Krishnamurti Subtitles

Die Intelligenz der Liebe

Brockwood Park - 16 September 1980

The Ending of Time 12



0:29 Krishnamurti: Diese Gespräche
haben wir begonnen
  
0:33 in Ojai,
 
0:36 Kalifornien.
 
0:37 Wir führten dort
 
0:40 acht Gespräche,
Dr. Bohm und ich,
  
0:45 zwei weitere hier,
 
0:48 sowie eines vorgestern.
 
0:53 Diese Gespräche
möchten wir jetzt fortsetzen.
  
1:03 Möchte noch jemand
dazukommen oder eher nicht?
  
1:20 Die Frage ist, ob noch jemand
teilnehmen möchte,
  
1:23 außer wenn es
sehr in die Tiefe geht.
  
1:27 Wenn niemand möchte,
ist das auch okay.
  
1:31 Also ein Gespräch
zwischen Dr. Bohm und mir.
  
1:35 Fangen wir an.
 
1:49 Wir sagten vorgestern,
 
1:52 von Menschen,
 
1:55 von einem Menschen,
 
1:58 der seinen
 
2:00 Weg gegangen ist
 
2:02 durch alle Probleme
des Lebens,
  
2:08 sowohl körperlich wie seelisch,
 
2:11 und der wirklich
die volle Bedeutung erkannt hat
  
2:19 des Freiseins von seelischen Erinnerungen
und Konflikten
  
2:20 und des Bemühens.
 
2:27 Er kommt an einen Punkt,
 
2:32 wo der Geist
 
2:36 sich als frei empfindet,
er aber nicht
  
2:45 jene höchste Energie angesammelt hat,
über sich hinauszugehen.
  
2:50 Darüber sprachen wir vorgestern.
 
2:54 Können wir von da aus
weitermachen?
  
3:05 Kann der Geist, das Gehirn,
die ganze psychische Struktur
  
3:12 jemals
 
3:14 frei sein von
 
3:17 jedem Konflikt,
 
3:19 von jedem
 
3:22 Hauch einer
 
3:27 Störung?
– Einer inneren Störung.
  
3:30 Innere Störung und all das.
Kann er jemals frei sein?
  
3:34 Oder
 
3:41 ist die Vorstellung
eines vollständigen Freiseins eine Illusion?
  
3:44 – Das kann auch sein.
– Das ist eine Möglichkeit.
  
3:48 D. Bohm: Es könnte auch
partielle Freiheit geben.
  
3:51 Ja, partielle Freiheit.
Oder ist der menschliche Zustand
  
3:56 so sehr
von der Vergangenheit bestimmt
  
3:59 aufgrund seiner
eigenen Konditionierung,
  
4:02 dass er sich nie
davon befreien kann,
  
4:06 wie einige
dieser intellektuellen
  
4:10 Philosophen
das gesagt haben.
  
4:12 Ja, einige Leute
 
4:15 sind dieser Meinung.
 
4:16 Und tatsächlich haben
tief forschende,
  
4:20 nicht an einen Glauben gebundene
religiöse Menschen,
  
4:24 wenn es sie gibt,
 
4:26 es muss einige geben, die vollkommen
unabhängig sind von etablierter Religion,
  
4:28 Ritualen, Dogmen,
sie haben gesagt,
  
4:33 es kann erreicht werden.
 
4:37 Sehr wenige
haben das gesagt.
  
4:39 Sie haben gesagt,
es geschieht durch Reinkarnation.
  
4:43 Außerdem sagen sie,
 
4:45 es dauert sehr lange.
 
4:47 Ja, sie sagen,
es dauert sehr lange.
  
4:50  
 
4:53 Man muss durch mehrere Leben hindurch,
Leiden und Elend erdulden,
  
4:56 und schließlich
erreicht man es.
  
4:58 Aber wir
 
5:01 denken nicht
innerhalb eines zeitlichen Rahmens.
  
5:07 Wir fragen:
 
5:09 Ein menschliches Wesen,
 
5:13 angenommen,
 
5:16 er ist sich
seiner Konditioniertheit bewusst,
  
5:19 zutiefst,
 
5:22 durch und durch.
Sein ganzes Wesen ist das.
  
5:26 Kann er sich je
selbst befreien?
  
5:30 Und wenn ja,
 
5:35 was liegt jenseits?
Darauf wollen wir schauen.
  
5:40 Wäre diese Frage
überhaupt vernünftig
  
5:44 hätte sie einen Sinn,
 
5:47 bevor der Geist
wirklich alles erledigt hat,
  
5:52 zum Ende gekommen ist
 
5:54 mit den Mühen
des Lebens?
  
5:56 Wie wir vorgestern sagten,
 
6:00 ist unser Geist
menschengemacht.
  
6:05 Und gibt es einen Geist,
der nicht menschengemacht ist?
  
6:10 Bei dieser Frage
waren wir angelangt.
  
6:15 Wie können wir
das herausfinden?
  
6:22 Wir kennen alle
den menschengemachten Geist
  
6:26 mit seinem Bewusstsein,
 
6:28 seinem ganzen Inhalt usw.
 
6:31 – Müssen wir das erklären?
– Nein,
  
6:33 das haben wir schon.
 
6:35 Es ist ein
menschengemachter Geist.
  
6:42 Es ist möglich,
dass er sich befreit von seinem
  
6:48 menschengemachten
mechanischen Geist.
  
6:51 Es ist schwer, das klar zu formulieren.
Wenn dieser Geist vollständig
  
6:55 menschengemacht ist,
vollkommen konditioniert,
  
7:00 was soll es dann heißen,
sich davon zu befreien?
  
7:05 Wenn Sie dagegen sagen würden,
es gäbe die Möglichkeit des Zugangs
  
7:07 zu etwas Jenseitigem …
 
7:14 Dann wird das zu einer
 
7:17 Belohnung, einer Versuchung,
etwas, das man …
  
7:21 Ich glaube,
das Problem besteht darin,
  
7:24 das logisch einwandfrei
zu formulieren.
  
7:28 Es erscheint widersprüchlich,
zu sagen,
  
7:31 der Geist ist vollkommen konditioniert
und er kommt dennoch da raus.
  
7:37  
 
7:39 Ich sage nicht, dass es widersprüchlich ist,
aber es könnte so aussehen.
  
7:44 Ich verstehe das Problem,
aber,
  
7:49 wenn wir annehmen,
dass es einen nicht konditionierten Teil gibt,
  
7:55 bewegen wir uns in etwas anderes.
– Das schafft einen anderen Widerspruch.
  
7:56  
 
8:01 Eine andere Widersprüchlichkeit.
 
8:05 In unseren Gesprächen
haben wir gesagt,
  
8:10 der Geist,
der zutiefst konditioniert ist,
  
8:13 kann sich befreien durch
 
8:14 Einsicht.
Das ist der wirkliche Schlüssel dafür.
  
8:19 – Würden Sie dem zustimmen?
– Ja.
  
8:22 Diese Einsicht,
wir haben darüber gesprochen,
  
8:25 was sie ausmacht,
ihre Natur,
  
8:29 kann diese Einsicht
 
8:40 den Geist vollständig
entkonditionieren,,
  
8:43 alles wegwischen an
 
8:46 Illusionen, alle
 
8:51 Begierden usw.
Kann diese Einsicht alles beseitigen?
  
