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Ist Liebe Teil des Bewusstseins?

Ojai - 27 May 1984

Public Talk 4



1:07 Das ist die letzte Rede…
 
1:12 …oder Unterhaltung
zwischen zwei Freunden.
  
1:20 Wir sprachen in den letzten…
 
1:24 …drei Reden…
 
1:28 …über verschiedene Aspekte
des Lebens.
  
1:33 Wir sagten, wie wichtig es ist,
etwas zu haben,…
  
1:37 …wie die Fähigkeit zu zweifeln,…
 
1:43 …zu hinterfragen,…
 
1:45 …und zwar alles
was in der Welt geschieht.
  
1:51 Nicht nur im Äußeren…
 
1:54 …auch im Inneren,
all unsere Gedanken…
  
1:59 …und Gefühle.
 
2:01 Wenn man sich
der eigenen Illusionen bewusst ist,…
  
2:06 …diese alle in Frage zu stellen.
 
2:10 Denn Skepsis,…
 
2:11 …ohne Zynismus,…
 
2:15 …hat eine sehr vorteilhafte Wirkung.
 
2:22 Unsere Gehirne sind programmiert…
 
2:23 …seit zweitausend Jahren…
 
2:31 …durch die christliche Welt.
 
2:36 Und die Hindus und Buddhisten,
drei- bis fünftausend Jahre.
  
2:42 Sie wurden programmiert
wie ein Computer.
  
2:46 Katholiken, Amerikaner, Russen.
 
2:49 Gläubige, Ungläubige.
 
2:52 Spezialisten,…
 
2:57 …Psychoanalytiker, Psychiater, etc.
Wissenschaftler, Doktoren.
  
3:00 Wir wurden programmiert.
 
3:02 Und daran besteht kein Zweifel.
 
3:08 Denn die Programmierung führte dazu,
dass wir konditioniert sind.
  
3:17 Und solange wir nicht
infrage stellen,…
  
3:22 …zweifeln,…
 
3:24 …auf gesunde Weise
äußerst skeptisch sind,…
  
3:32 …kann das Gehirn nie frei sein.
 
3:37 Und Freiheit…
 
3:40 …und frei sein,
sind zwei verschiedene Dinge.
  
3:46 Wenn wir das genau anschauen.
 
3:48 Denn wir sprechen über viele Dinge
heute morgen.
  
3:58 Freiheit.
 
4:02 Verlangen.
 
4:06 Und die Bedeutung des Denkens.
 
4:14 Und was ist…
 
4:17 …Religion,…
 
4:20 …auf der
die meisten Zivilisationen beruhen.
  
4:26 Die meisten Kulturen
entstanden aus dem…
  
4:29 …religiösen Aspekt des Lebens.
 
4:35 Und wir werden auch gemeinsam
über das komplexe Problem sprechen,…
  
4:40 …was Meditation ist.
 
4:48 All das werden wir
heute morgen besprechen.
  
4:52 Und, wenn ich Sie
erneut erinnern darf,…
  
4:58 …ohne zu eintönig zu sein,
dass dies in keiner Weise Unterhaltung ist.
  
5:01  
 
5:08 Nichts, an dem Sie für ein Wochenende
teilnehmen und es dann vergessen.
  
5:12  
 
5:16 Vielmehr befasst es sich
mit unserem täglichen Leben,…
  
5:24 …das so ungemein…
 
5:27 …gestört, chaotisch, unsicher,
verworren geworden ist.
  
5:34 Und…
 
5:36 …diese…
 
5:37 …Konditionierung,…
 
5:39 …dieses Programmiertsein,…
 
5:45 …man muss deren Natur verstehen…
 
5:49 …und schauen, ob es überhaupt möglich ist,
davon frei zu sein.
  
5:56 Ansonsten
gibt es keine Schöpfung.
  
6:00 Es ist dann alles Erfindung.
 
6:05 Erfindung ist etwas völlig anderes
als Schöpfung.
  
6:12 Eine technische Erfindung
ist das Produkt des Denkens.
  
6:21 Erfindung…
 
6:23 …auf jedem Gebiet,
Poesie, Religion,…
  
6:24 …Technik und so weiter,…
 
6:31 …das ist vergleichsweise einfach.
 
6:36 Aber um herauszufinden,…
 
6:39 …wie viele Religionen herausfinden wollten:
Was ist Schöpfung?
  
6:44  
 
6:51 Und um ihr Wesen zu verstehen,
ihre Tiefe und Schönheit,…
  
6:54 …muss man verstehen und davon frei sein,
dass man programmiert ist.
  
6:57 Was ist also…
 
7:06 …was heißt, frei zu sein?
 
7:15 Freiheit heißt,
von etwas [frei sein].
  
7:19 Freiheit von unserem eigenen…
 
7:25 …Elend.
 
7:29 Von den eigenen Schwierigkeiten
und Problemen.
  
7:33 Frei in einer Gesellschaft zu leben,
die für alle Menschen sorgt…
  
7:36 …eine Gesellschaft, die nicht
zu korrupt ist…
  
7:41 …und so weiter.
 
7:44 Freiheit von unseren
eigenen Fesseln…
  
7:49 …von unseren seltsamen Neigungen,
Meinungen und Urteilen,…
  
7:57 …in die die meisten von uns
verwickelt sind.
  
8:03 Meinungen,…
 
8:08 …Urteile, Schlussfolgerungen
sind so stark in jedem von uns.
  
8:13 Und…
 
8:15 …das verhindert
Wahrnehmen, klar zu sehen,…
  
8:18 …was los ist in der Welt, sowohl…
 
8:21 …außen, im Äußeren…
 
8:27 …und weit mehr noch…
 
8:30 …im Inneren,
die ganze psychische Vielschichtigkeit…
  
8:31 …des eigenen Lebens.
 
8:40 Was ist das also, frei zu sein.
 
8:45 Nicht, Freiheit von etwas,…
 
8:49 …die dann zu einer Reaktion wird.
 
8:56 Freiheit vom Kapitalismus
hat zur Gewaltherrschaft geführt…
  
9:03 …mit ihrem ganzen Elend
und ihrer Brutalität.
  
9:09 Und auch Freiheit
von unseren spezifischen Ängsten…
  
9:16 …ist noch im Bereich einer Reaktion.
 
9:21 "Ach, hätte man doch
die Freiheit von…
  
9:25 …einem seltsamen Drang,…
 
9:31 …einer Vorliebe,
man könnte groß dastehen".
  
9:35 Frei sein ist dagegen
etwas völlig anderes.
  
9:41 Das Wort 'frei' kommt von,…
 
9:45 …obwohl es etymologisch
nicht ganz feststeht,…
  
9:51 …frei, frei sein,…
 
9:53 …dieses Wort enthält 'Liebe',…
 
9:59 …neben anderen Bedeutungen.
 
10:05 Denn…
 
10:11 …wir begreifen nicht wirklich
in unserem Leben, was es heißt, zu lieben.
  
10:24 Und…
 
10:28 …wenn Liebe
das Gegenteil von Hass ist,…
  
10:33 …das Gegenteil von Eifersucht…
 
10:37 …oder wenn Liebe
das Gegenteil von Festhalten ist,…
  
10:43 …so hat jedes Gegenteil…
 
10:46 …seine Wurzeln
im eigenen Gegenteil.
  
10:51 Verstehen wir das?
 
10:55 Ist man habgierig,…
 
10:56 …wie die meisten von uns,…
 
11:02 …und…
 
11:04 …will man nicht habgierig sein,…
 
11:08 …dieser Widerspruch…
 
11:15 …erwächst aus der eigenen Habgier.
Verstehen Sie?
  
11:18 Ist das in etwa klar?
 
11:24 Schauen Sie,
wir führen ein Gespräch miteinander.
  
11:33 Der Sprecher ist nicht wichtig.
 
11:38 Das ist ernst gemeint. Keine Verehrung
der Person und solcher Unsinn.
  
11:42 Das ist alles dumm.
 
11:48 Aber was er sagt,
ist sehr, sehr wichtig.
  
11:53 Es muss mit Skepsis
begutachtet werden.
  
11:59 Nichts einfach akzeptieren,
was er sagt.
  
12:06 Er ist kein Profi, kein Experte.
 
12:10 Vielmehr gemeinsam,
wie zwei Freunde,…
  
12:16 …betrachten wir unser ganzes Leben,
das eigene Leben,…
  
12:21 …das sehr komplex ist.
 
12:25 Was Aufmerksamkeit erfordert,
Sorgfalt, Verständnis, Beobachtung.
  
12:33 Und da zwei Freunde,…
 
12:37 …über ihr Leben sprechen,…
 
12:43 …ist dies kein Vortrag
oder eine Predigt.
  
12:49 Ein Vortrag.
 
12:53 Dieses Wort bedeutet
informieren, belehren.
  
12:58 Wir belehren nicht
oder informieren,…
  
13:03 …als wüßte man alles über das Leben
und der andere nichts.
  
13:05  
 
13:09 Vielmehr [machen wir es] gemeinsam.
 
13:15 Es ist wichtig zu verstehen, was es heißt,
gemeinsam zu arbeiten und zu denken.
  
13:18  
 
13:24 Denn sehr wenige von uns
denken gemeinsam über etwas nach.
  
13:31 Sie haben so viele Meinungen, Urteile usw.
Wir denken nie gemeinsam.
  
13:35  
 
13:39 Wir beurteilen das Denken,…
 
13:42 …sind einig oder uneins,
du hast unrecht, ich nicht.
  
13:45 Aber…
 
13:47 …die Fähigkeit,…
 
13:53 …der Wunsch,…
 
13:56 …dieses gemeinsame Nachdenken…
 
14:00 …über alles…
 
14:04 …erfordert…
 
14:06 …eine Freiheit…
 
14:09 …einen Sinn für…
 
14:12 …Zuneigung,
Sorgfalt, Aufmerksamkeit.
  
14:17 Sonst können wir unmöglich
gemeinsam denken.
  
14:23 Dann werden Sie
ein Anhänger, ein Zuhörer,…
  
14:28 …um informiert und belehrt zu werden,
um sich daran zu halten.
  
14:36 Dann sind wir wieder im alten Muster.
 
14:42 Könnten wir jedoch
gemeinsam überlegen,…
  
14:46 …was frei sein heißt,…
 
14:50 …nicht wie Sie es sehen oder der Sprecher,
sondern zusammen herausfinden,…
  
14:54  
 
14:59 …in dieser…
 
15:04 …Einheit – wenn ich das sagen darf –
gibt es weder Sie noch den Sprecher.
  
15:09 Es gibt nur das Gefühl, dass wir zusammen
untersuchen, schauen, skeptisch, vernünftig…
  
15:13  
 
15:17 …die ganze Frage des eigenen Daseins
und aller Dinge um uns herum.
  
15:21 Das Wort 'frei', 'frei sein'…
 
15:30 …hat viele Bedeutungen,
aber meistens…
  
15:37 …bedeutet 'frei' ein Freund sein,
lieben.
  
15:46 Und Liebe ist keine…
 
15:52 …Sache, die das Denken entwickeln kann,…
 
15:56 …erzeugen kann…
 
16:01 …oder die gepflegt werden kann.
 
16:07 Sie können einen Garten pflegen.
 
16:11 Sie können alles pflegen,
was man pflügt, anbaut, pflanzt.
  
16:15  
 
16:17 Aber Liebe kann nicht
vom Denken kultiviert werden.
  
16:23 Daher ist es sehr wichtig, vollständig und
genau die Natur des Denkens zu verstehen.
  
16:28  
 
16:33 Könnten wir das wirklich
grundlegend verstehen,…
  
16:38 …würden wir in der Lage sein,
viele von unseren Problemen zu lösen.
  
16:44 Denn wir haben unzählige Probleme…
 
16:48 …mit Beziehungen, wirtschaftlich, sozial,…
 
16:52 …Probleme aller Art.
 
16:55 Die Menschen sind überlastet damit.
 
17:03 Also nicht nur die Natur der Freiheit
von etwas zu verstehen…
  
17:10 …und frei zu sein,…
 
17:15 …völlig frei,…
 
17:18 …nicht frei von etwas.
 
17:21 Ist das überhaupt möglich,…
 
17:25 …wenn das Denken
die ganze Zeit arbeitet?
  
17:31 Verstehen Sie meine Frage?
 
17:34 Daher ist es wichtig,
nicht wahr,…
  
17:40 …dass man nicht nur
durch Worte versteht,…
  
17:44 …oder durch Erklärungen,
was der Gesamtvorgang des Denkens ist.
  
17:48  
 
17:53 Denn wir leben durch Denken.
 
17:56 Alles Handeln beruht auf Denken.
 
18:02 In jedem Gebiet, in jedem Bereich,…
 
18:05 …in jedem Teil unseres Lebens,
Innen wie Außen,…
  
18:10 …ist Denken am Werk.
 
18:14 Wir haben dem Denken
immense Bedeutung verliehen.
  
18:21 Und ohne Aufdecken
der ganzen Struktur und Natur,…
  
18:27 …der Regungen des Denkens,…
 
18:32 …ist nur der Versuch, frei zu sein,…
 
18:37 …was ein Kultivieren der Freiheit ist,…
 
18:41 …eine Unmöglichkeit.
 
18:48 Also interessiert uns,…
 
18:51 …gemeinsam als Freunde,…
 
18:54 …was Freiheit ist…
 
18:58 …und was es heißt,
völlig frei zu sein?
  
19:07 Und kann es dieses Gefühl geben,…
 
19:13 …das Gefühl der Ganzheit,
in der Freiheit herrscht?
  
19:18  
 
19:21 Also befassen wir uns damit.
 
19:26 So lange wir programmiert sind,…
 
19:31 …Katholiken, Protestanten
mit den vielen Unterteilungen…
  
19:37 …oder Hinduismus, Islam
und Buddhismus,…
  
19:40 …wir wurden programmiert.
 
19:44 Und so lange wir das sind,
unser ganzes Gehirn…
  
19:48 …ist programmiert worden,
Jahrtausende lang,…
  
19:55 …kann es kein Gefühl
völliger Freiheit geben.
  
20:03 Ist das klar?
Sind wir da beieinander?
  
20:08 Ist es also möglich, frei zu sein?
 
20:14 Oder sind wir auf ewig…
 
20:18 …verdammt, programmiert zu sein,
wie ein Computer?
  
