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Was ist Meditation?

San Diego - 9 April 1970

Public Talk 4



0:15 Wir hatten diesen Abend vor,
gemeinsam zu besprechen,
  
0:24 was Meditation ist.
 
0:29 Aber bevor wir dies tun,
 
0:34 was wirklich ein sehr komplexes
und schwieriges Problem ist,
  
0:42 sollten wir uns, so scheint es mir,
 
0:49 ganz im Klaren darüber sein,
wonach wir eigentlich suchen.
  
0:56 Wir sind ständig auf der Suche nach etwas,
 
1:02 besonders diejenigen, die
einen religiösen Geist haben,
  
1:11 und sogar die Wissenschaftler.
 
1:14 Das Suchen ist zu einem
echten Problem geworden.
  
1:20 Was suchen wir?
 
1:25 Ich denke, dass dies ganz klar
 
1:33 und vollständig verstanden werden
muss, bevor wir uns darin vertiefen,
  
1:39 darin, was Meditation ist, und warum
jemand überhaupt meditieren sollte.
  
1:43  
 
1:53 Und was ist der Nutzen von Meditation?
 
1:59 Was bringt es Ihnen?
 
2:03 Bevor wir dieser Sache nachgehen,
müssen wir uns im Klaren darüber sein,
  
2:08  
 
2:10 was es ist, wonach wir suchen.
Jeder einzelne von uns.
  
2:12  
 
2:18 Und die Wörter Suche, Suchen,
hinterherlaufen, heraussuchen,
  
2:26 implizieren, oder etwa nicht,
dass wir bereits wissen,
  
2:30 mehr oder weniger,
was wir verfolgen.
  
2:40 Wenn wir sagen, dass wir auf der
Suche nach der Wahrheit sind,
  
2:44 oder, dass wir Gott suchen, sollten
Sie einen religiösen Geist haben,
  
2:49 oder, dass wir das perfekte
Leben suchen, und so weiter,
  
2:56 müssen wir in unserem Geist
bereits ein Muster haben,
  
3:03 oder ein Bild, oder eine Idee
davon, was es zu sein hat.
  
3:13 Und, um wissen zu können, dass wir es
gefunden haben, müssen wir bereits wissen,
  
3:20 welche Kontur, welche Farben und
welche Substanz die Sache hat.
  
3:27 Impliziert also das Wort "Suchen" nicht,
 
3:32  
 
3:38 dass wir etwas verloren haben
und wir es wiederfinden werden?
  
3:43 Und, wenn wir es wiederfinden, sollten
wir in der Lage sein, es zu erkennen.
  
3:50 Was bedeutet, dass man
es bereits gekannt hat.
  
3:55 Alles was man tun muss,
ist etwas zu verfolgen.
  
4:08 Und so ist das erste, das man
erkennen muss, nicht zu suchen.
  
4:17 Denn was Sie suchen, ist
bereits vorherbestimmt.
  
4:21 Wonach Sie verlangen,
 
4:24 wenn Sie unglücklich,
einsam und verzweifelt sind.
  
4:28 Sie suchen nach Hoffnung und Gesellschaft,
 
4:34 etwas, das Sie stützt. Und Sie
werden es zwangsläufig finden.
  
4:45 In der Meditation
 
4:51 muss jede Form der Suche ein Ende haben.
 
5:07 Und, wie wir gesagt haben, als
wir uns hier das letzte Mal trafen,
  
5:13 muss die Grundlage
 
5:19 für Ordnung gelegt werden.
Und diese heißt Rechtschaffenheit,
  
5:26 und nicht etwa Anständigkeit.
 
5:31 Die soziale Moral ist
überhaupt keine Moral.
  
5:40 Aber die Moral, die Ordnung
und die Tugend, die aus
  
5:45 dem Verständnis der Unordnung entstehen,
 
5:50 sind eine ganz andere Sache.
 
5:53 Wie wir gesagt haben, bleibt
die Unordnung bestehen,
  
5:58 so lange es einen äußeren
und inneren Konflikt gibt.
  
6:05 Und, die Ordnung entsteht, indem
die Unordnung verstanden wird.
  
6:13 Und daher folgt Ordnung
keiner Blaupause,
  
6:22 oder einer Autorität,
 
6:26 oder der eigenen Erfahrung.
 
6:38 Und das Entstehen dieser
Ordnung muss offensichtlich
  
6:41  
 
6:46 ohne Anstrengung erfolgen,
denn Anstrengung verzerrt.
  
6:52 Kommunizieren wir miteinander?
 
6:55 Denn wir reden über etwas,
das sehr, sehr schwierig ist.
  
6:58 Wie Ordnung ohne Kontrolle
geschaffen werden kann.
  
7:03 Und diese Ordnung kann nur existieren,
wenn wir die Unordnung verstehen,
  
7:09 den Ursprung davon, wie
diese Unordnung entsteht.
  
7:14 Was ein Konflikt ist. Dieser ist in uns.
Wir müssen diesen verstehen.
  
7:19 Nicht versuchen ihn zu
überwinden, oder zu zügeln,
  
7:22  
 
7:24 oder zu unterdrücken.
Sondern diesen beobachten.
  