8:58 Oder ist sie
unvollständig?
  
9:03 Wir könnten erstmal festhalten,
dass der Geist nicht statisch ist.
  
9:05 Bei einem total konditionierten Geist denkt
man an etwas Statisches, Unveränderliches.
  
9:10 Wenn der Geist
immer in Bewegung ist,
  
9:14 dann ist es nicht möglich zu sagen,
was er in diesem Moment ist.
  
9:17  
 
9:21 – Dann könnten wir ihn nicht als
vollständig konditioniert bezeichnen. – Nein.
  
9:24 Angenommen, ich bin
vollständig konditioniert.
  
9:29 Der Geist ist in Bewegung,
aber innerhalb fester Grenzen.
  
9:33 – Innerhalb von Grenzen, ja.
– Innerhalb eines gewissen Gebiets.
  
9:35  
 
9:37 Und das Gebiet
ist ganz klar umrissen.
  
9:41 Es kann sich ausdehnen
oder verkleinern, aber
  
9:43 die Begrenzung
ist ganz
  
9:48 eindeutig, feststehend.
 
9:51 Ja, und diese
 
9:55 ganze Struktur
könnte in sich zusammenfallen.
  
9:58 Die Bewegung innerhalb dieser Struktur
bleibt auf dieses Gebiet beschränkt.
  
10:03 Die Bewegung bleibt
innerhalb dieser Grenzen.
  
10:09 – Kann sie zusammenfallen zugunsten des
Anderen? – Das ist eine andere Bewegung,
  
10:12  
 
10:15 in eine andere Dimension,
sagten Sie.
  
10:26 Und wir sagen,
es ist möglich durch
  
10:30 Einsicht,
 
10:32 die jedoch
 
10:35 eine ganz andere Art
von Bewegung ist.
  
10:38 Aber wir sagten, diese Bewegung
kommt weder aus dem Individuum
  
10:41 – Sagten wir das?
– Ja.
  
10:46 noch dem
allgemeinen Geist.
  
10:48 Richtig, darüber haben wir
vorgestern gesprochen.
  
10:50  
 
10:52 Es ist weder
 
10:55 eine Einsicht des Besonderen
noch des Allgemeinen.
  
11:00 – Wir behaupten da etwas
ganz ungeheures.– Ja, ich glaube
  
11:06 das verträgt sich nicht
mit dem üblichen
  
11:09 Denken, wo die Menschen
davon ausgehen,
  
11:14 dass das Besondere
und das Allgemeine alles abdecken,
  
11:15 was das
gewöhnliche Denken betrifft.
  
11:19 Nun sagen Sie,
es gäbe etwas darüber hinaus.
  
11:23 Diese Frage wurde wahrscheinlich
noch nie gestellt,
  
11:25  
 
11:29 und ich halte sie
für sehr wichtig.
  
11:33 Wie wollen wir sie formulieren,
wie wollen wir uns ihr annähern?
  
11:41 Meiner Beobachtung nach
kann man
  
11:43 die Menschen
in zwei Gruppen aufteilen.
  
11:47 Eine glaubt, der tiefste Grund
ist das Besondere,
  
11:49  
 
11:51 das konkrete,
spezielle tägliche Tun.
  
11:54 Die andere sieht
im Allgemeinen,
  
11:57 im Universellen
den tiefsten Grund.
  
12:00 Den einen geht es um das Praktische,
den anderen um das Philosophische.
  
12:01  
 
12:05 Und diese Aufteilung kann man
schon immer in der Geschichte sehen,
  
12:08 aber auch
im täglichen Leben.
  
12:15 Aber ist das Allgemeine,
sprechen wir ein bisschen darüber,
  
12:20 getrennt vom Besonderen?
– Es ist nicht, würden viele sagen.
  
12:22  
 
12:24 Die Frage ist, welchem man
die höhere Bedeutung gibt.
  
12:28 Die Menschen betonen mehr
das eine oder das andere.
  
12:32  
 
12:35 Einige legen mehr Wert
auf das Besondere.
  
12:37 Sie meinen, sich um das Besondere
zu kümmern, erledige auch das Allgemeine.
  
12:39  
 
12:41 Andere glauben, das Allgemeine
ist die Hauptsache
  
12:44 und dass das Kümmern um das Universelle
auch das Besondere in Ordnung bringt.
  
12:47  
 
12:50 Es hat also immer eine Neigung
zur einen oder anderen Seite gegeben
  
12:54 im Geist der Menschen.
 
13:02 Wir erörtern jedoch
gerade die Ansicht:
  
13:05 weder das Allgemeine
noch das Besondere.
  
13:10 Genau das trifft es!
 
13:17 Können wir
 
13:22 diese Sache diskutieren, darüber
miteinander mit klarem Verstand reden?
  
13:29 Gebrauch machen von
 
13:31 Ihrem Sachverstand,
Ihrem wissenschaftlichen Gehirn usw.
  
13:36 Auf der anderen Seite ist dieser Mensch,
der das nicht hat.
  
13:41 Können wir herausfinden,
 
13:47 ob das Allgemeine
und das Besondere eins sind
  
13:51 in keiner Weise getrennt.
 
13:54 Und dass Bevorzugung des einen
vor dem anderen nicht notwendig ist.
  
13:57  
 
13:58 Weder das eine
noch das andere betonen.
  
14:06 Dann,
 
14:14 wenn wir das nicht tun,
was ist dann da?
  
14:16  
 
14:20 Es ist nicht einfach,
darüber zu sprechen.
  
14:24 Ich glaube, wir sprachen
in Kalifornien über den Grund.
  
14:28 Wir überlegten, ob der individuelle Geist hinein
sterben kann in den allgemeinen, universellen
  
14:31 Geist oder die Leere
 
14:35 und letztendlich sogar die Leere
und das Universelle
  
14:37  
 
14:40 in den Grund hinein sterben. – Richtig, so sahen wir es.
– Ich glaube, das führte uns zu …
  
14:42  
 
14:45 Würde ein normaler, intelligenter Mensch
dem zustimmen? Das auch so sehen?
  
14:49 Nicht ohne weiteres.
 
14:53 Oder es als Unsinn bezeichnen?
 
14:55 Wenn er es einfach
vorgesetzt bekommt, bestimmt.
  
14:58 Man müsste es sehr sorgfältig darlegen,
dann könnten einige es sehen.
  
15:01  
 
15:03  
 
15:05 Aber es einfach behaupten, …
 
15:07 – Natürlich! … sie würden sagen:
"Wer hat denn sowas je gehört?"
  
15:10 So, wo stehen wir jetzt?
 
15:15 Wir sind weder das Besondere
noch das Allgemeine.
  
15:19 Das ist eine
 
15:23 Behauptung,
die man schwerlich
  
15:25 als vernünftig akzeptieren kann.
 
15:28 Sie ist schon vernünftig
denn,
  
15:33 wenn wir Denken
als Bewegung ansehen
  
15:38 und nicht als Inhalt, …
 
15:41 Denken als Bewegung,
dem stimmen wir zu.
  
15:44 … dann ist Denken die Bewegung zwischen
dem Besonderen und dem Allgemeinen.
  
15:45  
 
15:48  
 
15:51 – Aber Denken ist das Allgemeine und das
Besondere. – Aber es ist auch die Bewegung
  
15:54 und ist dann
nichts von beiden,
  
15:58 es ist in Bewegung.
 
16:01 Stimmt das?
 
16:03 Normalerweise nicht,
da hängt es fest
  
16:05 auf einer der beiden Seiten.
 
16:08 Das ist der Punkt, oder?
 
16:10 Gewöhnlicherweise befinden sich
 
16:13 das Allgemeine und das Besondere
im selben Bereich. – Ja, und man
  
16:15 wendet sich einem zu.
– Aber beide sind im selben Bereich,
  
16:18 im gleichen Gebiet.
 
16:25 Und Denken ist die Bewegung
zwischen den beiden.
  
16:29 Oder Denken
hat beide geschaffen.
  
16:32 – Geschaffen und bewegt sich zwischen ihnen.
– Dazwischen und drumherum.
  
16:34  
 
16:36 – Drumherum und in dem Bereich.
– Ja, in dem Bereich.
  
16:38  
 
16:45 Und so ist es
seit Jahrtausenden.
  
16:48 Die meisten würden sagen,
das ist alles, was es kann.
  
16:52 Wir sagen jetzt,
 
16:55 wenn das Denken aufhört,
 
17:02 hört auch die
vom Denken geschaffene Bewegung auf.
  
17:07 Deshalb hört die Zeit auf.
 
17:09 Wir sollten hier
langsamer vorgehen.
  
17:11 Wir springen
vom Denken zur Zeit.
  
17:15 Wir untersuchten das schon früher,
aber es ist immer noch ein Sprung.
  
17:18 Lassen Sie uns mal sehen.
 
17:22 Denken erschuf das Allgemeine
und das Besondere,
  
17:26 und Denken ist
eine Bewegung, die
  
17:29 beides verbindet.
 
17:31 Denken dreht sich um beides,
 
17:38 es bleibt also im selben Bereich.
 
17:40 Und erschuf so die Zeit, die
zum Allgemeinen und zum Besonderen gehört.
  
17:43 Zeit ist besondere Zeit und allgemeine Zeit.
Alle Zeit, für immer.
  
17:46  
 
17:49 Die besondere Zeit ist innerhalb
des Ganzen der Zeit eingebettet.
  
17:54 Aber Denken ist Zeit!
 
17:57 Aber das ist
eine andere Sache.
  
18:01 Wir sagten,
das Denken denkt "über" Zeit.
  
18:04 Außerdem sagten wir,
Denken ist eine Bewegung, die Zeit "ist".
  
18:09  
 
18:12 Man könnte sagen, es bewegt sich
von der Vergangenheit zur Zukunft.
  
18:15 Aber Denken
 
18:19 beruht auf Zeit,
Denken ist das Ergebnis von Zeit.
  
18:22 Aber heißt das,
Zeit existiert jenseits des Denkens?
  
18:24  
 
18:26 Wenn Denken auf Zeit beruht,
ist Zeit das Tiefere.
  
18:28  
 
18:31 – Wollten Sie das sagen? – Ja.
– Dann sollten wir das anschauen.
  
18:33  
 
18:36 Man könnte sagen,
 
18:38 Zeit ist etwas,
das schon vor dem Denken da war,
  
18:42 oder liegt zumindest
am Ursprung von Denken.
  
18:45 Zeit ist entstanden,
 
18:49 als das Ansammeln
von Wissen begann.
  
18:53 – Zu einem gewissen Maß
kommt das vom Denken. – Nein. Nein.
  
18:58 – Ich handle und lerne.
– Ja.
  
19:01 Diese Handlung
 
19:06 beruht nicht auf
 
19:11 vorhandenem Wissen,
 
19:16 sondern ich tue etwas,
und beim Tun lerne ich.
  
19:19 – Dieses Lernen wird im Gedächtnis gespeichert.
– Im Gedächtnis usw.
  
19:23 Ist also Denken nicht
 
19:26 im wesentlichen
die Bewegung der Zeit?
  
19:30 In welchem Sinn ist dieses Lernen
die Bewegung der Zeit?
  
19:39 Man kann sagen,
das Lernen wird gespeichert, richtig?
  
19:43 Dann wirkt sich das Gelernte
auf die weiteren Erfahrungen aus,
  
19:47 was man gelernt hat.
 
19:50 Die Vergangenheit bewegt sich
 
19:55 zur Gegenwart, immer.  – Vermischt sich,
verbindet sich mit der Gegenwart. – Ja.
  
19:57 Und beides zusammen
wird wieder gespeichert
  
20:00 als die nächste Erfahrung.
 
20:02 Sagen wir also,
Zeit ist etwas anderes als Denken,
  
20:08 oder ist Zeit Denken?
 
20:12 Die Bewegung des Lernens
 
20:16 und der Beitrag
des Gedächtnisses
  
20:20 hin zur Erfahrung und erneuten
Gedächtnisbildung, das nennen wir Zeit,
  
20:22 das ist auch Denken, oder?
– Ja,
  
20:25 das ist Denken.
 
20:30 Gibt es Zeit
unabhängig von Denken?
  
20:34 Würden wir sagen, Zeit hat eine physikalische
Bedeutung unabhängig von Denken?
  
20:38  
 
20:42 Physikalisch ja,
das verstehe ich.
  
20:45 Dann betrachten wir also
das Geistige,
  
20:49 das Psychische.
– Das Psychische,
  
20:53 solange im psychischen Bereich
Ansammeln stattfindet
  
20:56 im Sinne von Wissen, von "Ich",
gibt es Zeit.
  
21:00  
 
21:03 – Es beruht auf Zeit!
– Ansammlung bedeutet immer auch Zeit.
  
21:06 Das ist der Punkt.
Ansammlung bedeutet Zeit.
  
21:07  
 
21:10 Das dreht jedoch die Sache herum. Normalerweise
braucht man Zeit, um etwas anzusammeln.
  
21:15 Nein, ich persönlich
würde es andersherum sehen.
  
21:18 Die Reihenfolge
ist von Bedeutung.
  
21:22 Was, wenn keine Ansammlung
stattfindet?
  
21:25 Dann, das ist genau der Punkt,
gibt es auch keine Zeit!
  
21:30 Und solange ich
etwas ansammle,
  
21:35 zusammensuche,
im Werden begriffen bin,
  
21:38 gibt es den Ablauf der Zeit.
 
21:41 Aber ohne Zusammensuchen,
Werden, Ansammeln,
  
21:46 wo existiert da
psychische Zeit?
  
21:53 Vielleicht hängt sogar physikalische Zeit davon
ab, dass materiell etwas angesammelt wird.
  
21:56  
 
22:00 Das stellen wir nicht in Frage.
 
22:01  
 
22:03 Wir bezweifeln die Bedeutung
des Ansammelns im Psychischen.
  
22:06 Das Gedachte
 
22:11 ist also das Ergebnis
des psychischen Ansammelns,
  
22:15 und dieses Ansammeln,
das Zusammensuchen,
  
22:20 gibt ihm ein Gefühl
von Beständigkeit,
  
22:25 und das ist Zeit.
 