20:24 Unser Gehirn arbeitet,…
 
20:27 …der Sprecher ist kein Gehirnspezialist,
aber er beobachtete…
  
20:31 …viele, viele,…
 
20:35 …im Lauf von sechzig, siebzig Jahren,…
 
20:41 …wie das Gehirn der Menschen arbeitet.
 
20:46 Und auch durch beobachten
der eigenen Gehirntätigkeit.
  
20:53 Es ist so mechanisch geworden,
wiederholt immer.
  
21:00 Gerade sein Sammeln von Wissen
schränkt es ein.
  
21:07 Verstehen Sie das?
 
21:14 Wenn man sehr viel Wissen besitzt…
 
21:19 …in verschiedenen Fachgebieten,
wie die Wissenschaft,…
  
21:23 …ist man ein Experte in Chirurgie,
in der Medizin,…
  
21:28 …in der Telekommunikation usw.,…
 
21:36 …dann wird unser Gehirn
wirklich sehr klein.
  
21:42 Es kann auf gewisse Art wachsen,
aber das Wachsen bleibt begrenzt.
  
21:45  
 
21:49 Ich hoffe, Sie verstehen das.
 
21:54 Ist es nun möglich, dass man…
 
21:59 …völlig frei ist von dem Ganzen?
 
22:06 Sonst erfahren wir nie,
was es bedeutet, schöpferisch zu sein,…
  
22:11 …etwas, an das noch nie…
 
22:15 …gedacht wurde,
was völlig neu ist.
  
22:23 "Es gibt nichts Neues in der Welt."
 
22:27 Wenn wir diese Devise bejahen,…
 
22:31 …entdecken wir nie,
was Kreativsein heißt.
  
22:37 Um das Programmieren zu verstehen
und warum wir es zulassen,…
  
22:40  
 
22:44 …darf man nicht nur,
wie wir gestern…
  
22:48 …morgen, das Verlangen
nach Sicherheit untersuchen.
  
22:52  
 
22:56 Wir haben das gestern morgen vertieft
und lassen das jetzt.
  
22:58 Wir haben auch oft
die Natur des Denkens ergründet,…
  
23:04 …aber die meisten
haben die Tragweite nicht erfasst,…
  
23:12 …die Beschaffenheit des Denkens,…
 
23:16 …wie begrenzt Denken ist,…
 
23:20 …auch wenn es die unglaublichsten
Dinge getan hat…
  
23:27 …im Bereich der Technik
wie im Bereich der Psyche.
  
23:32 Aber was es auch getan hat,
es ist noch sehr begrenzt.
  
23:40 Denn wie wir gestern darlegten,
gibt es immer ein 'Mehr',…
  
23:43  
 
23:48 …nicht nur in der Technik,
auch innen – 'mehr', 'besser'.
  
23:50  
 
23:53 'Mehr' und 'besser'
ist Messen.
  
23:58 Und wo gemessen wird,
herrscht Eingrenzung.
  
24:04 Das ist eins der Probleme
der religiösen Menschen.
  
24:11 Wir haben das dargelegt, d.h.,…
 
24:14 …die Griechen, die alten Griechen…
 
24:20 …befassten sich mit Messen.
 
24:24  
 
24:27 Sonst gäbe es nicht
die enorme Technik im Westen.
  
24:31 Denn der Westen hat seine Wurzeln
im alten Griechenland.
  
24:39 Und im alten Indien sagte man,…
 
24:43 …messen ist in jeder Form
eine Illusion.
  
24:50 Sie können unmöglich
das Unermessliche messen.
  
24:56 Verstehen Sie?
 
24:58 Es gibt also zwei…
 
24:59 …widersprüchliche Aussagen.
 
25:05 In der Technik müssen Sie messen.
 
25:10 Und auch psychisch
akzeptieren wir messen, wie das 'Mehr',…
  
25:15 …das 'Besser',…
 
25:18 …das 'Werden'.
 
25:22 Während die alten…
 
25:27 …Hindus sagten: "Jede Form des Messens
ist Eingrenzung."
  
25:32 Sie sagten das
und ließen es völlig außer Acht.
  
25:41 Aber wahrscheinlich haben sie nie,
ich weiß nicht …
  
25:46 Der Sprecher kennt ihre Worte nicht genau,
denn er liest keine Bücher.
  
25:49  
 
25:56 Messen enthält Denken.
 
26:03 Denken fußt auf Wissen,
Erfahrung und Erinnerung.
  
26:08 Und Wissen ist stets begrenzt,
jetzt und in der Zukunft.
  
26:13 Somit ist Denken stets begrenzt.
 
26:16 Es kann sich Unendlichkeit einbilden
und alle Götter der Welt erfinden,…
  
26:19  
 
26:23 …die ganzen Rituale und noch mehr,
was alles völlig unwirklich ist.
  
26:26 Also Denken…
 
26:34 …kann nie frei sein.
 
26:43 Oder Denken kann nie
zu dem Empfinden führen, völlig frei zu sein.
  
26:46  
 
26:51 Richtig?
 
26:53 Verstehen Sie das?
 
26:55 Weil Denken selbst begrenzt ist,…
 
26:59 …daher wird alles, was es macht,…
 
27:04 …immer noch begrenzt sein.
 
27:08 Und Denken wird
vom Verlangen angetrieben.
  
27:15 Richtig?
 
27:18 Also müssen wir uns mit Natur und Struktur
des Verlangens befassen.
  
27:26 Das Wort 'Verlangen'
bedeutet 'haben wollen'.
  
27:32 Ein Ausdruck,
der von etwas mehr haben will.
  
27:39 Verlangen,…
 
27:42 …das Wort bedeutet 'haben wollen'…
 
27:44 …'nicht haben' – 'wollen'.
 
27:51 Klar?
 
27:53 Also wollen wir zusammen verstehen,
was Verlangen ist.
  
28:06 Ich weiß nicht,
ob Sie es schon beobachtet haben,…
  
28:13 …nicht nur bei sich selbst,
sondern bei allen um Sie herum,…
  
28:19 …die Priester,…
 
28:21 …die Hierarchie der Priester,…
 
28:24 …die Päpste in der Geschichte…
 
28:28 …und alle Mönche weltweit,…
 
28:34 …und alle Menschen in der Welt,…
 
28:35 …sind…
 
28:43 …unzufrieden mit dem was sie sind,…
 
28:48 …sie möchten mehr,
sie verlangen nach mehr.
  
28:50  
 
28:55 Wollen Sie nicht alle mehr haben?
 
29:01 Sind wir nicht alle
vom Verlangen angetrieben?
  
29:07 Erfolgreich sein, Geld haben,
eine hohe Position, berühmt sein.
  
29:10  
 
29:16 Sie kennen das Ganze.
Wir sind voller Wünsche.
  
29:18 Und…
 
29:23 …welcher Bezug besteht…
 
29:28 …zwischen Verlangen und Denken?
 
29:34  
 
29:35 Bitte stellen Sie die Frage.
 
29:38 Da zwei Freunde sich unterhalten,…
 
29:44 …sagt der Sprecher zum Freund,
"schau,…
  
29:48 …welcher Bezug
besteht zwischen den beiden,…
  
29:54 …zwischen Verlangen und Denken."
 
29:58 Warum hat Denken…
 
30:05 …im Bereich der Religionen…
 
30:11 …auf Unterdrückung
des Verlangens bestanden.
  
30:13 Die Mönche sagten überall,
Verlangen darf nicht sein, unterdrücke es.
  
30:16  
 
30:20 Oder richte das Verlangen auf etwas
das Gott heißt, Erlöser, ein Sinnbild.
  
30:24  
 
30:29 Richtig?
 
30:33 Also ist Verlangen
ungemein wichtig in unserem Leben.
  
30:42 Wir wollen es nicht unterdrücken
oder darüber hinausgehen…
  
30:48 …oder das Verlangen
auf etwas Edleres richten,…
  
30:55 …ein Sinnbild, etwas Bedeutendes.
Das kann man alles streichen.
  
31:00 Wir versuchen nun,
die Natur des Verlangens zu verstehen.
  
31:07 Haben Sie Erklärungen
des Sprechers schon gehört,…
  
31:12 …so vergessen Sie,
was er da gesagt hat.
  
31:18 Wir sind jetzt abermals,…
 
31:22 …von Neuem dabei,
das zu untersuchen.
  
31:30 Und beim Untersuchen
muss man nicht nur…
  
31:35 …frei sein von der Verehrung
einer Person,…
  
31:43 …sondern es muss
auch Freiheit herrschen von……
  
31:51 …von der Angst,
nicht ohne Verlangen zu sein.
  
31:57 Verstehen Sie?
 
32:01 Es erfordert eine Form des…
 
32:06 …Wahrnehmens ohne Verfälschung.
 
32:11 Ohne Motiv,…
 
32:14 …aber sehr genaues Beobachten,…
 
32:19 …der gesamten Regungen
des Verlangens.
  
32:26 Können wir damit fortfahren?
 
32:34 Wir sitzen unter einem Baum,…
 
32:41 …unter etlichen Bäumen.
 
32:45 Blauer Himmel zwischen den Blättern,
in der Ferne Berge und Hügel,…
  
32:49 …die Lichtflecken auf uns allen.
 
32:55 Wenn man all das sieht,…
 
32:58 …völlig klar,…
 
33:02 …und all diese Schönheit sieht,…
 
33:07 …wie hängen Schönheit
und Verlangen zusammen?
  
33:12 Verstehen Sie meine Frage?
 
33:17 Also müssen wir auch untersuchen,…
 
33:20 …was Schönheit ist?
 
33:24 In Ordnung?
 
33:30 Was ist Schönheit?
 
33:38 Wir warten,
bis das Flugzeug vorbei ist.
  
33:41 Wir fragen:
 
33:57 Was ist Schönheit?
 
34:04 Ein schönes Gedicht,…
 
34:07 …ein schönes Bild,…
 
34:10 …ein schöner Baum
auf einsamem Feld,…
  
34:15 …die Schönheit…
 
34:16 …einer Woge,…
 
34:20 …die stille Schönheit
eines blauen Sees,…
  
34:28 …und die Schönheit hoher Berge…
 
34:32 …die immense Größe,…
 
34:35 …ihre Würde, ihre Reglosigkeit,…
 
34:38 …die Kontur gegen den blauen Himmel,
schneebedeckt.
  
34:46 Und all die Museen in dieser Welt,…
 
34:51 …mit ihren antiken Skulpturen,…
 
34:55 …modernen Gemälden…
 
34:58 …und der klassischen Bildhauerei.
 
35:05 Viele haben das gesehen.
 
35:08 Und wir sagen beim Anschauen,
wie unglaublich schön das ist.
  
35:10  
 
35:15 Wenn Sie den Parthenon in Griechenland
zum ersten Mal sehen,…
  
35:20 …knien Sie beinahe nieder
vor der Schönheit des Bauwerks.
  
35:28 Und wenn Sie schöne Menschen sehen,
besonders ein Kind,…
  
35:34 …dann…
 
35:40 …sind Sie sprachlos für einen Moment
durch all die Schönheit dieser Erde.
  
35:46 Und…
 
35:48 …hängt Schönheit
vom Auge des Betrachters ab?
  
35:55 Verstehen Sie die Frage?
 
36:01 Ist Schönheit eine Frage
der Unterweisung,…
  
36:07 …dass man sich auskennt
in der Malerei der Welt,…
  
36:11 …vom modernen Picasso
bis zum alten…
  
36:14 …Masaccio und so weiter?
 
36:21 Gut Bescheid zu wissen,
um darüber zu sprechen,…
  
36:25 …um mitzuspielen,
ist das alles Schönheit?
  
36:31 Was ist dann Schönheit?
 
36:34 Wann nehmen Sie Schönheit wahr?
 
36:41 In einem Gesicht,…
 
36:44 …in einem Berg, einem Baum,
die Sichel des Mondes, in der…
  
36:48 …ersten…
 
36:52 …Mondphase,…
 
36:54 …nur ein Streifen…
 
36:57 …und die Stille eines ruhigen Abends,…
 
37:02 …wann nehmen Sie all das wahr?
 
37:07 Und…
 
37:08 …das Wort 'Schönheit'…
 
37:14 …reicht den meisten, um zu sagen,
"Wie schön ist das",…
  
37:18 …und zum Nächsten zu gehen.
 
37:25 Sie sehen herrliche Gemälde…
 
37:30 …von Leonardo da Vinci oder
Michelangelo usw.,…
  
37:35 …und gehen dann zum Tee.
 
37:38 Stimmts?
 
37:41 So machen wir es im allgemeinen.
 
37:45 Wir befassen uns nie wirklich
mit der Frage, was Schönheit ist.
  
37:52 Und wann spüren Sie
dieses Gefühl der ungeheuren…
  
37:59 …Grenzenlosigkeit
und der Wahrheit des Schönen?
  
38:12 Wenn Sie hohe Berge sehen…
 
38:17 …die tiefen Täler und den Schnee
vor dem blauen Himmel,…
  
38:20  
 
38:24 …ist dann nicht für einen Moment…
 
38:28 …durch die Würde
und Majestät der Berge,…
  
38:33 …sind dann nicht kurz
alle Probleme weg.
  
38:38 Sie vergessen ihr Elend,
Verwirrung, Sorgen und so weiter.
  
38:41  
 
38:45 Und die ungeheure Größe
eines schneebedeckten Gipfels…
  
38:53 …trägt Sie fort,…
 
38:57 …trägt ihr Selbst fort.
 
38:59 Haben Sie das schon bemerkt?
 
39:03 Schönheit kann also nur da sein,
wenn das Selbst weg ist.
  
39:11 Verstehen Sie?
 
39:16 Wenn der Geist,
das Gehirn nicht plappert,...
  
39:20 …nicht im Netz der Worte gefangen ist.
 
39:27 Wenn es wirklich völlig still ist…
 
39:34 …wenn das Ich, Selbst, Ego,
die Person völlig weg ist,…
  
39:36  
 
39:40 …dann sehen Sie die einzigartige
Schönheit der Welt,…
  
39:44 …des Baumes und des Himmels.
 
39:50 Und…
 
39:54 …was hat dieses einzigartige Gefühl
der Schönheit mit Verlangen zu tun?
  
40:04 Wir wollen sie einfangen,…
 
40:07 …diese Schönheit.
 
40:12 Wir wollen sie festhalten,
mit ihr leben,…
  
40:16 …um dieses Gefühl zu haben,…
 
40:20 …um völlig frei zu sein von all dem Aufruhr,
Lärm und der Vulgarität der Welt.
  
40:23 Also müssen wir untersuchen,…
 
40:29 …rational…
 
40:38 …genau und vernünftig,…
 
40:41 …was Verlangen ist?
 
40:45 Verlangen hat eine Menge geschaffen,…
 
40:51 …großartige Architektur,…
 
40:57 …und auch Kriege verursacht,
Zerstörung usw.
  
41:02 Wir müssen ihn
also wirklich verstehen,…
  
41:08 …diesen ungeheuren Drang
der Menschen,…
  
41:15 …dessen Sklaven wir sind.
 
41:22 Wenn Sie unter diesen Bäumen sitzen,
und das schöne Licht sehen,…
  
41:26  
 
41:29 …auch wenn es etwas heiß ist,
unglücklicherweise,…
  
41:35 …nehmen Sie sehr intensiv wahr. Nein?
 
41:41 Ihre Sinne sind wach,
wenn Sie aufmerksam sind.
  
41:47 …Ihre Sinne reagieren auf das Ganze.
 
41:54 Also dieser Sinneseindruck…
 
41:58 …der Bäume, des Lichts,
der Hügel, der Stille,…
  
42:01 …weckt eine Empfindung.
 
42:09 Wenn Sie den Pazifik sehen
beim Fahren auf dem Highway,…
  
42:17 …können Sie die Wasserfläche
mit allen Sinnen anschauen?
  
42:24 Haben Sie das je gemacht…
 
42:26 …mit allen Sinnen,
ganz lebendig, wach?
  
42:36 Dann in diesem
vollkommenen Wahrnehmen,…
  
42:42 …mit all Ihren Sinnen,
nicht teilweise,…
  
42:46 …einer mehr als andere, sondern der
ganze Körper, die Nerven, ihr ganzes Sein,…
  
42:50  
 
42:55 …wenn Sie mit so immenser
Aufmerksamkeit wahrnehmen,…
  
42:59  
 
43:01 …haben Sie bemerkt,
dass dann kein Selbst da ist,…
  
43:07 …dass kein Ich mehr da ist?
 
43:10 Wir machen da gleich weiter.
 
43:13 Wir leben also mit Sinneseindrücken.
 
43:19 Das ist offensichtlich.
 
43:24 Diese Eindrücke…
 
43:30 …werden…
 
43:34 …vom Denken übernommen
und zu einem Bild geformt.
  
43:39 Um es ganz einfach zu machen,…
 
43:44 …Sie sehen etwas Schönes
in einem Laden,…
  
43:49 …Sie gehen hinein,…
 
43:53 …berühren es, sind in Kontakt,
spüren die Qualität…
  
43:56 …der Seide oder des Materials,…
 
44:03 …es gibt eine Empfindung.
 
44:07 Dann kommt Denken dazu und sagt:
"Wie schön, wenn ich das hätte.
  
44:10  
 
44:14 Wie gut würde mir das stehen."
 
44:20 Wenn Denken das Bild formt
aus der Empfindung, entsteht Verlangen.
  
44:25  
 
44:28 Ja? Haben Sie das erfasst?
 
44:32 Wenn Denken…
 
44:37 …etwas erzeugt oder aus dem
Sinneseindruck ein Bild macht, wie es ist,…
  
44:41 …wenn man das schöne Hemd hat,…
 
44:48 …oder das Kleid, das Auto,…
 
44:51 …das Haus, den Kühlschrank,
was immer Sie wollen…
  
44:57 …genau dann entsteht Verlangen.
 
45:02 Das ist so klar und offensichtlich,
wenn man…
  
45:09 …jede Sekunde
das ganze Geschehen wahrnimmt,…
  
45:14 …was viel Aufmerksamkeit erfordert,…
 
45:24 …damit man nichts verpasst.
 
45:28 Die Frage ist also,…
 
45:32 …sowie Denken die Empfindung
zu einem Bild, einem Vergnügen formt,…
  
45:36 …genau dann entsteht Verlangen.
 
45:40 Jetzt ist die Frage…
 
45:43 …kann…
 
45:45 …es einen langen Zeitabstand geben…
 
45:49 …zwischen Sinneseindruck…
 
45:54 …und dem Denken,
das ein Bild daraus macht?
  
45:58 Einen Zeitabstand.
 
46:03 Das braucht viel Aufmerksamkeit, und wo
Aufmerksamkeit herrscht, ist auch Disziplin.
  
46:06  
 
46:14 Verstehen Sie?
Auf gehts, Herrschaften.
  
46:20 Schlafen Sie alle?
 
46:26 Das ist wichtig, weil…
 
46:31 …wir ständig im Konflikt leben.
 
46:37 Konflikt verstehen, ist das Sehen…
 
46:38 …der Tatsache…
 
46:46 …und…
 
46:48 …der Folgen der Tatsache.
 
46:51 Verstehen Sie?
 
46:54 Die Tatsache.
 
46:58 Und was wir aus der Tatsache machen.
 
47:02 Wir machen daraus etwas Abstraktes,
eine Idee, ein Ideal…
  
47:09 …und zwischen Tatsache und Ideal
herrscht immer Konflikt.
  
47:14 Weiter mein Herr.
 
47:17 Und wenn wir sehen,…
 
47:21 …dass es Wahrnehmen gibt,…
 
47:28 …das natürlich ist, gesund, rein,
außer man ist völlig gelähmt,…
  
47:30  
 
47:36 …und Denken, das die Wahrnehmung formt,
das Bild der Wahrnehmung,…
  
47:45 …ob man beides trennen kann
für eine Weile.
  
47:51 Sie getrennt zu halten,
erfordert viel Aufmerksamkeit.
  
48:01  
 
48:02 Und so wird Verlangen nie unterdrückt,
aber wachsam betrachtet.
  
48:07  
 
48:10 Verstehen Sie das?
 
48:14 Denn wenn Sie es unterdrücken,
entsteht ein Konflikt.
  
48:22 Wenn Sie Verlangen überwinden wollen,
führt das auch zum Konflikt.
  
48:24  
 
48:28 Gibt es aber hohe Aufmerksamkeit
und Wachsamkeit…
  
48:35 …wie Denken Wahrnehmung formt,…
 
48:41 …dann…
 
48:47 …haben Aufmerksamkeit und
Wachsamkeit ihre eigene Intelligenz, und…
  
48:49  
 
48:52 …wenn es nötig ist, gehen Sie und kaufen es,
aber machen Sie keinen Konflikt daraus.
  
48:54  
 
49:00 Wenn Sie wenigstens etwas
davon verstehen.
  
49:05 Es ist wirklich wichtig,
all das zu verstehen,…
  
49:09 …ob der Mensch konfliktfrei
auf dieser wunderschönen Erde leben kann.
  
49:18 Wir leben jeden Tag
unseres Lebens in Konflikt.
  
49:23 Seit frühesten Zeiten bis jetzt.
 
49:29 Es ist unser Erbe,…
 
49:32 …im Konflikt zu leben,…
 
49:37 …nicht nur im Äußeren, im Krieg usw.,…
 
49:41 …sondern noch weit mehr im Inneren,…
 
49:45 …Konflikt untereinander, in unseren
Beziehungen, enge, intime usw.
  
49:47  
 
49:50  
 
49:54 Ob diese Konflikte wohl je enden können,
damit das Gehirn völlig frei ist?
  