7:27 Und ohne jegliche Verzerrung,
und ohne Wünsche zu beobachten,
  
7:31 ohne jede zwanghafte Neigung,
 
7:39 ist eine ziemlich schwierige Aufgabe.
 
7:45 Und daher entsteht die
Ordnung, die Tugend ist,
  
7:51 ohne jegliche Anstrengung,
 
7:56 wenn die Unordnung verstanden wird.
 
8:03 Und eine Kontrolle impliziert
entweder eine Unterdrückung,
  
8:12 eine Ablehnung oder einen Ausschluss,
 
8:19 und eine Trennung
zwischen dem Kontrolleur,
  
8:23 und der Sache, die
kontrolliert werden soll,
  
8:27 und somit einen Konflikt.
 
8:33 Wenn man also diese ganze
Angelegenheit verstanden hat,
  
8:38 finden die Kontrolle und die
Wahl ihr vollständiges Ende.
  
8:44 Wie wir erklärt haben, impliziert
Kontrolle eine Trennung
  
8:49 zwischen dem, der kontrolliert, und
der Sache, die zu kontrollieren ist.
  
8:56 Und in dieser Trennung
besteht ein Konflikt,
  
9:00 besteht eine Verzerrung.
 
9:03 Und, wenn Sie wirklich verstehen,
 
9:07 dass der Kontrolleur,
das Kontrollierte ist,
  
9:11 dann kommen die Konflikte und die
Kontrolle in jeder Form zu einem Ende,
  
9:19 was das Ende der Trennung ist,
 
9:25 und somit Verständnis.
 
9:33 Wenn das "was ist" verstanden wird,
 
9:36 benötigt man keine Kontrolle.
 
9:43 Also gibt es diese zwei wichtigen Sachen,
 
9:47 die vollständig verstanden werden müssen,
 
9:52 wenn wir der Frage nachgehen
wollen, was Meditation ist.
  
9:57 Die Ordnung, mit dem Verständnis
 
10:01 der Unordnung,
 
10:05 und die Kontrolle, mit all ihren
Auswirkungen, ihrer Dualität,
  
10:12 und ihrer Gegensätze.
 
10:17 Und, wie wir neulich besprochen haben,
 
10:23 ist der Beobachter das Beobachtete.
 
10:29 Derjenige, der wütend ist, und
versucht die Wut loszuwerden,
  
10:33 ist die Wut selbst. Und, wenn
er sich von der Wut trennt,
  
10:36  
 
10:40 oder von der Eifersucht, der Verzweiflung,
oder von dem Verlangen zu Erfüllen,
  
10:44 muss es zu einem Gegensatz kommen,
 
10:46 und daher zu einem Konflikt,
und daher zu einer Verzerrung.
  
10:50 Richtig?
 
10:56 Das ist die Grundlage.
 
11:02 Und ohne dies haben Sie
keine Möglichkeit zu wissen,
  
11:04 was Meditation ist.
 
11:10 Machen Sie sich selbst
nichts vor, mit all den Büchern,
  
11:13 die man über Meditation geschrieben hat.
 
11:16 All die Menschen, die kommen und Ihnen
sagen, wie Sie zu meditieren haben,
  
11:20 oder die Gruppen, die man bildet,
um gemeinsam zu meditieren.
  
11:25 Denn, wenn es keine Tugend gibt,
 
11:32 die Ordnung ist,
 
11:34 muss es eine Verzerrung geben,
 
11:37 und, der Geist muss in Gegensätzen
und in Anstrengung leben.
  
11:43 Und wie kann solch ein Geist
 
11:46 die ganzen Auswirkungen dessen,
was Meditation ist, kennen?
  
11:56 Und, wie wir gesagt haben,
muss man, nicht intellektuell,
  
12:01 sondern mit dem ganzen eigenen Wesen,
 
12:05 auf diese sonderbare Sache
stoßen, die man Liebe nennt,
  
12:11 und daher keine Angst.
 
12:17 Sie wissen, was wir unter Liebe verstehen.
 
12:25 Die Liebe, die unberührt ist
von Vergnügen, Verlangen,
  
12:31 und Eifersucht.
 
12:34 Jene Liebe, die keinen Wettstreit kennt.
 
12:40 Die nicht unterteilt, in meine
Liebe und deine Liebe.
  
12:48 Das muss da sein.
 
12:52 All dies ist notwendig,
 
12:59 denn dann ist der Geist,
 
13:03 einschließlich des Gehirns
und der Emotionen,
  
13:08 in vollständiger Harmonie.
Sie müssen es sein,
  
13:14 sonst wird die Meditation
zu einer Selbsthypnose.
  
13:22 Richtig?
 
13:24 Meine Herren, schlafen Sie
nicht über diese Dinge.
  
13:33 Denn wir haben gesagt, dass wir
miteinander kommunizieren.
  
13:37 Das bedeutet, dass wir
miteinander teilen.
  
13:41 Wir reisen gemeinsam.
 
13:47 Sie bleiben nicht zurück,
um jemandem zu folgen.
  
13:51 Entweder reisen wir
gemeinsam, oder gar nicht.
  
13:57 Das bedeutet, dass Sie in der Woche
sehr hart daran gearbeitet haben
  
14:04 die Aktivitäten Ihres
eigenen Geistes zu erkennen.
  
14:10 Wie dieser funktioniert. Ihre
eigenen ichbezogenen Aktivitäten.
  
14:18 Das "Ich" und das "nicht ich".
 
14:21 Sie müssen mit sich selbst
vertraut gewesen sein,
  
14:25 und all den Streichen, die
sich der Geist selbst spielt.
  
14:30 Die Illusionen, die
Täuschungen, die Bilder
  
14:33 und die Fantasien, die man hat.
 
14:40 Und die romantischen Vorstellungen.
 
14:46 Denn ein Geist, der zur
Sentimentalität fähig ist,
  
14:52 ist nicht in der Lage zu Lieben. Denn
Sentimentalität ruft Grausamkeit hervor.
  
14:56  
 
15:00 Brutalität und Gewalt. Aber keine Liebe.
 
15:09 Ich hoffe Ihretwillen, dass
Sie dies getan haben.
  
15:15 Nicht wegen mir, dem Redner.
 
15:20 Sie haben diese Dinge mehr oder
weniger in sich selbst erschaffen.
  
15:34 Es ist ziemlich anstrengend.
 
15:40 Es benötigt eine gewaltige innere
Disziplin, die Lernen bedeutet.
  
15:50 Nicht indem man von einem anderen lernt.
 
15:54 Man lernt, indem man beobachtet,
was in einem selbst vorgeht.
  
16:02 Und diese Beobachtung ist nicht möglich,
 
16:05 wenn es irgendeine Art von Vorurteil
oder Schlussfolgerungen gibt.
  
16:09 Eine Vorlage, nach der Sie beobachten.
 
16:16 Wenn Sie sich bei der Beobachtung
nach einem Psychiater richten,
  
16:20 beobachten Sie in Wirklichkeit
nicht sich selbst.
  
16:22 Sie beobachten stattdessen das,
was der Psychiater gesagt hat.
  
16:25 Und durch diese Sache beobachten Sie.
 
16:31 Daher kommt es zu keiner Selbsterkenntnis.
 
16:39 Und dies impliziert eine Achtsamkeit.
 
16:48 Wissen Sie, es gibt
viele Schulen in Asien,
  
16:55 und ich denke, dass sich diese
auch in dieses Land einschleichen,
  
16:59 in denen man einem beibringt,
wie man achtsam werden kann,
  
17:03 oder wie man aufmerksam wird.
 
17:10 Als ersten möchte ich hervorheben,
 
17:13 dass Sie nirgends beitreten.
 
17:17 Treten Sie keiner Gruppe
 
17:20 oder Organisation bei.
 
17:25 Ich hoffe unter Ihnen ist niemand,
 
17:28 der eine Organisation leitet,
 
17:35 oder eine Gruppe anführt.
 
17:39 Tun Sie es nicht.
 
17:43 Denn Sie benötigen einen Geist,
 
17:47 der in der Lage ist, auf
sich allein gestellt zu sein.
  
17:54 Indem er nicht durch die Propaganda
 
17:58 und den Erfahrungen
der anderen belastet ist.
  
18:03 Erleuchtung kommt nicht
durch einen Anführer,
  
18:08 oder durch einen Lehrer.
 
18:14 Sie kommt durch Verständnis
 
18:16 dessen, "was ist". Was in Ihnen ist.
 
18:21 Nicht indem Sie vor
sich selbst davonlaufen.
  
18:24 Wenn ich Ihnen respektvoll
vorschlagen darf,
  
18:29 treten Sie nirgends bei.
 
18:35 Vor allem keiner religiösen Gruppe,
 
18:41 in der man Ihnen für fünf Dollar
das Nirvana oder Gott verspricht.
  
18:50 Oder man gibt Ihnen eine Art von Talisman.
 
18:56 In der Form von Wörtern.
Wir werden gleich darüber reden.
  
19:03 Denn der Geist muss tatsächlich verstehen,
 
19:09 was sich in dem psychischen Feld abspielt.
 
19:13 In seinem eigenen Feld.
Und daher muss er sehen,
  
19:18 was vor sich geht.
Ohne jegliche Verzerrung.
  
19:22 Ohne jeden Wunsch,
Abneigung, Verbitterung,
  
19:24  
 
19:27 Erklärung oder Rechtfertigung.
Indem er lediglich beobachtet.
  
19:30  
 
19:37 Wenn dies nun mit großer
Freude und Einfachheit geschieht,
  
19:44  
 
19:51 nicht durch einen Zwang,
sondern mit Glückseligkeit.
  
19:54  
 
20:02 Ohne jede Hoffnung und
den Willen etwas zu erreichen.
  
20:08 Denn, sobald Sie Hoffnung haben,
entfernen Sie sich von der Verzweiflung.
  
20:16 Man muss die Verzweiflung verstehen,
 
20:19 und nicht nach Hoffnung suchen.
 
20:28 Verzweiflung entsteht nur, wenn
man das, "was ist", nicht versteht.
  
20:37 Die Verbitterung entsteht
durch die Verzweiflung.
  
20:42 In dem Verständnis dessen, "was ist",
 
20:44 gibt es weder Verzweiflung, noch Hoffnung.
 
20:50 All das verlangt dem menschlichen
Geist zu viel ab, nicht wahr?
  
21:04 Wenn Sie nicht nach
dem Unmöglichen fragen,
  
21:10 fallen Sie in die Falle des Möglichen.
 
21:16 Es ist einfach in diese Falle zu fallen.
 
21:22 Man muss dem Geist
das Höchste abverlangen.
  
21:27 Der Geist, das Herz und
das größte Verlangen
  
21:33 müssen danach fragen.
 
21:39 Sonst gleiten wir zum
Einfachen und Möglichen,
  
21:45  
 
21:48 dem Angenehmen und Komfortablen ab.
 
21:56 Sind wir noch beieinander?
 
22:03 Verbal sind Sie es vielleicht.
Aber das Wort ist nicht die Sache.
  
22:12 Wir haben beschrieben.
 
22:15 Die Beschreibung ist
nicht das Beschriebene.
  
22:22 Wenn Sie also die Reise mit
dem Redner beschreiten,
  
22:28 dann beschreiten Sie diese Reise
tatsächlich, und nicht theoretisch.
  
22:36 Nicht als eine Idee, sondern als etwas,
 
22:41 dass Sie selbst tatsächlich beobachten,
 
22:51 und daher nicht erfahren.
 
22:57 Es besteht ein Unterschied
zwischen beobachten, untersuchen
  
23:02 und erfahren.
 
23:07 Darf ich auf all das eingehen?
 
23:15 Ich weiß nicht, wie
Sie das alles ertragen.
  
23:18 (Gelächter)
 
23:27 Dies ist das Leben des Redners.
 
23:33 Daher kann er endlos fortfahren.
 
23:38 Denn da gibt es diese endlose Quelle.
 
23:45 Aber für Sie, dem Zuhörer,
 
23:51 wird es wenig Bedeutung haben,
 
24:00 wenn Sie selbst nicht
innerlich tief gereist sind.
  
24:12 Also fragen wir, was Meditation ist.
 
24:22 Und warum sollten wir
überhaupt meditieren?
  
24:26 Warum dieses Gehabe um dieses Wort?
 
24:31 Einige von Ihnen hören dieses Wort
 
24:34 wahrscheinlich zum ersten Mal.
 
24:39 Oder Sie haben schon
ein Vorstellung davon.
  
24:44 Oder ein wandernder Mönch aus Indien
 
24:50 hat Ihnen erzählt, dass
Sie meditieren sollen.
  
24:53 Und er hat Ihnen eine Anleitung gegeben.
 
24:56 Und aus Ihrer Gier heraus,
 
25:04 und es ist Ihre Gier, und
nichts weiter, folgen Sie ihm.
  
25:08  
 
25:12 Hier bieten wir Ihnen nichts an.
 
25:17 Bitte verstehen Sie das, denn
jede Anleitung, jede Methode,
  
25:22  
 
25:30 jedes System, wird alsbald zu
einer mechanischen Wiederholung.
  
25:35 Es ist egal, wer Ihnen die
Anleitung oder das System gibt.
  
25:45 Wenn Sie der Anleitung folgen,
werden Sie zu dem, was diese anbietet.
  
25:54 Und keine Methode bietet die Wahrheit.
 
26:01 Denn die Wahrheit ist etwas lebendiges.
Eine Methode ist etwas mechanisches.
  
26:05  
 
26:11 Und in der Ausübung der Methode,
 
26:14  
 
26:17 wenn Sie sich selbst beobachten,
gibt es den Ausübenden,
  
26:20 und die Sache, die ausgeübt werden
soll, und daher eine Trennung,
  
26:23  
 
26:27 und daher einen Konflikt,
eine Verzerrung und Unordnung.
  
26:33 Ist das klar?
 
26:35 Akzeptieren Sie daher
kein System von niemandem.
  
26:51 So ist es meine Herren.
 
26:56 Das bedeutet, dass Sie
ohne jede Unterstützung, und
  
27:01 ohne jede Ermutigung
beobachten müssen.
  
27:08 Das Beobachten ist etwas völlig
anderes, als eine Untersuchung,
  
27:14 in der eine Analyse stattfindet.
 
27:20 Richtig? In einer Analyse
gibt es immer den Analysator,
  
27:22  
 
27:26 und die Sache, die zu analysieren ist.
 
27:32 In der Untersuchung muss es
eine Einheit geben, die untersucht.
  
27:40 Also unterscheidet sich eine
Untersuchung von einer Beobachtung.
  
27:47 Das Beobachten ist ein andauerndes Lernen.
 
27:52 Und keine andauernde Anhäufung.
 
27:57 Ich hoffe, dass Sie den Unterschied sehen.
 
28:00 Es gibt einen Unterschied zwischen
Lernen, und einem Lernen, dessen Ziel
  
28:05 es ist, anzuhäufen und darauf
basierend zu handeln oder zu denken.
  
28:16 Wohingegen man in einer
Untersuchung ansammelt.
  
28:23 Der Geist sammelt an.
 
28:30 Und fügt dieser Ansammlung
Sachen und so weiter hinzu.
  
28:43 Also ist eine Untersuchung
logisch, vernünftig und rational.
  
28:47  
 
28:53 Aber eine Beobachtung
ist etwas ganz anderes.
  
28:57 Ohne dem Beobachter zu beobachten. Wir
sind dieser Sache bereits nachgegangen.
  
29:00  
 
29:02 Ich werde dies jetzt nicht weiter
ausführen, denn wir haben keine Zeit.
  
29:05 Nun also die Frage nach der Erfahrung.
 
29:10 Ich frage mich, warum wir
nach Erfahrungen trachten?
  
29:18 Haben Sie je darüber nachgedacht?
 
29:24 Wir haben laufend Tausende an Erfahrungen.
 
29:29 Manche sind uns bewusst und andere nicht.
 
29:34 Erfahrungen finden statt.
 
29:38 Aber wir wollen tiefere
Erfahrungen. Warum?
  
29:49 Wollen Sie nicht alle
großartige Erfahrungen haben?
  
29:55 Mystische, mysteriöse,
tiefgründige, übersinnliche,
  
30:02 göttliche, spirituelle. Sie wollen
diese haben, nicht wahr? Warum?
  
30:07  
 
30:14 Ist es nicht deshalb, weil
unser Leben so wertlos ist?
  
30:20 So unglücklich, so klein
und so belanglos. Oder?
  
30:29 Und Sie möchten dies vergessen,
 
30:33 und sich in eine andere Dimension begeben.
 
30:40 Wie kann ein engstirniger kleiner
Geist, der sorgenvoll und ängstlich ist,
  
30:46 der mit den Möbeln, dem Koch
und den ganzen Sorgen beschäftigt ist,
  
30:52 mit einem Problem nach dem anderen,
 
30:55  
 
31:00 etwas anderes erfahren, als
seine eigene Projektion und Aktivität?
  
31:08 Und das Verlangen nach
größeren Erfahrungen,
  
31:14 ist eine Flucht vor dem, "was ist".
 
31:19 Und das, "was ist",
 
31:22 ist die mysteriöseste Sache im Leben.
 
31:33 Und ein Bestandteil jeder Erfahrung
ist der Prozess der Wahrnehmung.
  
31:39 Sonst wüssten Sie nicht, dass
Sie eine Erfahrung gemacht haben.
  
31:42 Sie müssen diese als
angenehm, übersinnlich,
  
31:46 nobel, wundervoll oder
glückselig erkennen.
  
31:51 Sonst würden Sie nicht wissen,
dass es eine Erfahrung ist.
  
31:56 Wenn Sie etwas erkennen, bedeutet
dies, dass Sie es bereits kannten.
  
32:01 Also basieren Ihre Erfahrungen
hauptsächlich auf der Vergangenheit.
  
32:06  
 
32:11 Daher gibt es nichts Neues in diesen.
 
32:17 Somit gibt es einen Unterschied
zwischen dem Beobachten,
  
32:23 Anschauen, Untersuchen,
kritisch, rational und vernünftig,
  
32:28  
 
32:33 und der Sehnsucht nach Erfahrungen.
 
32:40 Wenn dies klar ist, und zwar nicht
klar im intellektuellen Sinne,
  
32:46  
 
32:49 sondern im Sinne, dass Sie all diese
Dinge vollständig beiseite legen,
  
32:56 einschließlich der Methode,
dem Zweck und der Suche.
  
33:06 Wissen Sie, dies alles ist
so außerordentlich feinsinnig,
  
33:12 und verlangt ein hohes
Maß an innerer Aufmerksamkeit.
  
33:19 Dann können wir weitergehen
und fragen, was Meditation ist?
  
33:25 Warum gibt es so viel
Lärm um die Meditation?
  
33:33 Bänder wurden darüber verfasst.
 
33:39 Es gibt große,
 
33:41 wenn man sie so nennen will,
Yogis, die kommen und
  
33:42 Ihnen beibringen, wie man meditiert.
 
33:48 Nun, die erste Sache ist,
 
33:50 dass Sie darüber nichts wissen, oder?
 
33:54 Es sei denn, jemand hat Ihnen
etwas darüber erzählt. Richtig?
  
33:59 Seien wir ein wenig ehrlich.
 
34:05 Aber ganz Asien redet über Meditation.
 
34:10 Das ist eine ihrer Gewohnheiten.
 
34:14 Genauso, wie es ihre Gewohnheit ist,
an Gott oder etwas anderes zu glauben.
  
34:19 Sie sitzen täglich für zehn
Minuten in einem stillen Raum,
  
34:26 und meditieren, konzentrieren sich
mit ihrem Geist auf ein Bild.
  
34:32  
 
34:36 Dieses Bild haben sie selbst erschaffen,
 
34:40 oder jemand hat ihnen dieses
Bild durch Propaganda vorgegeben.
  
34:46 Und während dieser zehn
Minuten versuchen Sie
  
34:50 ihren Geist zu kontrollieren,
und kämpfen um die Kontrolle,
  
34:53 denn der Geist möchte abgleiten.
 
34:56 Sie kämpfen und wollen ihren
Geist hin und her schieben.
  
34:58 Und sie spielen unaufhörlich dieses Spiel.
 
35:02 Und dies nennen Sie Meditation. Richtig?
 
35:11 Was ist nun Meditation?
 
35:17 Zuallererst muss der Geist,
 
35:22 der so geschwätzig ist,
 
35:31 der Ideen projiziert,
der widersprüchlich ist,
  
35:36 der mit ständigen Konflikten
und Vergleichen lebt,
  
35:42 dieser Geist muss offensichtlich
sehr still werden, oder nicht?
  
35:49 Um beobachten zu können, muss dieser
Geist außerordentlich still sein. Richtig?
  
35:57 Wenn ich dem zuhören
möchte, was Sie sagen,
  
36:00 muss ich darauf achten, was Sie sagen.
 
36:03 Ich kann nicht schwätzen. Ich kann
nicht über etwas anderes nachdenken.
  
36:05  
 
36:09 Ich darf nicht das, was Sie sagen, mit
dem vergleichen, was ich bereits weiß.
  
36:14 Ich muss Ihnen tatsächlich
vollständig zuhören.
  
36:21 Das bedeutet, dass der
Geist aufmerksam sein muss.
  
36:28 Er muss still sein, oder nicht?
 
36:33 Daher,
 
36:38 sieht man die Notwendigkeit,
 
36:42 dass für eine klare Beobachtung,
der Geist still sein muss.
  
36:50 Wir sehen klar, dass
der Geist still sein muss.
  
36:59 Es ist notwendig, dass man
 
37:08 die gesamte Struktur der
Gewalttätigkeit klar sieht.
  
37:10 Und, um dies sehen zu können,
muss der Geist ganz still sein.
  
37:18 Daher haben Sie einen stillen Geist.
Ich weiß nicht, ob Sie mir folgen.
  
37:22 Sie müssen den stillen Geist
nicht pflegen. Stimmt es?
  
37:32 Denn die Pflege des
stillen Geistes impliziert
  
37:39 denjenigen, der im Laufe der Zeit pflegt,
 
37:43 und die Sache, die er hofft zu erreichen.
 
37:47 Schauen Sie auf die Schwierigkeit in
alldem, was ich soeben gesagt habe.
  
37:54 Denn, all die Leute, die einem
Meditation lehren wollen,
  
38:00 sagen einem, dass man den
Geist zu beherrschen hat.
  
38:04 Ihr Geist muss vollständig still sein.
 
38:10 Und Sie versuchen diesen zu beherrschen.
 
38:12 Und kämpfen daher fortlaufend mit ihm.
 
38:15 Sie verbringen vierzig Jahre
damit, diesen zu beherrschen.
  
38:19 Was komplett albern ist.
 
38:27 Denn jeder Schuljunge
kann sich konzentrieren,
  
38:36 beherrschen.
 
38:38 Wir reden hier über etwas ganz anderes.
 
38:41 Im Gegenteil, sagen wir, dass
 
38:45 der Geist, der beobachtet,
 
38:48 bitte hören Sie dem zu,
der Geist, der beobachtet,
  
38:51 der nicht analysiert, der nach
keiner Erfahrung trachtet,
  
38:55 der nur beobachtet,
 
39:01 von Lärm frei sein muss.
 
39:09 Und daher wird der
Geist vollständig still.
  
39:16 Wenn ich Ihnen zuhören will,
muss ich Ihnen zuhören.
  
39:21 Ich darf nicht übersetzen,
was Sie mir sagen.
  
39:25 Oder das Gesagte so
interpretieren, wie es mir passt.
  
39:29 Oder Sie beurteilen oder
verurteilen. Ich muss zuhören.
  
39:34 Und dieses Zuhören ist Aufmerksamkeit.
 
39:39 Was bedeutet, dass man
gar nicht üben muss.
  
39:45 Wenn Sie etwas ausüben, sind Sie
bereits nicht mehr aufmerksam.
  
39:53 Folgen Sie alldem?
 
39:58 Wenn Sie also aufmerksam sind,
und Ihr Geist davon gleitet,
  
40:02 was bedeutet, dass
dieser unaufmerksam ist,
  
40:05 lassen Sie ihn davon gleiten und
erkennen Sie, dass er unaufmerksam ist,
  
40:09 und die Erkenntnis dieser Unaufmerksamkeit
ist erneute Aufmerksamkeit.
  
40:17 Kämpfen Sie nicht gegen
die Unaufmerksamkeit.
  
40:23 Sagen Sie nicht: "Ich muss
aufmerksam sein". Das ist kindisch.
  
40:29 Erkennen Sie, dass Sie unaufmerksam sind.
 
40:33 Seien Sie sich wahllos bewusst,
 
40:37 dass Sie unaufmerksam sind.
Was ist schon dabei?
  
40:41 (Gelächter)
 
40:44 Aber sobald es in dieser Unaufmerksamkeit
zu einer Handlung kommt,
  
40:48 seien Sie sich dieser Handlung bewusst.
 
40:54 Die Stille des Geistes
ist die Schönheit an sich.
  
41:04 Einem Vogel zuzuhören, der
Stimme eines Menschen,
  
41:11 einem Politiker, einem Priester,
 
41:14 dem ganzen Lärm der Propaganda.
 
41:18 Diesen komplett still zuzuhören.
 
41:26 Und dann hören Sie viel mehr.
Sie sehen dann viel mehr.
  
41:35 Diese Still ist nicht möglich,
 
41:43 wenn nicht auch Ihr
Körper, der Organismus,
  
41:49 vollständig still ist.
 
41:54 Verstehen Sie?
 
41:59 Der Körper, das Organ, mit all
seinen nervösen Reaktionen,
  
42:07 dem ganzen Herumzappeln, das
unaufhörliche Bewegen der Finger,
  
42:14 den Augen. Sie wissen schon.
Die Unruhe des Körpers.
  
42:21 Dieser muss vollständig still sein.
 
42:26 Haben Sie schon einmal
versucht, vollständig still,
  
42:33 ohne jeglicher Bewegung des Körpers,
einschließlich der Augen, zu sitzen?
  
42:42 Versuchen Sie es einmal,
und Sie werden sehen.
  
42:48 Sie mögen es für 5 oder 2
Minuten tun. Das ist ausreichend.
  
42:53 Sagen Sie nicht: "Wie kann ich es für
10 Minuten oder ein Stunde halten?"
  
42:56 Das ist Gier.
 
43:02 Es für 2 Minuten zu tun, ist genug.
 
43:08 In diesen 2 Minuten offenbart
sich all das Gesagte.
  
43:13 Wenn Sie wissen, wie Sie zu schauen haben.
 
43:19 Also muss der Körper still sein,
 
43:24 denn dann
 
43:32 erhöht sich die Menge des
Blutes, die in den Kopf fließt.
  
43:43 Wenn Sie schlampig in der Hocke sitzen,
 
43:47 dann ist es für das Blut schwieriger
in den Kopf zu gelangen.
  
43:53 Das bedeutet, dass der Körper
sein eigene Intelligenz hat,
  
44:02 die vom Geist ruiniert wurde,
und die das Denken zerstört hat.
  
44:09 Das Denken sucht nach Vergnügen.
 
44:16 Und daher nach köstlichem
Essen. Folgen Sie mir?
  
44:21 Überessen, Verwöhnung,
sexuell und in allen Formen.
  
44:29 Wir zwingen den Körper
bestimmte Dinge zu tun.
  
44:32 Wenn er träge ist, zwingen wir
ihn nicht länger träge zu sein.
  
44:36 Wir nehmen eine Pille, um wach zu bleiben.
 
44:41 Auf diese Weise zerstören wir
 
44:43 die innere Intelligenz des Organismus.
 
44:50 Und, wenn Sie dies tun, wird
der Organismus unsensibel.
  
44:59 Und Sie benötigen hohe Sensibilität.
 
45:05 Daher muss man darauf
achten, was man isst.
  
45:09 Ich werde mich nicht darin
vertiefen. Es liegt an Ihnen.
  
45:16 Denn Sie wissen ja, was
passiert, wenn Sie sich überessen.
  
45:22 Die ganze Hässlichkeit dieser Sache.
 
45:26 Also benötigen wir einen
Körper, der hochsensibel
  
45:32 und sehr intelligent ist.
 
45:40 Und daher
 
45:43 Liebe,
 
45:51 die zu keinem Vergnügen wird.
 
46:01 Dann ist Liebe Freude.
 
46:07 Das Vergnügen hat immer ein Motiv.
Freude hat kein Motiv. Sie ist zeitlos.
  
46:11  
 
46:15 Sie können nicht sagen:
"Ich bin freudvoll".
  
46:18 Sobald Sie dies tun,
ist die Freude vorbei.
  
46:25 Oder, Sie suchen nach
der Ursache der Freude.
  
46:29 Sie wollen diese Wiederholen, und
daher ist es nicht länger Freude.
  
46:36 Also gibt es diese drei
grundlegenden Dinge:
  
46:41 die Intelligenz des Körpers,
 
46:46 die Fülle der Liebe,
 
46:50 ohne jede Verzerrung durch Vergnügen,
 
46:55 was nicht heißt, dass
es keine Vergnügen gibt,
  
46:59 aber keine, die den Geist betrüben.
 
47:05 Schauen Sie.
 
47:09 Die meisten von uns
haben physische Schmerzen,
  
47:16 auf die eine oder andere Art.
 
47:20 Und diese Schmerzen betrüben
üblicherweise den Geist, nicht wahr?
  
47:28  
 
47:32 Ich wünschte, ich hätte diese nicht.
Ich wünschte, es würde mir besser gehen.
  
47:35 Man verbringt Tage oder Jahre
damit, darüber nachzudenken.
  
47:42 Wenn also der Körper schmerzen hat,
diese zu sehen und zu beobachten,
  
47:52 und nicht zuzulassen, dass
sich der Geist einmischt.
  
47:58 Folgen Sie alldem?
 
48:01 Tun Sie es meine Herren.
 
48:07 Der Körper, der Geist, einschließlich
des Gehirns, und des Herzens,
  
48:16 das Liebe sein sollte,
 
48:20 all diese Dinge müssen in
vollkommener Harmonie sein.
  
48:35 Was hat dies nun alles für einen Sinn?
 
48:44 Was hat so ein Leben für einen Sinn?
 
48:53 Diese Art der Harmonie.
 
48:57 Was bringt es in dieser Welt,
 
49:02 in der jeder leidet,
 
49:04 wenn ein oder zwei Personen
dieses ekstatische Leben führen?
  
49:08 Was hat es für einen Sinn?
 
49:12 Ich frage mich, wer diese Frage stellt.
 
49:20 Wenn Sie diese Frage stellen:
"Was hat es für einen Sinn?"
  
49:23 Es hat keinerlei Sinn.
 
49:30 Aber, wenn sich diese außergewöhnliche
Sache in Ihrem Leben abspielt,
  
49:36 dann ist es alles.
 
49:42 Dann werden Sie zum Lehrer,
 
49:45 dem Schüler, dem Nachbarn,
der Schönheit der Wolke,
  
49:53 all das sind Sie. Und das ist Liebe.
 
49:55  
 
49:59 Nun folgt ein weiterer
Punkt der Meditation.
  
50:02 Möchten Sie sich darin vertiefen?
 
50:15 Wissen Sie, der wache Geist,
 
50:19  
 
50:23 der tagsüber so funktioniert,
 
50:32 wie er trainiert wurde,
dieser bewusste Geist,
  
50:35 mit all seinen alltäglichen Aktivitäten,
 
50:40 führt während des Schlafes
 
50:45 die gleichen Aktivitäten fort.
 
50:49 Haben Sie das bemerkt?
 
50:53 In den meisten Träumen
finden Handlungen statt,
  
50:57 auf die eine oder andere Art.
 
51:00 Was das selbe ist, wie das
alltägliche Leben. Richtig?
  
51:05  
 
51:07 Also ist Ihr Schlaf eine Fortsetzung
der Stunden des Wachseins.
  
51:15 Folgen Sie alldem?
 
51:18 Werden Sie zum Ende der Rede hin müde?
 
51:24 Es überrascht mich,
dass Sie nicht müde sind.
  
51:29 Sie müssen einen harten Tag gehabt haben.
 
51:35 Und dies ist keine Unterhaltung.
 
51:39 Dies ist echte Arbeit.
 
51:42 Arbeit, die Sie bisher
nicht gekannt haben.
  
51:47 Daher muss sie ermüdend sein.
 
51:54 Also ist der Schlaf eine
Fortsetzung der wachen Stunden.
  
52:01 Und wir geben Träumen eine
Menge mysteriösen Hokuspokus.
  
52:13 Und dann müssen diese
Träume interpretiert werden.
  
52:18 Und Sie haben all die Profis, die
diese Träume für Sie interpretieren.
  
52:23 Die Sie selbst ganz einfach
beobachten können, wenn
  
52:26 Sie Ihr Leben tagsüber anschauen.
 
52:32 Also stellt sich die Frage, warum
es überhaupt Träume geben soll?
  
52:40 Obwohl uns die Psychologen sagen,
 
52:45 dass man Träume haben muss,
sonst wird man verrückt.
  
52:54 Aber, wenn Sie tagsüber Ihre
 
52:58 ichbezogenen, angstvollen,
besorgten und schuldbewussten
  
53:01 Aktivitäten sehr genau beobachten.
 
53:06 Sie wissen schon. Wenn Sie den
ganzen Tag aufmerksam sind.
  
53:12 Dann werden Sie sehen, dass Sie,
wenn Sie schlafen gehen, schlafen.
  
53:19 Sie haben keine Träume.
 
53:23 Denn tagsüber haben Sie jede
Bewegung des Geistes beobachtet.
  
53:29 Der Geist hat beobachtet,
 
53:33 indem er auf jedes Wort geachtet hat.
 
53:40 Wenn Sie es erarbeitet haben, werden
Sie die Schönheit darin erkennen.
  
53:44 Nicht die Langeweile des Beobachtens.
 
53:51 Sondern die Schönheit des Beobachtens.
 
53:56 Wenn also der Geist
tagsüber aufmerksam ist,
  
54:07 dann gibt es auch im
Schlaf Aufmerksamkeit.
  
54:16 Ich befürchte ...
 
54:18 Es macht nichts, wenn Sie dies
nicht verstehen. Ich fahre fort.
  
54:24 Denn eines Tages wird es jemand verstehen.
 
54:28 Und es ist wichtig, dies zu verstehen.
 
54:30  
 
54:40 Denn der bewusste Geist, der tagsüber
aufmerksam ist und sich selbst beobachtet,
  
54:43 kann unmöglich etwas vollkommen
verschiedenes erfassen.
  
54:49 Dennoch ist er im Schlaf aufmerksam.
 
54:56 Und aus diesem Grund ist Meditation,
 
55:01 diese Sache, über die wir in
dieser Stunde gesprochen haben,
  
55:05 außergewöhnlich wichtig und wertvoll.
 
55:13 Sie ist voller Würde, Anmut und Schönheit.
 
55:17 Wenn Sie die Aufmerksamkeit verstehen.
 
55:21 Und zwar nicht nur tagsüber,
sondern auch während des Schlafes.
  
55:30 Dann ist der ganze Geist vollständig wach.
 
55:41 Und darüber hinaus
 
55:44 ist keine Beschreibung das Beschriebene.
 
55:50 Daher sprechend Sie nicht darüber.
 
55:58 Alles was man tun kann,
ist auf die Tür zu zeigen.
  
56:03 Und wenn Sie willens sind, eine
Reise zu dieser Tür zu unternehmen,
  
56:08 liegt es an Ihnen, darüber hinauszugehen.
 
56:11 Niemand kann die Sache beschreiben,
die nicht benannt werden kann.
  
56:20 Sei diese Sache nun nichts
 
56:25 oder alles. Das spielt keine Rolle.
 
56:29 Jeder, der es beschreibt, kennt es nicht.
 
56:34 Und keiner, der behauptet
es zu kennen, kennt es.