22:27 Es ist eine
ständige Bewegung.
  
22:29 Das Angesammelte
antwortet auf das Gegenwärtige
  
22:31 und projiziert in die Zukunft.
 
22:33 Und das wird wieder
abgespeichert.
  
22:36 Alles Angesammelte, Abgespeicherte ist zeitlich
geordnet. Dieses Mal, das nächste Mal, …
  
22:38  
 
22:43 Das sagen wir ja,
Denken ist Zeit!
  
22:47 – Oder Zeit ist Denken.
– Ja, so rum oder anders rum.
  
22:51 Aber die Bewegung der Zeit
ist Denken.
  
22:54 – Bewegung der Zeit …
– Psychische Zeit.
  
22:59 – Wie meinen Sie das?
– Die Bewegung
  
23:02 der psychischen Zeit,
das ist diese Ansammlung.
  
23:06 Ist Zeit.
 
23:11 Ist Zeit, aber auch Denken.
Beides bedeutet das Gleiche.
  
23:14 Ansammlung im Psychischen
ist also
  
23:20 Denken und Zeit. – Ja, wir haben
zwei Wörter, wo wir nur eines bräuchten.
  
23:24 Deshalb glauben wir,
die beiden seien verschieden.
  
23:29 Das ganze ist
eine Bewegung,
  
23:31 nämlich Zeit und Denken,
Zeit plus Denken oder Zeit-Denken.
  
23:37 Kann denn der Geist,
 
23:38 der sich über
 
23:45 Jahrtausende in diesem Gebiet bewegt hat,
sich selbst davon befreien?
  
23:50 Warum ist er gefesselt?
Lassen Sie uns das anschauen.
  
23:54 – Ansammlung.
– Ja, aber
  
23:56 warum sammelt der Geist
immer weiter an?
  
24:02 Das ist klar.
Weil er
  
24:05 im Ansammeln
einen Halt sieht.
  
24:08 Er empfindet Sicherheit,
scheinbare Sicherheit.
  
24:11 Das braucht
ein bisschen Erläuterung.
  
24:13 In gewissen Bereichen stimmt das.
Das Anhäufen von Nahrungsmitteln
  
24:18 mag eine gewisse Art von Sicherheit bieten.
– Natürlich.
  
24:21  
 
24:22 Und da zwischen außen und innen
nicht unterschieden wurde,
  
24:25  
 
24:27 entstand die Neigung,
auch innerlich anzuhäufen.
  
24:32 – Erfahrungen, Wissen, wie man sich verhält.
– Sagen wir also,
  
24:35  
 
24:38 im Außen braucht es zur eigenen Sicherheit
die materielle Anhäufung?
  
24:43 Und die gleiche Bewegung,
das gleiche Denken, der gleiche Drang
  
24:48 bestimmt dann auch
das psychische Verhalten.
  
24:51 Man will hier durch Ansammeln
Sicherheit erreichen.
  
24:54 Ja, innerlich hofft man, jetzige Erinnerungen
und Beziehungen ansammeln zu können,
  
24:56  
 
25:01 Dinge, auf die man sich verlassen kann,
Prinzipien usw.
  
25:07 Ansammeln,
 
25:09 inneres Ansammeln
bedeutet also
  
25:11 Halt, Schutz, Sicherheit.
 
25:17 Die Illusion davon zumindest.
 
25:19 Die Illusion von Sicherheit.
 
25:22 Und
 
25:28 in dieser Illusion
hat er gelebt.
  
25:31 Der erste Fehler war wohl,
dass der Mensch nicht
  
25:33 unterschied zwischen dem,
was im Außen bzw. Innen zu tun ist.
  
25:37 Das sagten wir.
 
25:39 – Es ist eine Bewegung, außen und innen.
– Aber der Mensch hat,
  
25:42  
 
25:44 das äußerlich sinnvolle Verhalten
nach innen übertragen,
  
25:47 ohne zu sehen,
vielleicht vollkommen ahnungslos,
  
25:49 dass das Schwierigkeiten
mit sich bringen könnte.
  
25:53 Wo stehen wir jetzt?
 
25:57 Ein Mensch erfasst das alles.
 
26:02 Er kommt zu dem Punkt, wo er fragt,
"Kann ich wirklich frei sein von dieser
  
26:04 angesammelten Sicherheit
 
26:12 und Denken und Zeit?"
 
26:15 Psychischer Zeit.
 
26:17 Ist das möglich?
 
26:21 Wenn das die Ursache ist,
sollte es auflösbar sein.
  
26:23  
 
26:26 Wenn es angeboren ist,
ist nichts zu machen.
  
26:29 – Es ist sicher nicht angeboren!
– Aber die meisten scheinen das anzunehmen.
  
26:32  
 
26:35 Das ist absurd!
 
26:37 Wenn es nicht angeboren ist, gibt es
für uns die Möglichkeit der Veränderung.
  
26:41  
 
26:43 Weil es irgendwie geschaffen wurde,
weil es entstanden ist durch Zeit.
  
26:50 Wenn wir sagen,
 
26:53 es ist angeboren,,
 
26:55 dann ist unser Zustand
hoffnungslos.
  
26:58 Das ist eines der Probleme,
wenn die Evolution eingebracht wird.
  
27:03 Einige hoffen, dass uns die Evolution aus
diesem festumrissenen Bereich befreien wird.
  
27:06  
 
27:09 Viele sehen nicht,
dass das Evolution ist.
  
27:13 Schlimmer noch, sie ist es,
die die Falle aufgestellt hat.
  
27:21 Ich komme also
als Mensch an diesen Punkt,
  
27:26 ich erkenne all das.
 
27:29 Ich bin mir der Natur
 
27:34 all dessen voll bewusst,
 
27:37 und meine nächste Frage ist:
 
27:41 Kann dieser Geist
 
27:48 sich aus diesem ganzen Bereich
herausbewegen
  
27:57 und vielleicht in eine
ganz andere Dimension eintreten?
  
28:02 Und wir sagten,
 
28:05 das kann nur geschehen mit Einsicht.
Das haben wir genug besprochen.
  
28:08 Ja, und Einsicht scheint aufzutauchen,
wenn man diese ganze Sache
  
28:11 ganz grundlegend
in Frage stellt.
  
28:16 Und man sieht,
das ergibt alles keinen Sinn.
  
28:20 Angenommen,
die Einsicht ist da,
  
28:23 man sieht die Begrenztheit
und geht darüber hinaus.
  
28:27 Was ist jenseits dessen?
 
28:36 Wir sprachen schon etwas darüber.
Nicht nur in Ojai, auch hier.
  
28:38  
 
28:59 Wir empfanden es als sehr schwierig,
auch nur Worte dafür zu finden,
  
29:04  
 
29:09 sahen es aber auch als notwendig an,
es zu versuchen.
  
29:12 – Ich finde, es muss formuliert werden.
– Warum meinen Sie?
  
29:15 Weil viele Menschen sicher denken,
man solle das im Nichtsprachlichen belassen.
  
29:26 Wir können klarstellen,
das Wort ist nicht die Sache.
  
29:32 Alles Beschriebene
ist nicht das Wirkliche,
  
29:36 nicht die Wahrheit,
 
29:40 so sehr man sie verziert oder reduziert.
Das Wort ist nicht das.
  
29:44 Wenn das eingesehen ist,
 
29:46 was liegt jenseits all dessen?
 
29:51 Kann mein Geist so
 
29:59 frei von Begierden sein,
 
30:03 dass er sich keine Illusionen erschafft,
irgendetwas Jenseitiges?
  
30:05 Ja, aber Begehren ist zwangsläufig
Teil dieses Zeitprozesses.
  
30:08 Natürlich.
Begehren ist Zeit.
  
30:11  
 
30:14 Neben den offensichtlichen Begierden gibt es
ja noch sehr versteckte Arten des Begehrens.
  
30:19  
 
30:26 Natürlich. Sogar Sein und Werden
beruhen letzten Endes auf Begehren.
  
30:28 – Sie sind ein und dasselbe.
– Ja, ein und dasselbe. Nun,
  
30:31 wenn man eine Einsicht hat – ich hasse es,
dieses Wort immer wieder zu benutzen,
  
30:32  
 
30:36 in diese ganze
Bewegung des Begehrens
  
30:40 und ihre Macht,
Illusionen entstehen zu lassen,
  
30:51 ist es vorbei!
 
30:56 Da dies so ein wesentlicher Punkt ist,
finde ich,
  
31:00 wir sollten etwas mehr
über Begehren sagen.
  
31:02 Wie fest verknüpft sie ist
mit dem Ansammeln
  
31:07 und wie sie
überall auftaucht.
  
31:12 Zum einen,
wenn man dabei ist anzusammeln,
  
31:17 empfindet man,
dass etwas fehlt.
  
31:19 Man sollte mehr haben,
etwas, was das Ganze vervollständigt.
  
31:21  
 
31:23 Etwas Angesammeltes
erscheint einem nie vollständig.
  
31:28 Sir, könnten wir uns zuerst mit dem Werden
beschäftigen? Damit entsteht das Begehren.
  
31:31 Warum haben
 
31:34 alle Menschen
 
31:39 überall auf der Welt
diesen Drang, etwas zu werden?
  
31:44 – Im Außen ist das leicht zu verstehen.
– Wir müssen wachsen.
  
31:46  
 
31:48 – Körperlich, Muskulatur entwickeln.
– Die Sprache, das Denkvermögen.
  
31:51 Und auch
 
31:53 eine bessere Arbeitsstelle,
mehr Komfort usw.
  
32:02 Aber warum steckt es
 
32:06 im menschlichen Geist,
 
32:08 dass er sich bemüht,
 
32:13 erleuchtet zu werden,
nehmen wir das mal,
  
32:15 oder er an sich arbeitet,
um besser zu werden.
  
32:22 Dem muss eine gewisse Unzufriedenheit
zugrunde liegen mit dem, was ist.
  
32:24  
 
32:27 Ist es Unzufriedenheit?
 
32:29 Ein Mensch hat den Wunsch,
etwas vollständig zu haben.
  
32:34 Angenommen, er hat Erinnerungen
an Angenehmes angesammelt,
  
32:37 aber diese Erinnerungen
sind nicht mehr
  
32:41 ausreichend. Er hat das Gefühl,
dass es mehr braucht.
  
32:44  
 
32:46 – Ist es das?
– Mehr zu kriegen, ist das eine.
  
32:50 Schließlich kommt das Verlangen auf,
alles zu haben, das Letztendliche.
  
32:59 Ich bin nicht sicher, ob nicht
das Wort "mehr" der wesentliche Stachel ist.
  
33:03  
 
33:06 – Das Wort "mehr"?
– Ja, mehr.
  
33:10 Mehr. Ich will mehr sein,
mehr haben.
  
33:14 Etwas werden wollen,
diese ganze Bewegung
  
33:18  
 
33:23 des Vorwärtskommens,
des Gewinnens,
  
33:27 vergleichen, fortschreiten,
erreichen – im Psychischen.
  
33:30 Das Wort "mehr"
steckt im Wesen des Ansammelns.
  
33:33 Wenn man ansammelt,
dann wird es mehr. Anders geht es nicht.
  
33:36  
 
33:38 Warum ist das also
 
33:42 verankert im menschlichen Geist? – Er sieht
nicht, dass dieses "mehr" innerlich falsch ist.
  
33:50 Der äußerliche Drang nach mehr
wurde auf das Innere übertragen.
  
33:53  
 
33:54  
 
33:58 – Er sah nicht, wie zerstörerisch das war.
– Warum, warum, warum?
  
34:01 Wir haben sehr intelligente Philosophen
und religiöse Menschen,
  
34:05 die einen großen Teil
ihres großen Lebens damit verbrachten,
  
34:11 etwas zu erreichen. Warum haben sie
diese einfache Sache nicht gesehen?
  
34:17 Die großen Intellektuellen,
das Konzept der sogenannten
  
34:22 Evolution.
 
34:26 Warum haben sie
diese einfache Tatsache nicht gesehen,
  
34:31 dass Ansammlung
zwangsläufig zu mehr führt?
  
34:33 Sie sahen darin keine Gefahr.
 
34:35 Ob sie es wirklich sehen?
 
34:37 Sie sahen es.
Sie wollen mehr,
  
34:40 ein besseres Leben.
 
34:42 Das 19. Jahrhundert war dem Fortschritt
gewidmet, alles sollte verbessert werden.
  
34:46  
 
34:48 Aber Fortschritt ist äußerlich.
 
34:50 Aber sie empfanden das
auch als Verbesserung im Inneren.
  
34:56 – Warum haben sie das nie in Frage gestellt?
– Weshalb sollten sie das tun?
  
34:59  
 
35:05 Wegen der
ständigen Angestrengtheit,
  
35:11 noch mehr zu erreichen. – Sie hielten das
wegen des Fortschritts für notwendig.
  
35:15 Aber ist das Fortschritt?
 
35:17 Was würden wir denn einem
 
35:20 Optimisten
des 19. Jahrhunderts entgegnen,
  
35:23 der sagt, dass der Mensch sich innerlich und
äußerlich ständig verbessert, weiterentwickelt?
  
35:25  
 
35:28 Der äußerlichen Verbesserung
stimmen wir zu.
  
35:34 Wurde dieser Drang,
äußerlich besser zu werden
  
35:39 in das Innere,
den psychischen Bereich übernommen?
  
35:44 Können wir das deutlich machen,
warum das im Psychischen schadet?
  
35:45 Der Schaden ist
 
35:50 Lassen Sie uns
darüber nachdenken.
  
35:55 Worin liegt der Nachteil
des psychischen Ansammelns?
  
35:59 Oh ja!
 
36:03 Es trennt.
 
36:09 Was trennt es?
 
36:11 Ansammlung an sich
 
36:16 schafft Trennung
zwischen dir, mir und ihnen.
  
36:21 Vielleicht noch genauer,
weil es so wichtig ist.
  
36:24 Ein Aspekt ist, Sie und ich
sammeln auf verschiedene Weise an.
  
36:26  
 
36:29 Und andere wieder
auf andere Art.
  
36:33 Eine erzwungene gleichartige
Weise des Ansammelns
  
36:35  
 
36:37 schafft noch mehr Konflikt.
– Das funktioniert nicht!
  
36:40 – Sie sagen, jeder sollte mehr …
– Ja, ja.
  
36:46 Ich habe angesammelt
und zwar als Hindu.
  
36:53 Ein anderer
hat als Moslem angesammelt.
  
36:57 – Es gibt Tausende von Verschiedenheiten.
– Tausende.
  
36:59  
 
37:00  
 
37:02 – Man gehört verschiedenen Berufen an.
– Tausende von Aufteilungen!
  
37:05 Es liegt also im Ansammeln
 
37:12 an sich,
dass es Menschen trennt.
  
37:15 – Und Konflikt entsteht. – Jeder Einzelne
sammelt auf seine eigene Weise an,
  
37:17 jeweils anders als die anderen.
 
37:20 Es gibt keine
gemeinsame Art des Ansammelns.
  
37:23 – Wirklich? Lasst uns alle ansammeln!
– Das funktioniert nicht,
  
37:25  
 
37:29 weil jeder vorab schon
eine andere Beziehung hat,
  
37:31 egal, was man tut.
 
37:34 Können wir es so formulieren:
 
37:38 durch Ansammeln hat der Mensch
psychische Sicherheit gesucht.
  
37:43 Diese Sicherheit,
das damit verbundene Ansammeln,
  
37:48 ist verantwortlich für die
zwischenmenschliche Getrenntheit. Psychisch.
  
37:52 Ja, jeder Versuch der Ansammlung
führt zur Trennung. Ich glaube,
  
37:57 dass einige Soziologen
so denken.
  
38:00 Karl Marx sagte auch,
dass Anhäufung des Kapitals
  
38:04 Trennung von anderen bewirkt
 
38:08 und enorme Konflikte
in Gang setzte.
  
38:13 So,
 
38:15 wir sagten
 
38:17 das sei der Grund, warum
Menschen ansammeln. Sie sehen nicht
  
38:20 was es für Konsequenzen hat.
 
38:27 Und
 
38:29 wenn man es sieht,
 
38:32 ist es dann möglich,
das Ansammeln sein zu lassen?
  
38:34 Es ist ungeheuerlich!
 
38:38 – Ja, der menschliche Geist scheint
automatisch anzusammeln. – Ich weiß, ich weiß!
  
38:43 Warum?
 
38:45 Aus dem klaren
und einfachen Grund,
  
38:48 dass er sich wie im Äußerlichen
im Ansammeln sicher fühlt,
  
38:53 weniger gefährdet.
 
38:57 Vielleicht kommt man
aus dieser Falle
  
39:00 schwer wieder raus,
wenn man drin ist, weil
  
39:05 der Geist beschäftigt ist
mit Ansammeln und kaum noch
  
39:08 etwas anderes sehen kann.
 
39:10 Angenommen, mein Geist
ist nur noch beschäftigt
  
39:11 mit diesem Verarbeiten
des Angesammelten,
  
39:16 also mit psychischem Wissen.
Kann das aufhören?
  
39:21 Natürlich kann es das!
 
39:24  
 
39:27 Wenn er die Wurzel
seines Tuns erkennt.
  
39:29 Das heißt, er durchschaut
 
39:33 die Illusion, durch Ansammeln
Sicherheit erreichen zu wollen.
  
39:37 Von einer gewissen Ebene aus geht das.
Wenn man
  
39:40 sich das anschaut,
 
39:43 nicht intellektuell,
eher wie eine Landkarte,
  
39:46 die diesen ganzen
Prozess darstellt.
  
39:50 Und dann mithilfe der Landkarte
das Land selber sehen.
  
39:52  
 
39:56 Sehen,
was die Landkarte darstellt.
  
39:58  
 
39:59 Landkarte und Land
sind verschieden.
  
40:02 Die Landkarte mag hilfreich sein,
aber das reicht nicht.
  
40:09 Aber jetzt sagen wir, dass das Begehren
die wesentliche Antriebskraft ist.
  
40:12 Nicht nur das Begehren, sondern der
 
40:16 tief sitzende Drang anzusammeln.
 
40:23 – Wie das Eichhörnchen.
– Wie das Eichhörnchen, ja.
  
40:28 Für die Zukunft,
für die Sicherheit.
  
40:33 Das und Begehren
gehen Hand in Hand.
  
40:38 – Richtig?
– Daraus entwickelt sich starke Begehren.
  
40:42 Also sind Verlangen
 
40:44 und Ansammeln
 
40:47 die Ursachen
von Getrenntheit, Konflikt usw.
  
40:53 Man kann sagen,
hinter dem Verlangen steckt ein Mangel.
  
40:58 – Jemand glaubt, ansammeln zu müssen,
weil er bedürftig ist. – Er ist bedürftig, ja.
  
41:01 Nun frage ich,
kann das aufhören?
  
41:08 Wenn das Aufhören ein Willensakt ist,
ist es immer noch dasselbe.
  
41:14 Immer noch
vom Begehren bestimmt.
  
41:17 Wenn Bestrafung oder Belohnung das
Aufhören bewirken, ist es immer noch dasselbe.
  
41:24 Also,
 
41:25 man sieht das
und lässt all das sein.
  
41:32 Richtig?
 
41:34 Aber ist der Geist
 
41:41 frei von Ansammeln?
 
41:50 Ja, ich glaube er kann,
er tut es.
  
41:55 Das heißt, keinerlei
psychisches Wissen haben.
  
42:03 Wissen ist Ansammlung.
 
42:10  
 
42:13  
 
42:16 Wir müssen betrachten, dass Wissen
mehr umfasst, als üblicherweise gemeint ist.
  
42:18 – Nicht nur …
– Bücherwissen, Erfahrung, natürlich!
  
42:23 Sondern,
 
42:27 im Ansammeln …
 
42:30 zum Beispiel erzeugt Wissen
über dieses Mikrofon ein Bild davon.
  
42:35 Alles ist darin enthalten,
und man erwartet, dass es fortbesteht.
  
42:40 Auch das Wissen über einen selbst
lässt ein Bild von sich entstehen.
  
42:46 – Kann man Wissen über sich selbst haben?
– Nein, aber wenn man glaubt, es zu haben,
  
42:48  
 
42:50  
 
42:53 Der Glaube zu wissen,
wer man ist
  
42:55 führt zur Entstehung
eines Bildes
  
42:59 mit entsprechenden Erwartungen.
– Aber wer Wissen über sich hat,
  
43:02 hat bereits ein Bild von sich!
 
43:05 Hier ist die gleiche Tendenz.
 
43:07  
 
43:10 Man überträgt,
was man äußerlich tut.
  
43:14 Beim Anschauen dieses Mikrofons
sammelt man Wissen.
  
43:18 Das wird Teil eines Bildes, der Wahrnehmung,
dann macht man es mit sich ebenso.
  
43:21 Ich weiß,
wer ich sein sollte oder bin.
  
43:24 Das Bild entsteht
mit viel Angesammeltem
  
43:28 das sich aufbaut
 
43:30 in Formen,
die wir nicht Wissen nennen,
  
43:32 z.B. Vorlieben und Abneigungen.
 
43:38 Aber wenn
 
43:46 man erkennt, dass das aus dem psychischen
Ansammeln entstandene Wissen
  
43:50 eine Illusion ist, zerstörerisch,
dass es unendliches Leid und Elend erzeugt,
  
43:56 wenn man es sieht,
ist Schluss damit!
  
43:58 Das Problem ist, dass
 
44:04 das Wort "Wissen" mehr umfasst,
als meist darunter verstanden wird.
  
44:09  
 
44:14 Ich könnte sagen, ich habe einiges
verstanden und es ist töricht,
  
44:18 ein Bild von mir aufzubauen, aber
 
44:20 es mag Wissensbereiche geben,
die ich nicht als Wissen ansehe.
  
44:23 Welche anderen Arten
von Wissen hat man?
  
44:28 Vorlieben und Abneigungen.
 
44:31 Vorurteile.
Gewohnheiten.
  
44:33 Diese stecken alle
 
44:45 in dem Bild,
das man geschaffen hat.
  
44:49 Der Mensch hat sich so entwickelt,
dass dieses Bild außergewöhnlich real erscheint.
  
44:52 Und dessen Eigenschaften scheinen deshalb
nicht zum Wissen zu gehören.
  
45:00 Wir haben also
folgendes:
  
45:04 Ansammeln ist Zeit
 
45:10 und Ansammeln ist Sicherheit,
 
45:13 und wo es psychisches Ansammeln gibt,
da gibt es Getrenntheit, und
  
45:17 Denken ist
 
45:22 die Bewegung zwischen
dem Besonderen und dem Allgemeinen,,
  
45:25 und Denken kommt aus dem Bild,
das aus dem Angesammelten entstanden ist.
  
45:29 Das alles ist
 
45:34 der innere Zustand.
 
45:39 Das steckt tief in mir drin.
 
45:43 – Ja, körperlich und geistig.
– Durch und durch.
  
45:45  
 
45:50 Körperlich ist es teilweise notwendig,
das ist verständlich.
  
45:53 – Aber es wird körperlich übertrieben.
– Natürlich, man kann alles übertreiben.
  
45:56 Aber das
im Psychischen zu erkennen,
  
46:03 wie gehe ich da vor?
 
46:07 Wie erkenne ich,
 
46:09 der über Jahrtausende angesammelt hat,
im Allgemeinen und im Besonderen,
  
46:12 so war es meine Gewohnheit,
 
46:17 wie erkenne ich diese Gewohnheit,
 
46:21 und wenn ich die Gewohnheit erkenne,
wie kommt diese Bewegung
  
46:24 zu einem Ende?
 
46:32 – Das ist wirklich die Frage.
– Ja.
  
46:43 Welche Rolle spielt Intelligenz
 
46:47 in dieser ganzen Sache?
 
46:50 Verstehen Sie?
 
46:51 Man braucht Intelligenz,
um das zu sehen.
  
46:55 Ist das Intelligenz?
 
46:58 Meinen wir das, was man normalerweise
Intelligenz nennt oder etwas ganz anderes?
  
47:01  
 
47:05 Ich weiß nicht, was die Menschen
üblicherweise meinen, aber
  
47:10 wenn sie die Fähigkeit meinen, zu
 
47:12 unterscheiden,
auseinanderhalten,
  
47:16 Lösungen finden.– Logisch denken können.
Technische und ökonomische Probleme usw.
  
47:18  
 
47:21 Ich würde das Teilintelligenz nennen.
Es ist nicht …
  
47:26 – Wir könnten es geschulte Denkfähigkeit
nennen. – Geschulte Denkfähigkeit, okay.
  
47:27 Aber Intelligenz,
 
47:31 das ist es,
was ich herausfinden will. Ich erkenne
  
47:36 Ansammlung,
 
47:40 Getrenntheit,
Sicherheit,
  
47:46 das Allgemeine, das Besondere,
Denken.
  
47:53 Ich sehe das Vernünftige darin,
 
47:56 die Logik dahinter.
 
47:59 Aber Logik, Vernunft
 
48:03 und Erklärung
beenden die Sache nicht.
  
48:06 Es braucht
eine andere Qualität.
  
48:12 Ist Intelligenz diese Qualität?
 
48:14 Ich will mal wegkommen
von Einsicht.
  
48:19 – Das Wort nicht so oft benutzen.
– Zu oft.
  
48:31 Ist Intelligenz verknüpft
 
48:35 mit Denken?
 
48:39 Was heißt hier
"verknüpft"?
  
48:42 Hängt sie zusammen damit
oder ist sie Teil davon. Ist sie
  
48:46 das Ergebnis besonders klarer,
genauer, exakter
  
48:53 logischer Schlussfolgerungen
des Denkens?
  
48:56 – Nein, sie wäre dann nur ein noch
geschickteres Denken. – Geschick, das stimmt.
  
48:59  
 
49:02 Zumindest gehen wir davon aus,
dass Intelligenz eine andere Qualität ist.
  
49:11 Hängt diese Intelligenz
 
49:18 zusammen mit Liebe?
 
49:21 – Ich würde sagen, ja.
– Ich bewege mich mal langsam darauf zu.
  
49:25 Ich habe alles verstanden, was wir heute
besprochen haben und stehe vor einer Wand,
  
49:32 einer undurchdringlichen Wand.
Ich komme nicht weiter.
  
49:41 Und
 
49:46 beim Schauen und Suchen
stoße ich auf das Wort "Intelligenz".
  
49:52 Und ich sehe,
 
49:57 diese sogenannte Denkintelligenz,
Geschick und all das ist nicht Intelligenz.
  
50:01 Und ich frage weiter,
 
50:03  
 
50:22 ist diese Intelligenz verknüpft
oder in Verbindung mit oder Teil von Liebe?
  
50:28 Man kann Liebe nicht ansammeln,
richtig?
  
50:30 – Manche versuchen es vielleicht.
– Es klingt töricht!
  
50:32 Menschen versuchen,
sich der Liebe zu versichern.
  
50:35 Das ist alles romantischer Unsinn,
Zeug für das Kino.
  
50:40 Man kann Liebe nicht ansammeln.
 
50:45 Man kann sie nicht
 
50:49 verknüpfen mit Hass
und all dem.
  
50:52 Diese Liebe ist etwas
grundsätzlich anderes.
  
50:55 Und besitzt diese Liebe Intelligenz?
 
50:57 Die dann wirkt,
 
51:04 verstehen Sie?,
 
51:06 die dann die Wand niederreißt.
 
51:09 – Ich weiß nicht, ob …
– Ja.
  
51:36 Fangen wir nochmal an.
 
51:38 Ich weiß nicht,
was Liebe ist.
  
51:44 Ich kenne alles
 
51:46 körperliche Drumherum.
 
51:49 Ich sehe, Vergnügen, Begehren, Ansammeln,
Erinnern, Bilder, das alles ist nicht Liebe.
  
51:53 Ich habe das
vor langer Zeit gesehen.
  
52:00 Aber ich bin da
angekommen,
  
52:03 wo diese gewaltige Wand ist,
die ich nicht überwinden kann.
  
52:09 Also suche ich jetzt herum
 
52:15 suche
nach einer anderen Bewegung,
  
52:19 die nicht menschengemacht ist.
 
52:23 Und vielleicht ist Liebe
diese Bewegung.
  
52:27 Es tut mir leid,
dieses Wort zu benutzen,
  
52:31 wir nehmen es erstmal.
 
52:34 Weil dieses Wort
so verdorben und
  
52:39 missbraucht worden ist.
– Sie sagen, Liebe sei eine Bewegung,
  
52:43 kein Gefühl.
– Oh nein!
  
52:45 Obwohl Gefühl dabei sein kann,
aber sie ist kein Gefühl.
  
52:51 Diese Liebe also,
 
52:56 mit ihrer Intelligenz,
ist sie die Kraft,
  
52:59 die diese Wand niederreißen
oder auflösen oder
  
53:03 durchbrechen wird?
 
53:12 Nicht "ich liebe dich"
oder "du liebst mich", richtig?
  
53:18 Sie ist nicht allgemein oder besonders,
sie ist jenseits davon, richtig?
  
53:25 Ja,
 
53:28 das ist eine Sache. Es liegt
in der Natur der Menschen,
  
53:31 Liebe auf etwas Spezielles zu beziehen,
auf Dinge, auf Menschen.
  
53:40 Ich glaube, wenn man
mit dieser Intelligenz liebt,
  
53:43  
 
53:48 erfasst sie das Ganze, ist nicht spezifisch,
nicht allgemein. Sie ist das!
  
53:50 Sie ist Licht.
Kein spezielles Licht.
  
53:59 Also okay,
 
54:01 wenn das die Kraft ist,
 
54:04 die diese Wand niederreißt,
 
54:10 die vor mir steht, …
 
54:12 Ich kenne diese Liebe nicht.
 
54:20 Als menschliches Wesen,
 
54:23 das einen bestimmten Punkt
erreicht hat,
  
54:26 ich komme nicht darüber hinaus
zu dieser Liebe. Was soll ich tun?
  
54:33 Was ist, …
 
54:37 – nicht "tun" oder "nicht tun" –,
sondern
  
54:40 was ist der Zustand
meines Geistes,
  
54:44 wenn ich eingesehen habe,
 
54:47 jede Bewegung
 
54:50 auf dieser Seite der Wand
 
54:52 verstärkt nur die Wand,
richtig?
  
54:56 Ich sehe das also ein,
 
55:00 mithilfe von Meditation,
was auch immer,
  
55:03 es gibt keine Bewegung.
Der Geist kann nicht darüber hinaus.
  
55:09 Dann kommen Sie und sagen,
"Schau,
  
55:14 diese Wand
kann aufgelöst werden,
  
55:19 niedergerissen,
wenn du diese
  
55:20 Qualität von Liebe
verbunden mit Intelligenz hast."
  
55:25 Und ich sage, "Großartig,
aber ich weiß nicht, was das ist.!"
  
55:31 Was soll ich tun?
 
55:35 Ich kann nichts tun,
das begreife ich.
  
55:38 Was immer ich tue, ist ein Handeln
auf dieser Seite der Wand, richtig?
  
55:45 Also,
 
55:49 verzweifle ich?
 
55:54 Offensichtlich nicht,
 
55:56 weil ich mich in Verzweiflung
oder Niedergeschlagenheit immer noch
  
55:58 im selben Bereich bewege.
 
56:04 Also hört all das auf.
 
56:08 Wenn ich einsehe,
ich kann absolut nichts tun,
  
56:15 keine Bewegung,
was geht dann in meinem Geist vor sich?
  
56:20 Verstehen Sie meine Frage?
 
56:23 Stimmt das?
Ich halte das für ziemlich logisch.
  
56:27 Ich sehe ein,
ich kann nicht das geringste tun!
  
56:34 Wie hat sich dann die Qualität
meines Geistes verändert,
  
56:39 der bisher immer
 
56:42 in Bewegung war,
ansammeln, etwas werden,
  
56:47 all das hat aufgehört.
 
56:50 Sobald ich einsehe,
dass ich nichts …
  
56:54 Keine Bewegung, richtig?
 
56:57 Ist das möglich?
 
56:59 Oder lebe ich
in einer Illusion?
  
57:06 Oder bin ich wirklich
durch all das durch gegangen,
  
57:10 und da angekommen? Oder
entschließe ich mich plötzlich, still zu sein?
  
57:16 – Mache ich es verständlich?
– Ja, das wäre wieder das gleiche Vorgehen.
  
57:19  
 
57:21 – Das gleiche Vorgehen.
– Das Vergangene bestimmt das Tun.
  
57:27 Hat mein Geist also …
 
57:39 Findet in meinem Geist
eine Revolution statt?
  
57:43 Revolution in dem Sinn,
dass jede Bewegung vollkommen aufgehört hat.
  
57:46 Und wenn ja,
 
58:01 ist Liebe etwas
jenseits dieser Wand?
  
58:09 – Das wäre bedeutungslos.
– Natürlich, das kann nicht sein.
  
58:11  
 
58:13 Die Wand ist ein Produkt dieses Prozesses,
der diese Illusion ist.
  
58:16  
 
58:18  
 
58:21 Ich erkenne,
die Wand ist diese Bewegung.
  
58:25 Wenn also
diese Bewegung aufhört,
  
58:28 dann ist diese Qualität
von Intelligenz, Liebe usw. da!
  
58:34 Das ist genau der Punkt.
 
58:45 Könnte man sagen, die Bewegung hört auf,
die Bewegung sieht,
  
58:48 dass sie keinen Sinn hat?
 
58:56 Es ist
 
58:59 einfach die Fähigkeit,
eine Gefahr zu erkennen.
  
59:05 – Könnte sein, ja.
– Ja.
  
59:07 Jede Gefahr verlangt
ein gewisses Maß an Bewusstheit.
  
59:14 Aber ich habe nie gesehen,
als menschliches Wesen,
  
59:17 dass der Ansammlungsprozess
eine ungeheure Gefahr ist.
  
59:23 Weil darin der Kern
des Sicherheitsdenkens liegt.
  
59:28 Sie kommen jetzt
und weisen mich darauf hin.
  
59:34 Ich höre sehr genau zu und sehe
 
59:38 und nehme tatsächlich
 
59:41 die darin liegende Gefahr wahr.
 
59:50 Und Wahrnehmung
ist Teil von Liebe, nicht wahr?
  
59:56 Jetzt haben wir es.
 
59:59 Sie meinen,
Liebe ist eine Art Energie,
  
1:00:02 weder spezifisch noch allgemein,
 
1:00:06 die für eine gewisse Zeit
bestimmte Dinge umhüllen kann.
  
1:00:13 Wahrnehmung also,
 
1:00:17 ohne jegliche Absicht
oder Richtung usw.,
  
1:00:20 Wahrnehmung der Wand,
die erst entstanden ist
  
1:00:24 durch diese Bewegung
des Ansammelns,
  
1:00:29 ihre bloße Wahrnehmung
 
1:00:32 ist Intelligenz und Liebe.
 
1:00:40 Richtig?
 
1:00:55 – Wir sollten aufhören, es ist halb eins.
– Einverstanden.
  
1:00:57 – Oder weitermachen? – Vielleicht besser
aufhören. – Wir haben einen Punkt erreicht.
  
1:00:59 – Wann treffen wir uns wieder?
– Donnerstag, in zwei Tagen.
  
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