49:58  
 
50:07 Und deshalb ist es wichtig,
die Natur des Verlangens zu verstehen,…
  
50:16 …und die Natur des Gespürs
für die immense Schönheit des Lebens…
  
50:23 …auf dieser Erde.
 
50:29 Dann sollten wir uns auch
damit befassen, was Liebe ist.
  
50:39 Wir wollen dabei
nicht sentimental werden…
  
50:44 …oder romantisch.
 
50:49 Aber wenn wir sagen: "Ich liebe Dich",
was meinen wir damit?
  
50:52  
 
50:56 Wenn der Mann zur Frau
oder die Frau zum Mann sagt, oder…
  
51:01 …Freunde sagen zueinander:
"Ich liebe dich", was heißt das?
  
51:15 Man liebt Bücher oder Gedichte.
 
51:21 Man liebt Sport.
 
51:25 Man liebt Sex.
 
51:29 Ich liebe es, berühmt zu sein.
 
51:33 Wir benutzen das Wort so leichthin.
 
51:37 Wir haben anscheinend nie,…
 
51:42 …den vollen Gehalt ergründet,
was 'lieben' heißt.
  
51:45  
 
51:52 Liebe ist offenbar ein weiterer Anlass
für Konflikte geworden.
  
52:00 Man liebt seine Frau…
 
52:03 …und es gibt Konflikt, Zank,
Eifersucht, Groll,…
  
52:06 …Scheidung und der Schmerz
dieser Beziehung…
  
52:12 …und auch deren Freuden.
 
52:17 Also sollten wir diese Frage
genau anschauen,…
  
52:24 …denn es könnte die Lösung
all unserer Probleme sein.
  
52:32 Vielleicht das Ein und Alles,…
 
52:36 …wenn wir verstehen,…
 
52:39 …ob sie im Gehirn ist oder außerhalb.
Verstehen Sie?
  
52:43  
 
52:45 Ob Liebe im Gehirn enthalten ist,
wie Gedanken,…
  
52:52 …Sorgen, Schmerz, Schwermut,
Angst, Einsamkeit,…
  
52:57 …der ganze Inhalt des Bewusstseins.
 
53:01 Ist Liebe Teil dieses Bewusstseins?
Verstehen Sie?
  
53:05 Oder…
 
53:08 …ist sie vollkommen außerhalb.
 
53:18 Außerhalb von Bewusstsein
und Gehirn.
  
53:23 Vermutlich haben wir nie
diese Fragen gestellt.
  
53:31 Man hofft, es stört Sie nicht,
dass man diese Fragen stellt.
  
53:39 Was ist Liebe,
wie wir sie kennen?
  
53:45 Liebe bringt viele Konflikte
in unser Leben,…
  
53:49 …viel Vergnügen,…
 
53:54 …viele Sorgen und Ängste,…
 
53:59 …Eifersucht,…
 
54:03 …Neid.
 
54:05 Kennen Sie das nicht?
 
54:09 Also, ist Verlangen Liebe?
 
54:15 Ist Vergnügen Liebe?
 
54:21 Ist…
 
54:23 …Liebe im Bereich
oder im Gebiet des Denkens?
  
54:33 Für die meisten von uns
ist sie offenbar in diesem Gebiet.
  
54:40 Konflikt, Schmerz, Sorgen
und Denken.
  
54:48 Und…
 
54:54 …um Liebe zu verstehen,
nicht 'verstehen',…
  
54:56 …um ihre Tiefe zu haben, ihre Größe,
ihre Flamme, ihre Schönheit,…
  
55:00  
 
55:03 …wie kann da Eifersucht herrschen,…
 
55:08 …wie kann es Ehrgeiz geben,…
 
55:14 …Aggression, Gewalt.
 
55:20 Und…
 
55:22 …kann es – kann man völlig frei sein
von diesen ganzen Dingen?
  
55:30 Bitte stellen Sie diese Frage.
 
55:37 Wo Liebe herrscht, tun Sie, was Sie wollen,
es wird immer richtig sein.
  
55:45 Es bringt nie Konflikt ins eigene Leben.
 
55:53 Es ist also wichtig zu erkennen,
dass…
  
55:56 …Eifersucht, Feindschaft,…
 
56:04 …Konflikt und Beziehungsschmerz…
 
56:07 …nichts zu suchen haben,
wo Liebe herrscht.
  
56:12 Und kann man von all dem frei sein?
 
56:17 Nicht morgen – jetzt?
 
56:21 Verstehen Sie?
 
56:23 Denn, wie gestern gesagt,…
 
56:27 …ist Zeit,…
 
56:31 …die Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft ist,……
  
56:34 …alle Zeit ist im Jetzt enthalten.
 
56:40 Wir haben das gestern
genau dargelegt.
  
56:44 Wenn wir sagen: "Ich kultiviere Liebe"
oder "Ich will die Eifersucht loswerden",…
  
56:50 …dann,…
 
56:53 …wenn Sie versuchen,…
 
57:03 …frei zu sein – versuchen,…
 
57:06 …dann werden Sie nie frei sein.
 
57:09 Ich weiß nicht,
ob Sie das verstehen.
  
57:15 Wenn Sie sagen: "Ich tue mein Bestes",
was Blödsinn ist.
  
57:22 Das heißt, dass man die Wahrheit
nicht voll gespürt hat,…
  
57:26 …alle Zeit,
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,…
  
57:29 …ist…
 
57:34 …im Jetzt,…
 
57:43 …in der Gegenwart, tatsächlich.
 
57:47 Denn wenn Sie etwas jetzt nicht tun,
geht es morgen weiter.
  
57:50 Die Zukunft liegt im Jetzt.
Verstehen Sie das?
  
57:56 Also…
 
57:57 …kann man das völlig weg lassen,…
 
58:03 …alle Ursachen für…
 
58:07 …Konflikte,
die das Selbst, das 'Ich' sind,…
  
58:11 …damit man diese Flamme spürt,
die Größe der Schönheit der Liebe.
  
58:13  
 
58:20 Und wir sollten auch erörtern,
wenn die Zeit reicht,…
  
58:31 …wir sollten zusammen besprechen,
was Religion ist.
  
58:46 All die organisierten Religionen
der Welt…
  
58:52 …mit ihren Ritualen,
den Verkleidungen und so weiter…
  
58:57 …mit den Symbolen,
über alles ein Kreuz schlagen,…
  
59:02 …ist all das Religion?
 
59:07 Die ursprüngliche Bedeutung
des Wortes ist nicht klar.
  
59:13 Man sagt, Religion sei ein Binden,…
 
59:19 …eine Verbindung zwischen,…
 
59:23 …ein Band zwischen Mensch und Gott.
 
59:28 Und so weiter.
 
59:30 Wenn Sie das untersuchen,…
 
59:33 …und Untersuchen erfordert Skepsis,…
 
59:38 …Hinterfragen worauf man vertraut,…
 
59:43 …was man glaubt,…
 
59:47 …sonst ist es unmöglich…
 
59:51 …zu untersuchen,
die Wahrheit über Religion zu finden.
  
59:56 Die Meisten leben in Illusionen
über die Religionen.
  
1:00:01 Wir sehen nie das Denken
als Ursache der…
  
1:00:07 …Rituale, Kleider, Götter, Zeremonien,
Weihrauch. – Der ganze Kram…
  
1:00:12 …wurde vom Denken erzeugt.
 
1:00:20 Was also ist Religion?
 
1:00:26 Es ist wichtig,
dass man das herausfindet.
  
1:00:32 Denn der Mensch hat immer,
seit den Anfängen der Zeit,…
  
1:00:38 …hat immer zu ergründen versucht,…
 
1:00:42 …gibt es noch etwas…
 
1:00:45 …Anderes…
 
1:00:47 …als die materielle Welt mit ihren Wirren…
 
1:00:52 …ihren Komplikationen, Kämpfen,
Schmerzen usw.
  
1:00:57 Gibt es etwas,
das über all das weit hinausgeht.
  
1:01:03 Sie stellen diese Frage.
 
1:01:09 Und jemand kommt und meint:
"Ich weiß Bescheid. Ich sage es Dir."
  
1:01:12  
 
1:01:16 So hat es angefangen,…
 
1:01:22 …seit den alten Sumerern…
 
1:01:25 …seit den alten Ägyptern und alten Hindus
sagen sie,…
  
1:01:29 …wir erklären es.
 
1:01:35 Sie wurden die Priester.
 
1:01:37 Die Urvölker, die aufschrieben,…
 
1:01:41 …studierten…
 
1:01:45 …usw.,…
 
1:01:46 …sie wurden die Erklärer jener Sache
für die Menschen.
  
1:01:53 Es wurde ein guter Beruf,
wie irgendein anderer Beruf.
  
1:02:00 Und das ging so weiter
seit undenklichen Zeiten.
  
1:02:09 Um nun herauszufinden,
was ein religiöser Geist ist,…
  
1:02:18 …was Religion in Wahrheit ist,…
 
1:02:24 …muss man frei sein von jeder Autorität,
von jedem Glauben.
  
1:02:32 Zu überhaupt nichts zu gehören.
 
1:02:39 Klar?
 
1:02:41 Es muss das Gefühl da sein,
vollkommen frei zu sein.
  
1:02:52 Dann kann man ergründen,…
 
1:02:57 …oder beobachten, wahrnehmen,
was Wahrheit ist.
  
1:03:04 Nicht die Wahrheit
oder die Wirklichkeit.
  
1:03:09 Wir wollen beides unterscheiden.
 
1:03:12 Mein Gott, so viel zu erklären.
 
1:03:17 Ich weiß nicht, warum man
das alles erklären muss.
  
1:03:23 Ich fürchte,
Sie sind zu gebildet.
  
1:03:27 Sie wissen zu viel,…
 
1:03:33 …haben zu viel gelesen,
Professoren zugehört usw.
  
1:03:40 Was ist Wirklichkeit?
 
1:03:46 Wirklichkeit ist,
dass Sie dort sitzen…
  
1:03:50 …und der Sprecher hier oben.
 
1:03:55 Wirklichkeit sind diese Bäume.
 
1:04:02 Wirklichkeit ist die Natur,…
 
1:04:05 …die Vögel, der Ozean, die Wale,…
 
1:04:10 …die Schönheit der gewaltigen Tiere
in den Tiefen der Meere.
  
1:04:13  
 
1:04:18 Wirklichkeit ist
sowohl das Äußere wie das Innere.
  
1:04:25 Klar?
 
1:04:27 Die Natur ist Wirklichkeit,
die Zeit ebenso.
  
1:04:33 Und Wirklichkeit ist auch…
 
1:04:37 …die innere Illusion, die Sie erzeugt haben
und an der Sie festhalten.
  
1:04:39 Das Symbol, das Bild,…
 
1:04:46 …das idealisierte Bild,…
 
1:04:54 …obwohl illusorisch, Sie halten daran fest,
das ist die Wirklichkeit.
  
1:04:59  
 
1:05:02 Also sind Wirklichkeit und Wahrheit
zwei verschiedene Dinge.
  
1:05:13 Wahrheit hat nichts zu tun
mit Vermutungen,…
  
1:05:19 …mit Spekulationen,…
 
1:05:21 …mit Idealisierungen.
 
1:05:26 Sie ist keine Erfindung des Denkens.
 
1:05:31 Um die Wahrheit zu finden – nicht finden,
damit Wahrheit da sein kann,…
  
1:05:42 …wurde gesagt,
dass man meditieren muss.
  
1:05:47 Um das Ewige zu finden, das über alles Maß
und Denken hinausgeht, über alle Worte,…
  
1:05:51  
 
1:05:54 …muss man meditieren.
 
1:06:01 Und sie sagten auch,…
 
1:06:03 …zum meditieren braucht man
ein System, eine Methode,…
  
1:06:08 …und wir werden Ihnen
System und Methode beibringen.
  
1:06:14  
 
1:06:17 Die Gurus haben das fortwährend benutzt
und Geld gescheffelt.
  
1:06:24 Wir untersuchen also nicht,…
 
1:06:27 …wie man meditiert,…
 
1:06:34 …was eine dumme Frage wäre,…
 
1:06:37 …sondern was Meditation ist.
 
1:06:42 Warum ist es nötig,
dass man überhaupt meditiert?
  
1:06:50 Meditation,…
 
1:06:54 …das Wort bedeutet 'nachsinnen',
'nachdenken'.
  
1:07:00 Es hat aber noch
eine tiefere Bedeutung:
  
1:07:08 Messen.
 
1:07:11 Meditieren bedeutet auch messen.
 
1:07:18 Also, Meditation ist…
 
1:07:24 …völliges Freisein vom Messen.
 
1:07:34 Messen ist Vergleichen.
 
1:07:39 Ich bin das, ich werde jenes sein.
Vergleichen.
  
1:07:44 Ein tägliches Leben führen,
ohne den Hauch eines Vergleichs.
  
1:07:52 Haben Sie das je gemacht?
 
1:08:04 So zu leben…
 
1:08:08 …nie ein Beispiel haben,
nie ein Ziel,…
  
1:08:12 …nie einen Zweck,…
 
1:08:18 …nie eine Zukunft haben,…
 
1:08:22 …die Vergleichen ist, ich bin dies, werde das,
ohne Werden leben, das Vergleichen ist.
  
1:08:26 Wenn Sie ins Museum gehen,…
 
1:08:33 …vergleichen Sie.
 
1:08:39 Sie vergleichen zwei Materialien.
 
1:08:43 Ein Stoff ist besser als der andere.
Sie vergleichen zwei Autos.
  
1:08:45  
 
1:08:49 Das ist normal, notwendig.
 
1:08:52 Aber dieses innere Vergleichen
die ganze Zeit,…
  
1:09:01 …davon völlig frei zu sein,…
 
1:09:06 …das gehört zur Meditation.
 
1:09:11 Dann ist das Gehirn frei
von jeglichem Vergleichen,…
  
1:09:19 …außer wenn es nötig ist,
physisch – Auto, Hemd, Kleidung usw.
  
1:09:23  
 
1:09:29 Ist das möglich?
 
1:09:33 Kann man so leben,
nie vergleichen?
  
1:09:39 Sehen was passiert, ohne zu vergleichen?
 
1:09:43 Auch Konflikt hört auf.
 
1:09:49 Meditation…
 
1:09:52 …ist also keine Übung,…
 
1:09:57 …kein System,…
 
1:10:03 …kein Wiederholen eines Mantras.
Sie kennen das Wort?
  
1:10:06 Sie kennen die Wortbedeutung?
 
1:10:11 Nein.
Aber Sie wiederholen es.
  
1:10:15 Dies ist ein wunderbares Land.
 
1:10:22 Die Bedeutung des Wortes
Mantra ist,…
  
1:10:27 …nachsinnen über,…
 
1:10:28 …nicht werden.
 
1:10:34 Und es bedeutet auch,…
 
1:10:37 …beende jede
selbstbezogene Aktivität.
  
1:10:47 Die Grundbedeutung
des Wortes in Sanskrit…
  
1:10:52 …nachsinnen, betrachten,…
 
1:10:56 …nicht werden,
die ganze Frage des Werdens.
  
1:11:01 Und es bedeutet auch,
lege alle Selbstbezogenheit völlig ab.
  
1:11:04  
 
1:11:10 Und wenn man Ihnen einige Worte gibt,
die Sie wiederholen,…
  
1:11:18 …dann spielen Sie nur ein Spiel.
 
1:11:23 Es ist wertlos.
 
1:11:26 Der Sprecher verbietet es Ihnen nicht.
 
1:11:30 Sie tun es, wenn es Ihnen gefällt,
aber es besagt nichts, Ihr Wiederholen.
  
1:11:34 Ave Maria im Dutzend…
 
1:11:38 …oder Ihr persönliches…
 
1:11:43 …Mantra.
 
1:11:48 Also…
 
1:11:49 …Meditation bedeutet,…
 
1:12:00 …frei zu sein von Angst,…
 
1:12:03 …von jedem Konflikt,
worüber wir geredet haben,…
  
1:12:05 …und auch noch weit ernster,…
 
1:12:10 …das Aufhören des Denkens.
 
1:12:18 Ob Denken, das Zeit ist,
zum Stillstand kommt.
  
1:12:23 Verstehen Sie?
 
1:12:29 Und so,…
 
1:12:30 …weil,…
 
1:12:35 …wenn das Gefühl fehlt,
völlig frei zu sein,…
  
1:12:43 …das Gehirn dann begrenzt bleibt,…
 
1:12:47 …und alles was es tut begrenzt bleibt,…
 
1:12:51 …und…
 
1:12:52 …das Grenzenlose, das Zeitlose
nie zum Vorschein kommen kann.
  
1:13:02 So fragen wir: Kann Denken,
das zur Zeit gehört,…
  
1:13:09 …das selbst Zeit ist,
kann das aufhören?
  
1:13:14 Wahrscheinlich haben Sie
das nie gefragt.
  
1:13:20 Nicht…
 
1:13:22 …durch Wollen anhalten.
 
1:13:25 Natürlich ist das dumm.
 
1:13:28 Sie können durch Wollen
Denken nicht anhalten.
  
1:13:32 Wollen ist der Kern des Verlangens.
 
1:13:38 Und Verlangen
haben wir schon erklärt.
  
1:13:43 Also…
 
1:13:44 …gibt es das,…
 
1:13:49 …dass Denken von selbst…
 
1:13:51 …endet?
 
1:13:59 Denken ist nötig beim Autofahren,
bei Ihrer Heimfahrt.
  
1:14:03  
 
1:14:06 Beim Kochen, beim Spülen…
 
1:14:09 …usw., da wird Denken gebraucht.
 
1:14:13 Wieso ist Denken in der
Welt der Psyche überhaupt nötig?
  
1:14:21 Wenn Denken richtig verstanden wurde,…
 
1:14:25 …seine ganzen Aktivitäten,
die Anfänge, der Ursprung.
  
1:14:28  
 
1:14:31 Sein Ursprung ist Erfahrung, Wissen,…
 
1:14:36 …Erinnerung im Gehirn
und die Reaktion darauf ist Denken.
  
1:14:38  
 
1:14:42 Dieser ganze Prozess ist begrenzt.
 
1:14:46 Denn Wissen
ist in Zukunft und jetzt begrenzt.
  
1:14:53 Wenn Sie die Begrenztheit
des Denkens wirklich erkennen,…
  
1:14:59 …nicht…
 
1:15:01 …als Einbildung,…
 
1:15:04 …keine Idee des Endens,…
 
1:15:07 …sondern wirklich selbst erkennen,…
 
1:15:11 …dass Denken, was es auch tut,…
 
1:15:16 …in den Welten der Technik wie der Psyche,
immer begrenzt sein wird.
  
1:15:20  
 
1:15:25 Wenn Sie das
als absolute Tatsache sehen…
  
1:15:34 …und die Notwendigkeit des Denkens
in einem gewissen Bereich…
  
1:15:41 …wenn Sie das ganze Augenmerk
darauf lenken,…
  
1:15:46 …dann werden Sie selbst erfahren,
Denken kann enden.
  
1:15:53 Wenn Sie sagen: "Was dann?"
 
1:16:02 Dann sind Sie verloren.
 
1:16:05 Wenn Sie sagen:
"Gibt es noch mehr, wenn Denken endet?"
  
1:16:08 So arbeitet das Gehirn.
 
1:16:11 Das heißt: "Ich sorge dafür,
dass Denken endet,…
  
1:16:16 …wenn Du mir etwas dafür gibst."
 
1:16:21 Richtig?
 
1:16:26 Wenn Denken enden kann,…
 
1:16:31 …werden Sie sehen,
dass etwas völlig anderes da ist.
  
1:16:38 Das ist Meditation.
 
1:16:40 Keine Kontrolle,…
 
1:16:43 …keine Kontrolle des Denkens,…
 
1:16:46 …denn der Kontrolleur…
 
1:16:47 …gehört zum Denken.
 
1:16:52 Klar?
 
1:16:54 Der Kontrolleur spielt ein Spiel.
 
1:17:01 Er versucht das Denken zu kontrollieren.
 
1:17:06 Dabei wird der Kontrolleur,
der Denken ist, kontrolliert.
  
1:17:14 Kontrolleur und Kontrollobjekt
sind nie getrennt,…
  
1:17:18 …wenn man das zutiefst erfassen kann.
 
1:17:24 Sie löschen Konflikt völlig aus.
 
1:17:29 Dadurch hat das Gehirn,
das konditioniert wurde…
  
1:17:35 …eingeengt wurde,
seine enorme Vitalität verloren,…
  
1:17:40 …seine ganze ungeheure Kapazität.
 
1:17:49 Wenn man in dieser Form aktiv ist,…
 
1:17:54 …je älter Sie werden,
desto aktiver wird es,…
  
1:17:56  
 
1:17:59 …Sie werden nicht senil.
 
1:18:03 Verstehen Sie das alles?
 
1:18:08 Meditation ist also etwas,…
 
1:18:13 …um völlig frei zu sein von allen Fesseln,
von jedem Messen, jedem Konflikt.
  
1:18:17 So wird das Gehirn ruhig,…
 
1:18:21 …vollkommen still.
 
1:18:33 Und das Schweigen, die Stille
hat eine eigene Schönheit und Wahrheit,…
  
1:18:41 …ein absolutes Gefühl…
 
1:18:45 …von etwas Unermesslichem.
 
1:18:49 Meditation ist also keine Belohnung.
 
1:18:55 Es ist nicht so,…
 
1:19:01 …dass Sie erleuchtet werden durch üben,
was alles so kindisch ist.
  
1:19:05 Also ist Wahrheit etwas,
das man nicht messen kann,…
  
1:19:11 …und es führt kein Weg dorthin.
 
1:19:16 Und das ist Schönheit.