig.